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«Habe ich eine Familie zerstört?»

Publiziert: 17.01.19, 09:50 Aktualisiert: 17.01.19, 20:49
Liebe Emma, 

Ich bin 32 Jahre alt, habe einen guten Job und stehe mit beiden Beinen im Leben.

Nun aber bin ich die andere Frau. Das hätte ich nie gedacht. Wenn ich Geschichten hörte von jungen Frauen mit verheirateten Männer, dachte ich mir immer; wie kann man nur, wieso machen die alle sowas?

Ich lernte meinen Freund über eine Dating-App kennen. Wir wollten beide nur Sex. Er sagte mir zuerst, dass er Kinder hat und noch dort lebt, aber getrennt ist und gehen will.

Nach ein paar Mal Sex zog er wirklich aus. Wir merkten nämlich sehr früh, dass das mit nur Sex nicht klappt.

Er ist jetzt im Trennungsjahr. Seine Ex schikaniert ihn täglich. Jedes Wochenende hat er seine Kinder. Er ist immer für sie da, auch wenn das heisst, dass er mich sitzen lassen muss. Nun macht ihm auch seine Älteste Vorwürfe.

Nun frage ich mich: Habe ich eine Familie zerstört? Der ganze Familienstress geht auch mir an die Substanz. Das ich nicht an erster Stelle komme finde ich einerseits gut, aber manchmal auch doof.

Ich mache mir so viele Gedanken, dass es mir schwer fällt, unsere Beziehung zu geniessen.

Grüsse,
deine Selina


Sali Selina,

hach, wann immer ich Mails von Frauen bekomme, die sich auf verheiratete Männer eingelassen haben, tut mir ein bisschen das Herz weh. Weil, ich kann und will es nicht schönreden: Beziehungen mit verheirateten Männern, die frisch getrennt sind, sind selten bis nie einfach.

Deinen Freund plagt das schlechte Gewissen in alle Richtungen. Was ich enorm gut nachvollziehen kann. Einerseits wird er dir und deinen Bedürfnissen nicht gerecht. Zusätzlich denkt er wahrscheinlich, dass er seine Kinder im Stich lässt und dann ist da auch noch die Ex, die Terror macht.

Zugute halten aber muss man ihm, dass er Entscheidungen trifft. Während viele davon sprechen, ihre Familien zu verlassen, schaffen die meisten Verheirateten diesen Schritt nicht. Deiner hat ihn durchgezogen. Was ich als ein grosses Bekenntnis für dich interpretiere.

So weit also alles gut. So wie es tönt, macht es wirklich den Anschein, dass er es ernst mit dir meint und mit dir sein will.

Jetzt aber das grosse Aber: Liebe Selina, du hast Ja zu einem Mann mit Kindern gesagt. Du wirst alleine deswegen wohl nie, oder erst, wenn sie erwachsen sind, die erste Geige in seinem Leben spielen. Er wird immer Verantwortung (finanziell und emotional) für seine Familie tragen.

Für dich heisst das, dass du oft zurückstecken musst. Dass du ihn teilen musst. Dass er nicht ganz das freie unbeschwerte Pärchenleben mit dir geniessen kann, bei dem ihr mal kurzfristig verreisen könnt oder so.

Überleg dir gut, ob du mit diesen Umständen klar kommst. Wenn dem so ist, sehe ich durchaus eine Chance für euch beide. Wenn dir aber nicht ganz wohl ist, dann lass die kritische Stimme in deinem Hinterkopf zu und entscheide dann, was das Beste für alle Beteiligten ist.

Ich weiss, das ist alles andere als einfach.

Ich wünsch dir/euch von Herzen ein Happy End!

Alles Liebe,

Und was würdest du Selina raten?

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Der Sexologe, der leider kein Sexgott war – sondern nur einen Knall hatte. – Eigentlich hat er alles, was mein Herz höher schlagen lässt: Cedric ist Sexologe und Psychologe. Ich wittere einen heissen G-Punkt-Kenner. Und bekomme eine kalte Dusche. Mehr liest du hier.
Zuerst kam das Mail, dann ein borniertes Date, dann der Sex. – Euer Wunsch ist mein Befehl, lieber User. Ihr wolltet unbedingt wissen, wie die nie endende Affäre zwischen Sandro und mir begann: Voilà das gewünschte Prequel. Mehr liest du hier.
Tinder, du Hassliebe meines Lebens! – Mit Dating-Apps führt Emma Amour eine mit Höhen und Tiefen getränkte On-Off-Beziehung. Weshalb sie ihr Handy oft aus dem Fenster schmeissen und schreien will. Mehr liest du hier.
Wie mich ein Sex-Club traumatisierte und dann in pure Faszination tauchte: – Emma war sich in ihrer letzten Beziehung sicher, dass sie kein Problem hat, ihren Freund mit einer anderen zu sehen. Also besuchte sie den KitKat-Club in Berlin, wo sie scheiterte. Ein Trauma, das sie mit Hilfe eines zweiten Club-Ganges überwand. Dank ihrer weiblichen Begleitung. Mehr liest du hier. shutterstock/watson / Shutterstock/watson
Bist du bereit für das erbärmlichste Date, seit es Tinder gibt? – Er Landjunge, ich Stadtmädchen. Er Backpacker, ich Strand-Fan. Er melancholisch, ich überdreht. Alles wies darauf hin, dass es zwischen Kai und mir nicht passen würde. Dass es aber so schlimm werden würde, hätte ich mir nicht mal in meinen schlimmsten Albträumen ausgemalt. Nun weiss ich aber: Hass auf den ersten Blick existiert. Mehr liest du hier. shutterstock/watson / shutterstock/watson
Belauscht: Männer über «Bitches», «Brüste» und MDMA-Bowlen – Der eine «bumst eine nervige Frau», der andere leidet unter Trennungsschmerz , ein Dritter sendet falsche Signale. Der Vierte verpennt alles. Und die heimliche Fünfte ... bin ich! Mehr liest du hier. Shutterstock/watson / Shutterstock/watson
Am Public Viewing reisse ich Thorsten auf – und schiesse ein Eigengoal: – Ich gehöre zu den Fussball-Fans, die den Sport nur während der EM und WM feiern. Und das auch nur wegen der Public Viewings. Weil es nie und nirgends einfacher ist, Männer kennenzulernen. Bühne frei für Thorsten, meinen persönlichen Um-ein-Haar-Torschützen. Mehr liest du hier. shutterstock / keystone/walter bieri / bearbeitung & montage: watson / shutterstock / keystone/walter bieri / bearbeitung & montage: watson
Emma, mach Platz! Jetzt schreibt Suff-SMS-Sandro, wie Dating & Sex mit dir wirklich ist: – Nachdem Emma Sandro für ihre Kolumne missbrauchte, haut der Siebensiech in Sachen Suff-SMS selber in die Tasten und erzählt aus seiner Sicht vom Sex im Kopf, vom Sex in Emmas Bett und verrät, wie sich ein Rendez-vous mit Miss Amour wirklich anfühlt. Mehr liest du hier. watson/shutterstock / watson/shutterstock
Mit Suff-SMS-Sandro hatte ich den besten Nicht-Sex-Sex meines Lebens: – Normalerweise treffe ich Sandro nur nachts – zum unverbindlichen Vögeln. Bei unserem ersten offiziellen Date erlange ich aber eine ganz neue Erkenntnis: Mit diesem Mann kann man auch angezogen super Sex haben. Mehr liest du hier. watson/shutterstock / watson/shutterstock
Sandro, der Siebensiech in Sachen Suff-SMS: – Emma kennt schon länger einen Mann. Mit dem sie richtig gut kann. Wenn er betrunken ist. Eine Geschichte über Suff-SMS und verkehrtes Dating. Mehr liest du hier. Shutterstock/watson / Shutterstock/watson
Ich war bei der Wahrsagerin: Es sieht Scheisse aus! – Sie sehe zwar schon einen Mann. Es könnte sogar sein, dass ein Zweiter auftaucht. Inklusive Blitzhochzeit. Ganz sicher ist sie sich aber nur in einer Sache: Ich muss lernen, besser mit Geld umzugehen. Die Moral der Geschichte: Die Zukunft ist ein Tubel! Mehr liest du hier. Shutterstock/watson / Shutterstock/watson
In zehn Jahren von der ersten Liebe zu Sex mit dem Ex: – Nils lerne ich kurz vor meinem 18. Geburtstag kennen. Am Dörflifest im Niederdorf. Er ist mit einer Horde Typen unterwegs, ich mit acht Freundinnen. Ich finde Nils auf den ersten Blick gut. Er scheint aber mehr Gefallen an meiner Kumpanin Sandra zu finden. Alles Taktik, wird er später sagen. Mehr liest du hier. shutterstock/watson / shutterstock/watson
Der #gymlover, der meinen Po zu seiner Problemzone erklärt: – Aller Anfang ist schwer. Wie wahr das ist, merke ich an Herrn Schär und mir. Herr Schär hat vielleicht das schönste Lachen, das ich je gesehen habe. Herr Schär lacht viel. Dann sieht man Herrn Schärs schneeweisse Zähne. Herrn Schärs Arme sind braun. Das verraten die hochgekrempelten Ärmel seines weissen Hemdes. Dazu trägt er eine perfekt sitzende dunkelblaue Hose. Und braune Boots. Mehr liest du hier. Shutterstock/watson / Shutterstock/watson
Mit Tinder-Tim im Tal der Tränen – Auf seinem Profil steht, dass er 190 cm gross ist. Sonst nichts. Auch hat Tim nur ein Bild auf Tinder. Dieses hat's aber in sich. Blaue Augen, dunkelblonde Locken, braungebranntes Gesicht, volltätowierte Arme. Der Anblick macht mich mindestens so glücklich wie der Fakt, dass er seine Persönlichkeit nicht mit Surf-, Bergsteig- und Reise-Bildern untermalt. Mehr liest du hier. Shutterstock/watson / Shutterstock/watson
Mein blau-senfgelbes Wunder erlebe ich mit dem Dirty Talker: – Stell dir vor, du lernst jemanden kennen, der verbal toller ist als alles, das du dir jemals vorstellen konntest. Und dann passiert etwas, das dich in deinen Grundwerten erschüttert. Willkommen in einem weiteren Kapitel meines Liebeslebens, Freunde. Mehr liest du hier. Shutterstock/watson / Shutterstock/watson
Abserviert, geghostet und gebencht von der Vergangenheit: – Auf dem Weg in meine Vergangenheit habe ich Herzklopfen. Ausserdem ist mir das T-Shirt, das ich trage, etwas peinlich. Es ist ein Nirvana-Shirt. Kein cooles. Hab auf die Schnelle kein anderes als diesen Billig-Fummel gefunden. Mehr liest du hier. shutterstock / shutterstock
Die Beaus von damals sind (fast alle) die Loser von heute: – In Sachen Sex bin ich eine Spätzünderin. Bei meinem ersten Mal war ich 18. Meine Girlie-Crew verlor ihre Unschuld viele Jahre vorher. Während die mir also alle in den Ohren lagen, wie geil Sex doch sei, war ich nicht nur mit meiner unreinen Haut und meinen emotionalen Schwankungen beschäftigt, nein, ich musste mich auch mit der blanken Panik vor dieser Sex-Hürde rumschlagen. Mehr liest du hier. Shutterstock/watson
Lieber zukünftiger fester Freund … – Zuckerwatte statt Luxusbrands, Liebe machen statt Eiffelturm besuchen und Vorname statt Kosename. Emma offenbart ihrem nächsten Freund in einem offenen Brief, was ihr wichtig ist. Und was er im Gegenzug von ihr erwarten kann. Mehr liest du hier. shutterstock/watson / shutterstock/watson
Because I got high ... mit dem kiffenden Jules und seinem dummen Ghettoblaster: – Die erste Begegnung mit Jules war nervig. Er sturzbesoffen, ich nüchtern. Ich sprang für eine Freundin ein, die in einem Club an der Kasse arbeitete. Ich hatte schon viele Stunden damit verbracht, Menschen einen Stempel auf ihr Handgelenk zu drücken, als Jules auftauchte. Mehr liest du hier. Shutterstock/watson / shutterstock/watson
Heute erzähle ich euch endlich die Story über die Dünnpfiff-Explosion meiner BFF: – Ich geniesse das Privileg zwei beste Freundinnen zu haben. Als wäre das nicht schon super genug, sind die beiden zudem sehr unterschiedlich. Was umso bereichernder für unseren Freundschafts-Dreier ist. Mehr liest du hier. shutterstock/watson / shutterstock/watson
«Trittst du mir einmal in die Hoden? So richtig mit ganzer Kraft?»: – Es war sein Lachen. Und sein dunkelblaues T-Shirt mit einem 80er-Jahre-Smiley drauf. Und seine Oberarme. Eigentlich war es jede Faser seines Körpers, die mich in Ekstase versetzte. Er, der Fremde, der da an diesem Spätsommerabend am Flussufer an der Bar sass. Und keine Notiz von mir nahm. Mehr liest du hier. Shutterstock/watson / Shutterstock/watson
Ein Hoch auf die Masturbation! Eine Ode an die rechte Hand (und ein bisschen an die linke): – Ob ich eine gute Liebhaberin bin, frage ich mich letztens, während ich durch die dunklen Gassen der Stadt gehe. Eine Frage, auf die ich zwei Antworten habe. Mehr liest du hier. Shutterstock/watson / Shutterstock/watson
In der Dating-Hölle mit dem Grosskotzbrocken: – Meine Waxing-Tante ist laut, schrill und sehr redselig. Manchmal ist die seelische Anstrengung, die sie mir abfordert, schlimmer als die körperlichen Strapazen, die sie mir zufügt. Wer Brazil-Waxing kennt, weiss was das heisst. Mehr liest du hier. shutterstock/watson / shutterstock/watson
Die Nacht, als ich sein «Ich liebe dich» an eine andere entdeckte: – Wir hatten das ganze Wochenende zusammen verbracht. Für mich war es so viel mehr als nur ein bisschen zusammen abhängen und Spass haben. Ich liebte Lukas. Mehr liest du hier. Shutterstock/watson / Shutterstock/watson
Du sollst nicht vögeln, wo du arbeitest? Papperlapapp! – Ich habe bis jetzt in drei Grossbetrieben gearbeitet. Und wie das so ist, in Grossraumbüros kommt man sich nahe. Wäre ich ein Tiger Woods, würde das so klingen: «Hallo, ich bin Emma, ich hatte Sex mit meinem Chef. Und mit einem Kollegen auf der gleichen Hierarchiestufe. Und mit einem anderen Chef. Nicht ganz so ein hohes Tier wie Boss eins.» Mehr liest du hier. shutterstock/watson / shutterstock/watson
Wie ein Doppelpack Wienerli meine Affäre abrupt beendete: – Er ist Veganer. Ich liebe Fleisch. Er trinkt täglich. Und zwar mehr als nur ein Feierabendbierli oder ein Gläsli Wein. Ich trinke sehr selten Alkohol. Er ist Kettenraucher. Ich nicht. Mehr liest du hier. Shutterstock/watson / Shutterstock/watson
Leckt mich doch mit eurem One-Night-Stand-Sex! – Vielleicht ist es mega simpel. Ich werde einfach gerne mental gekitzelt, bevor ich physisch berührt werde. In überfüllten Clubs habe ich noch nie ein Gespräch geführt, das mich nur annähernd irgendwo in der Kopf-Herz-Gegend gekickt hat. Mehr liest du hier. Shutterstock/watson / Shutterstock/watson
Und die Moral von der Geschicht': Den Klon des Ex-Freundes knalle nicht: – 650 Meter trennen uns, sagt Tinder. Die Bilder auf seinem Profil sind in meiner Hood entstanden. Hier der Bäcker meines Vertrauens, da der Park hinter der Migros und voilà mein Lieblingscafé. Nur sein Gesicht kenne ich nicht. Er wäre mir aufgefallen. Unter tausenden von Typen. Weil er genau gleich wie mein letzter Freund aussieht. Und dieser ist Gott weiss kein 0815-Typ. Mehr liest du hier. Shutterstock/watson / Shutterstock/watson
Ein Dreier ist ein vorgespielter Orgasmus zu viel: – Es war eine dieser Sommernächte, die perfekt begann. Ich, damals Mitte 20, lag im luftigen Kleid auf einer Wiese am Zürichsee. Um mich herum meine Freundinnen, mein bester Freund, Kumpels – und er. Er, Lukas. 28 Jahre pure Schönheit. Wir dateten schon eine Weile. Sex hatten wir noch keinen. Mehr liest du hier. Shutterstock/watson / Shutterstock/watson
Im Bett mit seiner Ex-Freundin: – Zum ersten Mal sehe ich Carl an einem verregneten Sonntagabend beim Take-Away-Inder ums Eck. Ich trag zerrissene Leggins, einen Hoodie und kein Make-up. Mehr liest du hier. Shutterstock/watson / Shutterstock/watson

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Emma Amour ist ...

... Stadtmensch, Single, Anfang 30 – und watsons Bloggerin, die nicht nur unverfroren aus ihrem Liebesleben berichtet, sondern sich auch deinen Fragen annimmt. Und keine Sorge, so wie Emma wirst auch du mit deiner Frage anonym bleiben. Madame Amour ist es nämlich sehr wichtig, auch weiterhin undercover in Trainerhosen schnell zum Inder über die Strasse hoppeln zu können.

Das bin nicht ich, aber so würde ich als Illustration aussehen. Öppe. bild: watson

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