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Paul Manafort: Hat sich Trumps ehemaliger Wahlkampfmanager mit Julian Assange getroffen? Bild: AP/FR159526 AP

Paul Manafort soll geheime Gespräche mit Julian Assange geführt haben

Publiziert: 27.11.18, 15:34 Aktualisiert: 27.11.18, 16:58

Der frühere Wahlkampfmanager von Donald Trump, Paul Manafort, soll sich mehrere Male mit WikiLeaks-Gründer Julian Assange getroffen haben. Dies berichtet The Guardian am Dienstagnachmittag. Die Treffen sollen demnach in der ecuadorianischen Botschaft in London stattgefunden haben, in der Assange seit über fünf Jahren festsitzt. 

Julian Assange auf dem Balkon der Botschaft Ecuadors in London. Bild: AP/AP

Es ist noch unklar, weshalb sich Manafort mit Assange getroffen hat. Eine gut unterrichtete Quelle sagte dem Guardian jedoch, dass ein Treffen im März 2016 stattgefunden habe. Einige Monate später veröffentlichte WikiLeaks zahlreiche Emails von Demokraten, die von russischen Geheimdiensten gestohlen wurden.

Paul Manafort verneint die Treffen. Diese Geschichte sei zu «100 Prozent falsch». Auch WikiLeaks dementiert ein Treffen auf Twitter.

US-Sonderermittler bezichtigt Manafort der Lüge

Der Bericht des Guardians kommt wenige Stunden, nachdem Sonderermittler Robert Mueller bekannt gab, dass Manafort im Rahmen der Russland-Ermittlungen gelogen habe.

Manafort habe das FBI und das Büro des Sonderermittlers bei einer Reihe von Themen angelogen und damit seine Vereinbarung mit der Justiz gebrochen, hiess es in einem Gerichtsdokument, das am Montagabend (Ortszeit) öffentlich wurde und unter anderem von Mueller unterzeichnet ist. Es blieb unklar, worauf genau sich die mutmasslichen Falschaussagen bezogen.

Manafort war einen «Plea Deal» eingegangen, das ist eine Vereinbarung mit der Justiz. Er hatte sich in einem Gerichtsverfahren, das mit seiner früheren Beratertätigkeit in der Ukraine zusammenhängt, schuldig bekannt und einer Zusammenarbeit mit Muellers Team zugestimmt. Laut seinen Anwälten traf er sich mehrfach mit den Ermittlern. Dabei habe er der Regierung Informationen zur Verfügung gestellt, «um seine Kooperationsverpflichtungen zu erfüllen», hiess es in der Erklärung der Anwälte in dem Gerichtsdokument.

Manafort wies die Anschuldigung laut dem Gerichtsdokument zurück.

Mitglied in Trumps Wahlkampfteam

Manafort war von März bis August 2016 Mitglied in Trumps Wahlkampfteam, davon drei Monate lang als dessen Leiter. Dass er sich im September bereit erklärte, mit den Ermittlern zusammenarbeiten zu wollen, kam überraschend und galt als entscheidender Schritt, denn er war eine zentrale Figur in einer kritischen Phase von Trumps Wahlkampf. Allerdings war nicht klar, worin seine Kooperation genau bestand. (sda/cma)

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Trumps mögliche Gegner 2020

15. John Delaney: Der Kongressabgeordnete aus Maryland hat wiederholt den Bundesstaat Iowa besucht, wo traditionell der Vorwahlzirkus eröffnet wird. Ein klares Zeichen, dass er eine Kandidatur plant. Der Sprung aus dem Repräsentantenhaus ins Weisse Haus gelingt aber nur selten. AP/AP / Charlie Neibergall
14. Michael Avenatti: Der scharfzüngige Anwalt von Pornostar Stormy Daniels hat sich ebenfalls schon in Iowa blicken lassen. E ist überzeugt, dass die Demokraten einen «Strassenkämpfer» wie ihn brauchen, um Donald Trump zu schlagen. AP/The Des Moines Register / Zach Boyden-Holme
13. Deval Patrick: Der erste schwarze Gouverneur von Massachusetts soll vor allem aus dem Umfeld von Barack Obama zu einer Kandidatur gedrängt werden. Er selber zögert aber noch. AP/AP / Charles Krupa
12. Hillary Clinton: In einem Interview erläuterte die Verliererin von 2016 kürzlich, wie gut sie für den Job im Weissen Haus qualifiziert sei. Eine erneute Kandidatur schloss sie zwar aus, doch so richtig kauft man es ihr nicht ab. AP/AP / Alex Brandon
11. Amy Klobuchar: Als Senatorin von Minnesota wurde sie komfortabel wiedergewählt. Ihr Rückhalt im ländlichen Raum macht sie für Politbeobachter zu einer idealen Kandidatin, um Trump-Wähler aus der Arbeiterklasse zurückzuholen. EPA/EPA / CRAIG LASSIG
10. Terry McAuliffe: Der frühere Gouverneur von Virginia vertritt einen Swing State, in dem die Demokraten auf dem Vormarsch sind. Sein Handicap ist seine grosse Nähe zu den Clintons. AP/AP / J. Scott Applewhite
9. Michael Bloomberg: Der frühere New Yorker Bürgermeister hat einige politische Seitenwechsel vollzogen. Kürzlich kehrte er zu den Demokraten zurück – ein Indiz für eine mögliche Präsidentschaftskandidatur? AP/FR62846 AP / Cheryl Senter
8. Beto O'Rourke: Er hat die Senatswahl in Texas gegen Ted Cruz verloren, aber ein mehr als beachtliches Ergebnis erzielt. Seine Fans hoffen nun, dass er 2020 antreten wird. EPA/EPA / LARRY W. SMITH
7. Sherrod Brown: Der Senator aus Ohio kommt bei der weissen Arbeiterklasse gut an, die Trump für sich gewinnen konnte. Er hat die Wiederwahl geschafft, obwohl sein Staat zunehmend nach rechts abdriftet – eine Empfehlung für 2020. AP/AP / J. Scott Applewhite
6. Kirsten Gillibrand: Die 51-jährige Senatorin aus New York wurde problemlos wiedergewählt. Sie erklärte, im Senat bleiben zu wollen, liess die Tür zu einer Präsidentschaftskandidatur aber einen Spalt weit offen. AP/AP / Jacquelyn Martin
5. Cory Booker: Der Senator von New Jersey erinnert an Barack Obama. Seine Kandidatur gilt als sicher. Er hat mit einer Wutrede gegen Donald Trump für Aufsehen gesorgt. AP/AP / Julio Cortez
4. Joe Biden: In einer CNN-Umfrage lag Barack Obamas Vize klar an der Spitze der möglichen Kandidaten. Er bereut längst, dass er 2016 nicht kandidiert hat. Allerdings ist Biden schon 76 Jahre alt, und er gilt nicht als grosser Wahlkämpfer. AP/Sun-Times / Ashlee Rezin
3. Kamala Harris: Die 53-jährige Senatorin aus Kalifornien mit Wurzeln in Jamaika und Indien ist eine Hoffnungsträgerin ihrer Partei. Vieles deutet auf eine Kandidatur hin. Bei den Kavanaugh-Hearings hat Harris sich zusätzlich profiliert. AP/AP / Nick Ut
2. Bernie Sanders: Viele Demokraten sind überzeugt, dass der parteilose Senator aus Vermont 2016 Präsident geworden wäre, wenn er anstelle von Hillary Clinton gegen Trump angetreten wäre. Ob er 2020 als 79-Jähriger antreten will, ist offen. EPA/EPA / MICHAEL REYNOLDS
1. Elizabeth Warren: Ihren Senatssitz in Massachusettts hat sie mühelos verteidigt. Nun könnte die 69-Jährige auf das nächste grosse Ziel zusteuern: Am 31. Dezember 2018 hat sie als Erste aus dem Favoritenkreis ihre Kandidatur erklärt. EPA/EPA / CJ GUNTHER