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Jetzt kommt Apples Antwort auf Spotify. Heute Abend steigt die grosse Apple-Show. Das musst du wissen

Die Techwelt blickt gespannt nach San Francisco. Am Montagabend (19 Uhr, Schweizer Zeit) enthüllt Apple neue Software – und beseitigt alte «Sünden».

Publiziert: 07.06.15, 11:03 Aktualisiert: 08.06.15, 06:37

Was wir während der Keynote NICHT sehen wollen:

Apple-Hasser sind die Tea Party der Techwelt. Eine lautstarke Meute, die nichts gut findet, was von Apple kommt.

Sind Hunderte Millionen Kunden das Opfer einer genialen Gehirnwäsche? 

Am Montag, um 19 Uhr (Schweizer Zeit), eröffnet Tim Cook in San Francisco die Apple-Show. watson ist vor Ort und berichtet live.

Man kann es nicht genug betonen: Der Event, der auf der Apple-Website übertragen wird, steht im Zeichen neuer Software.

Knapp zwei Wochen nachdem Google an seiner Entwicklerkonferenz I/O das neue Android (M) vorgestellt hat, ist es an Apple, die Hosen herunterzulassen.

Hier die Zusammenfassung der wichtigsten Neuerungen, die wir am Montag erwarten:

  • iOS 9 (das neue System für iPhone, iPad, iPod)
  • OS X 10.11 (das neue Mac-System)
  • Apple Watch: grosses Software-Update
  • Apple TV: neue Software
  • Apple Music: Ein neuer Musik-Streaming-Dienst aka Spotify-Killer
  • iTunes Radio (kommt in die Schweiz)
  • Apple Maps: stark verbessert, neue Funktionen 
  • HomeKit: neue Software rund um die Hausautomation sowie neue Hardware (von Drittfirmen) 
  • CarPlay: Neuigkeiten zum iPhone im Auto
  • Eine Überraschung? (hoffentlich nicht nur ein musikalischer Überraschungsgast à la U2 zum Schluss der Keynote)

Und was ist mit neuer Hardware?

Mag sein, dass die Kalifornier auch neue Hardware ankündigen werden. Dabei dürfte es sich «nur» um Upgrades zu verfügbaren Geräten wie dem vor zwei Jahren vorgestellten Mac Pro handeln.

Fraglich ist, ob eine neue Apple-TV-Box enthüllt wird. Der Montag dürfte in Sachen neuer Hardware und Streaming-TV nichts bringen, prognostiziert Macwelt.de.

Der Star der Show?

Der Star der diesjährigen Entwicklerkonferenz WWDC ist das neue Betriebssystem iOS 9. Schon vor Monaten hat der Apple-Chef eine Qualitätsoffensive angekündigt. Die nächste Software-Generation soll stabiler und zuverlässiger laufen, auch wenn man dafür auf das eine oder andere nette Feature verzichten muss.

Mit dem im Herbst 2014 lancierten iOS 8 hatten sich die Probleme gehäuft, wie auch Schweizer Entwickler im grossen watson-Interview bestätigen. Was ist aus dem Motto «It just works» geworden? 

In der Kritik stand auch das aktuelle Mac-Betriebssystem, OS X Yosemite. Wer sich für die Details interessiert, wird in diesem aktuellen Beitrag von Macwelt.de fündig. Und auch zu den Mängeln, die Apple bei iOS 9 beheben muss, gibts beim deutschen Fachmagazin einen lesenswerten Beitrag

Wird Apple der selbstgewählte schnelle Rhythmus zum Verhängnis?

Jahr für Jahr haut man Upgrades raus... 

Fakt ist: Noch unterscheidet Apple zwischen den Betriebssystemen für Macs, Mobilgeräte und die Apple Watch. Doch die Plattformen verzahnen sich immer stärker und der Online-Speicher iCloud wird immer wichtiger.

Das sind die Forderungen

Apple muss aufräumen und alte Fehler beseitigen. Unausgereifte Funktionen (wie bei der Apple Watch) gilt es zu verbessern und überladene Standard-Software (iTunes) braucht eine Generalüberholung, um Platz zu schaffen für Neues (zum Beispiel für den neuen Musik-Streaming-Dienst).

Und nicht zuletzt möchte ich eine alte Forderung bekräftigen, an der sich nichts geändert hat: Apple sollte alles daran setzen, die Batterielaufzeit der Geräte zu erhöhen. Wenn iPhones und Macbooks immer dünner werden, dann muss die System-Software weiter optimiert werden, um die geschrumpften Akkus zu schonen. 

Wobei zu relativieren ist: Es handelt sich um Jammern auf hohem Niveau. Apple bietet die benutzerfreundlichsten Geräte, das zeigen die nach wie vor sehr hohen Werte bei den Kundenbefragungen.

Und auch die Verkaufszahlen sprechen eine deutliche Sprache:

screenshot: seekingalpha

Zum Glück hat sich Apple-Chef Tim Cook an einen Spruch seines Vorgängers erinnert...

gif: wiffles

Steve Jobs sagte, dass er nicht nur auf das stolz sei, was er mit Apple realisiert habe. «Wirklich stolz bin ich auf die Dinge, die wir nicht gemacht haben.»

Wie zufrieden bist du mit iOS 8?
Leider hat was nicht geklappt. Bitte versuche es später nochmals.

So schützt man iPhone und Co. vor Langfingern

Apple-Geräte wie das iPhone und das iPad können plötzlich verschwinden. Dann ist man froh, wenn man die richtigen Vorkehrungen getroffen hat ... AP / NG HAN GUAN
Leider hat sich noch nicht bei allen Langfingern herumgesprochen, dass Apple-Geräte mit einer mächtigen Diebstahlsicherung versehen sein können. AP / ANDY WONG
Als rechtmässiger Nutzer kann man vorsorgen, um bei einem Diebstahl die persönlichen Daten aus der Ferne zu löschen und dem Dieb ins Handwerk zu pfuschen. Nachfolgend erklären wir, was es zu beachten gilt. AP / JULIE JACOBSON
Apple schreibt auf der Support-Seite, dass die sogenannte Aktivierungssperre automatisch aktiviert wird, wenn man «Mein iPhone suchen» auf einem Gerät mit iOS 7 oder neuer einschaltet. EPA / MONICA DAVEY
Beim iOS-Gerät auf «Einstellungen» tippen und das Untermenü «iCloud» aufrufen. Wenn nötig meldet man sich mit der eigenen Apple-ID an und aktiviert die Option «Mein iPhone suchen». watson
Im gleichen Untermenü sollte man übrigens auch die Option «Letzten Standort senden» aktivieren. Dies kann beim Wiederfinden eines verlorenen Geräts hilfreich sein. watson
Die Aktivierungssperre bzw. die Funktion «Mein iPhone suchen» kann nur durch den rechtmässigen Nutzer (mit Apple-ID und Passwort) deaktiviert werden. watson
Im Falle eines Verlust sollte der rechtmässige Besitzer das Gerät sofort in den Modus «Verloren» setzen. Dazu meldet man sich auf einem Mac oder PC bei icloud.com/find an oder verwendet die iOS-App «Mein iPhone suchen». watson
Bevor man ein gebrauchtes iOS-Gerät kauft, sollte man sich unbedingt vergewissern, dass keine Aktivierungssperre besteht. (Apple bietet dazu seit Herbst 2014 einen Online-Service. Update: Dieser Dienst wurde eingestellt) AP / MARK LENNIHAN
Auch für Mac-Computer bietet Apple eine mit dem iCloud-Dienst verbundene Suchen-und-Sperren-Funktion an. Ausserdem lassen sich Daten aus der Ferne löschen. AP/FR155217 AP / Tony Avelar
Eine bestehende Aktivierungssperre kann auf dem Gerät selber oder über die iCloud-Website deaktiviert werden. watson

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