Nadia Farès: «Die purpurnen Flüsse»-Star nach Badeunfall gestorben
Nadia Farès war eine feste Grösse im französischen Kino. Ihren internationalen Durchbruch feierte sie im Jahr 2000 an der Seite von Jean Reno und Vincent Cassel in dem Thriller «Die purpurnen Flüsse». Nun ist die Schauspielerin mit 57 Jahren überraschend gestorben. Nadia Farès starb im Pariser Spital La Pitié-Salpêtrière, nachdem sie am 12. April bewusstlos aus dem Schwimmbecken eines Privatclubs geborgen worden war.
Zum Zeitpunkt des Unfalls zog sie mit einem Brett und Schwimmflossen ihre Bahnen. Augenzeugen beobachteten, wie Farès plötzlich aufhörte zu schwimmen und lautlos unterging. Zwischen drei und vier Minuten soll sie sich unter Wasser befunden haben, bevor zwei andere Badegäste ihr zu Hilfe eilten. Im Spital kämpften Ärzte fünf Tage um ihr Leben.
«Frankreich hat eine grosse Künstlerin verloren»
Am 17. April starb die Schauspielerin mit 57 Jahren. Den Tod bestätigten ihre Töchter Cylia und Shana Chasman in einem Statement, wie der französische Fernsehsender BFMTV berichtet. «Mit tiefer Trauer geben wir den Tod von Nadia Farès am vergangenen Freitag bekannt. Frankreich hat eine grosse Künstlerin verloren, doch für uns ist es vor allem der Verlust unserer Mutter», heisst es in der Nachricht ihrer Töchter.
Die französische Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen aufgenommen, um die genauen Umstände des Vorfalls zu klären. Laut «Le Figaro» werden dafür Aufnahmen der Überwachungskameras des Sportkomplexes ausgewertet. Ob ein medizinischer Zwischenfall ursächlich war, ist bislang ungeklärt.
In einem Interview mit der französischen Zeitung «Gala» hatte Farès im Januar über frühere gesundheitliche Probleme gesprochen: 2007 habe sie sich wegen eines Aneurysmas einer Gehirnoperation unterziehen müssen, «eine tickende Zeitbombe, die dringend behandelt werden musste». Innerhalb von vier Jahren habe sie drei Herzoperationen gehabt.
Nach ihrem Durchbruch mit «Die purpurnen Flüsse» zog sich Farès aus dem Filmgeschäft zurück. Sie lebte mit ihrem Mann, dem amerikanischen Produzenten Steve Chasman, und den zwei gemeinsamen Töchtern, die 2002 und 2005 geboren wurden, in Amerika. Ihr Comeback gab sie 2016 mit der Netflix-Serie «Marseille», in der sie neben Gérard Depardieu und Benoît Magimel zu sehen war. Vor vier Jahren hatte sie sich von ihrem Mann getrennt und kehrte zurück in ihr Heimatland.
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