DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
HANDOUT - Ein Unfall in einem Brunnenschacht in Schoenbach im Waldviertel in Oesterreich hat am Sonntag, 31. August 2014, drei Todesopfer gefordert. Im Bild: Die Unfallstelle. (APA/ORF/GERNOT ROHRHOFER) *** NO SALES, DARF NUR MIT VOLLSTAENDIGER QUELLENANGABE VERWENDET WERDEN ***

Dieser Brunnenschacht wurde für drei Menschen zur tödlichen Falle. Bild: APA/ORF

Drama in Brunnenschacht

Tochter wollte Vater retten, Ehemann wollte Frau retten – alle drei tot



Drei Mitglieder einer Bauernfamilie sind in Österreich in einem Brunnenschacht erstickt. Nach bisherigen Erkenntnissen wollte ein Bauer beim Pilzesuchen am Sonntag nebenbei den neuerrichteten Brunnen kontrollieren und stieg in die Tiefe. Dort wurde er nach Angaben der Behörden vermutlich durch Gärgase bewusstlos. 

Als der 54-jährige Mann nicht zurückkehrte, suchte die schwangere Tochter nach ihrem Vater und kletterte in den ein Meter schmalen und mehr als zehn Meter tiefen Schacht. Auch die 26-Jährige verlor das Bewusstsein. Schliesslich wollte sie ihr Mann (33) retten, für den der Brunnen im niederösterreichischen Schönbach ebenfalls zur tödlichen Falle wurde.

Kohlenmonoxid

In dem Schacht stellten die Retter später eine hohe Konzentration von Kohlenmonoxid fest. Das Gas könnte sich gebildet haben, weil laut Feuerwehr möglicherweise Grünschnitt oder Gras in den Schacht abgeladen worden waren. Eine Obduktion der Leichen soll die genaue Todesursache klären. Die schwangere Frau war zunächst wiederbelebt worden, starb aber auf dem Weg in die Klinik.

«Man kann es nicht in Worte fassen», sagte der Bürgermeister der 800-Seelen-Gemeinde, Ewald Fröschl, am Montag zur Nachrichtenagentur APA. Die Gemeinde werde so gut wie möglich helfen. So sollen Zivildienstleistende in der Landwirtschaft den Betrieb vorerst sichern. Auch die «Initiative Schönbach» für in Not geratene Gemeindebürger werde die Hinterbliebenen – es handelt sich um die Ehefrau des 54-Jährigen und den 87 Jahre alten Vater – unterstützen. (whr/sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Themen

Tote aus dem Thunersee ist identifiziert: Tätowierte Frau (31) stammt aus dem Baselbiet

Am 17. Januar ist bei Gunten eine vorerst unbekannte leblose Frau aus dem Thunersee geborgen worden. Nun konnte sie identifiziert werden, wie die Kantonspolizei Bern mitteilt. Es handelt sich um eine 31-jährige Schweizerin aus dem Kanton Basel-Landschaft. Die Ermittlungen zum Tötungsdelikt laufen weiter.

Die Polizei geht von einem Tötungsdelikt aus, wie sie in einer früheren Mitteilung schrieb. Es seien zahlreiche Hinweise aus der Bevölkerung eingegangen. Mehrere Ermittlerteams gingen diesen …

Artikel lesen
Link zum Artikel