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Au revoir, France: Die Schweiz ist ausgeschieden.
Bild: EPA/KEYSTONE

Goalie Sommer: «Wir machten einen guten Match. Am Schluss geht es halt auch um Glück und Pech»

Der Schweizer Traum von einem richtig grossen Turnier der Fussball-Nati geht weiter. Im EM-Achtelfinal scheitert die Schweiz im Penaltyschiessen an Polen.

Publiziert: 25.06.16, 18:20 Aktualisiert: 26.06.16, 10:42

» Die Highlights des Spiels

«Die Enttäuschung ist natürlich riesig», sagte Xherdan Shaqiri nach dem Spiel im SRF. Die Mannschaft habe alles gegeben, so der Schweizer Torschütze beim Achtelfinal-Out gegen Polen.

«Wir haben alles gemacht, um zu siegen. Wir hatten die besseren Chancen und viel besser gespielt.»

Xherdan Shaqiri

Das Highlight des Spiels: Shaqiris fantastischer Fallrückzieher zum 1:1.
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25. Juni 2016<">

Wenn es zu einem Penaltyschiessen komme, seien die Aussichten halt stets 50:50, «da kann es passieren, dass man ausscheidet». Trotz des Ausscheidens im ersten K.o.-Spiel befand Shaqiri:

«Wir können stolz darauf sein, was wir erreicht haben.»

Xherdan Shaqiri

Neun von zehn Spielern verwandelten ihren Penalty. Der einzige, der nicht traf, war Granit Xhaka. Der an dieser EM so starke Regisseur der Nati drosch den Ball weit am Tor vorbei.

«Das ist Fussball. Die grössten Spieler haben schon in den wichtigsten Spielen verschossen.»

Shaqiri tröstet Xhaka

So bleibt Shaqiris Fazit: «Letztlich fehlte am Ende das Glück. Es war heute auf der Seite der Polen.»

Die entscheidende Szene: Xhaka zielt zu weit links.
Bild: Jason Cairnduff/REUTERS

Unglücksrabe Xhaka wies darauf hin, dass die Schweiz bis zur letzten Sekunde voll auf Sieg gespielt habe. Das zeige die Fortschritte, welche die Nati seit der WM in Brasilien erzielt habe. Zu seinem Fehlschuss in der Entscheidung sagte er:

«Einer muss in einem Penaltyschiessen den Fehler machen. Heute war ich es. Aber ich verspreche, ich werde beim nächsten Mal wieder hinstehen und wieder einen Penalty schiessen.»

Granit Xhaka

Auch Goalie Yann Sommer, der vor Shaqiris Ausgleich mit einer Glanzparade das 2:0 der Polen verhindert hatte, sah eine gute Leistung der Nati: «Wir machten einen guten Match, liessen hinten nicht viel zu. Es ist bitter für uns, es war ein harter Match bei sehr heissen Temperaturen.» Nun müsse er das Erlebte erst einmal sacken lassen:

«Die Niederlage geht mir sehr nahe. Wir sind sehr enttäuscht, wollten diesen Schritt unbedingt machen.»

Yann Sommer

Am Goalie lag's zuletzt, dass die Schweiz nach den Achtelfinals heimreisen muss: Sommer nach dem Out. Bild: Yves Herman/REUTERS

Bei den Penaltys habe nicht viel gefehlt, so Sommer. «Aber sie haben gut geschossen. Das Pech war etwas auf unserer Seite.»

«Die Mannschaft hat an diesem Turnier alles gegeben. Auch die Unterstützung der Fans war grossartig.»

Yann Sommer

Natitrainer Vladimir Petkovic meinte, dass die Schweiz ein besseres Resultat verdient habe, «so wie wir gespielt haben. Wir hätten vor dem Penaltyschiessen ein weiteres Tor erzielen müssen. Am Anfang waren wir wohl schon etwas nervös. Dann aber haben wir uns gefangen und gefunden und durchaus gut gespielt.»

«Meine EM-Bilanz bleibt positiv: Wir müssen die Lehren ziehen, uns verbessern und es beim nächsten Mal noch besser machen.»

Vladimir Petkovic

«Fazit der vier Spiele sehr positiv. Wir hätten es verdient gehabt, noch länger im Turnier zu bleiben.»

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Was schon vor dem Achtelfinal überall prognostiziert wurde, bestätigte sich in Saint-Etienne: Mit der Schweiz und Polen trafen zwei Teams aufeinander, die sich auf Augenhöhe begegnen. Die Osteuropäer starteten klar besser, doch in der Schlussviertelstunde und während der Verlängerung war die Nati drückend überlegen. So trifft die Analyse von Shaqiri und Sommer ins Schwarze: Das Glück war auf Seiten der Polen, das Pech bei der Schweiz.

Schweiz – Polen in Bildern

Aus. Ende. Vorbei. Polen jubelt, die Schweiz trauert. Das Team von Vladimir Petkovic scheitert an der EM in Frankreich im Achtelfinal. Die Polen haben in einem Krimi die besseren Nerven und entscheiden das Penaltyschiessen für sich. KEYSTONE / JEAN-CHRISTOPHE BOTT
Alles war angerichtet im Stade Geoffroy-Guichard von Saint-Etienne. EPA/EPA / MAST IRHAM
Die Stimmung im Stadion ausgezeichnet! Sowohl bei den Schweizern ... KEYSTONE / JEAN-CHRISTOPHE BOTT
... wie auch bei den Polen. AP/AP / Thanassis Stavrakis
KEYSTONE / JEAN-CHRISTOPHE BOTT
AP/AP / Thanassis Stavrakis
EPA/KEYSTONE / JEAN-CHRISTOPHE BOTT
EPA/EPA / YURI KOCHETKOV
AP/AP / Thanassis Stavrakis
Das Schweizer Team. Hintere Reihe von links: Xhaka, Behrami, Schär, Djourou, Seferovic und Sommer. Vordere Reihe: Rodriguez, Mehmedi, Dzemaili, Lichtsteiner und Shaqiri. KEYSTONE / JEAN-CHRISTOPHE BOTT
Die Polen. Hintere Reihe von links: Fabianski. Krychowiak, Milik, Jedrzejczyk, Glik, Piszczek. Vordere Reihe: Blaszczykowski, Grosicki, Maczynski, Lewandowski, Pazdan. AP/AP / Laurent Cipriani
Punkt 15.00 Uhr: Anstoss Polen. X01095 / Max Rossi
Bereits in der ersten Minute muss Yann Sommer mit einer Glanztat aufwarten, ganz knapp klärt der Schweizer Goalie vor dem heranbrausenden Robert Lewandowski. Dem vorausgegangen war ein Abspielfehler von Johan Djourou. X01095 / Max Rossi
Nationaltrainer Vladimir Petkovic treibt seine Spieler an ... EPA/EPA / YURI KOCHETKOV
... und beweist, dass er auch als Torhüter taugen würde. EPA/EPA / YURI KOCHETKOV
Die Schweiz hat mit Yann Sommer aber zum Glück einen soliden Rückhalt. EPA/EPA / MAST IRHAM
In der Offensive tun sich die Schweizer schwer. Admir Mehmedi zieht den Kürzeren gegen Lukasz Piszczek. X01095 / Jason Cairnduff
Aber das Einzige, das im polnischen Tor landet, ist Goalie Lukasz Fabianski. X01095 / Max Rossi
Dann die 39. Minute. Jakub Blaszczykowski kommt nach einem polnischen Konter im Schweizer Strafraum freistehend an den Ball. EPA/EPA / SERGEY DOLZHENKO
Diese Chance lässt sich «Kuba» natürlich nicht nehmen und erwischt Sommer zwischen den Beinen zum 1:0. EPA/EPA / ROBERT GHEMENT
Gross die polnische Freude über den Führungstreffer. EPA/EPA / ROBERT GHEMENT
Konsternation bei den Schweizern. AP/AP / Laurent Cipriani
In der zweiten Halbzeit wird das Spiel ruppiger. Fabian Schär stoppt Lewandowski im Mittelfeld mit einem rüden Foul. EPA/EPA / CJ GUNTHER
Daumenkino. EPA/EPA / CJ GUNTHER
EPA/EPA / CJ GUNTHER
EPA/EPA / CJ GUNTHER
Dafür sieht der Schweizer vom souveränen Schiedsrichter Mark Clattenburg zu Recht die Gelbe Karte gezeigt. Lewandowski kann nach kurzer Pflege übrigens weiterspielen. X01095 / Max Rossi
Die Schweizer sind bemüht, gegen die diszipliniert stehenden Polen Offensivakzente zu setzen. Hier lässt Shaqiri zwei Gegenspieler stehen, scheitert dann aber am dritten. X01095 / Max Rossi
Abschluss von Valon Behrami. EPA/EPA / MAST IRHAM
Der für Blerim Dzemaili eingewechselte Breel Embolo mit vollem Einsatz gegen Fabianski. X01095 / Max Rossi
Ricardo Rodriguez macht sich bereit für einen Freistoss aus vielversprechender Distanz. X01095 / Kai Pfaffenbach
Der Schuss des Linksverteidigers kommt gut, sehr gut sogar. X01095 / Jason Cairnduff
Doch der polnische Schlussmann Lukasz Fabianski kann mit einer Glanzparade klären. EPA/EPA / ROBERT GHEMENT
Die 82. Minute. Xherdan Shaqiri. WAS. FÜR. EIN. TOR!! X01095 / Kai Pfaffenbach
Ein Fallrückzieher für die Ewigkeit. X01095 / Max Rossi
Daumenkino zum Geniessen. EPA/EPA / CJ GUNTHER
EPA/EPA / CJ GUNTHER
EPA/EPA / CJ GUNTHER
EPA/EPA / CJ GUNTHER
Lukasz Fabianski hat keine Chance, der Ball findet via Pfosten den Weg ins Tor zum 1:1. X00446 / KAI PFAFFENBACH
Riesig die Freude bei Shaqiri, ähnlich gross die Erleichterung bei allen Schweizern. X01095 / Yves Herman
Der «Kraftwürfel» darf sich berechtigterweise feiern lassen. EPA/EPA / SERGEY DOLZHENKO
Beinahe wäre Embolo gar noch der Führungstreffer gelungen, sein Seitfallzieher ist aber nicht von Erfolg gekrönt. EPA/EPA / MAST IRHAM
Mit dem 1:1 geht es in die Verlängerung. Petkovic gibt Granit Xhaka nach Ablauf der regulären Spielzeit Instruktionen. X01095 / Kai Pfaffenbach
Die polnischen Spieler versuchen sich ein wenig zu erholen. X01095 / Max Rossi
Dem goldenen Tor in der Verlängerung am nächsten kommt Eren Derdiyok, doch Fabianski pariert den wuchtigen Kopfball. Somit muss das Penaltyschiessen entscheiden. EPA/EPA / YURI KOCHETKOV
Captain Stephan Lichtsteiner übernimmt für die Schweiz die Verantwortung als erster Penaltyschütze und verwandelt sicher. X01095 / Max Rossi
Robert Lewandowski tut es ihm aber gleich. X01095 / Max Rossi
Dann leistet sich ausgerechnet Granit Xhaka einen Fehlschuss. Der teuerste Schweizer Spieler setzt den Ball neben das Tor. X01095 / Kai Pfaffenbach
Die Polen bleiben fehlerlos, verwandeln alle fünf Penaltys und stehen darum im EM-Viertelfinal. EPA/EPA / MAST IRHAM
Grosse Enttäuschung bei den Schweizern. X01095 / Max Rossi
X01095 / Kai Pfaffenbach

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