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Durchgedreht

Patient kapert in Luzern Ambulanz und baut Unfälle

Ein Patient, der von einer Ambulanz in eine psychiatrische Klinik in Luzern gebracht werden sollte, wurde gewalttätig gegen das Begleitpersonal. Danach flüchtete er allein mit dem Ambulanzwagen und verursachte zwei Unfälle. 



Auf dem Weg in die psychatrische Klinik St.Urban LU hat am Freitag ein Patient in einer Ambulanz seine Begleiter angegriffen und das Fahrzeug gekapert. Auf der Flucht nahm ihn die Polizei nach einem Unfall fest, wie sie mitteilte. Die Begleiter wurden leicht verletzt. 

Der 19-jährige Mann wurde gegen 6 Uhr an seinem Wohnort im Luzerner Seetal vom Hausarzt wegen einer akuten psychischen Erkrankung in die Klinik eingewiesen. Während des Transports in der Ambulanz griff der junge Patient bei Hildisrieden LU plötzlich den Rettungssanitäter und den Fahrer an. Der Gewalttäter brachte das Auto unter seine Kontrolle. Danach rammte er den Wagen eines Passanten, der sein Auto samt Anhänger dem Patienten auf der Flucht in den Weg gestellt hatte.

Auf der Fahrt in Richtung Sempach LU verlor der Patient die Kontrolle über die Ambulanz. Sie kam von der Strasse ab, beschädigte einen Zaun und landete im Wiesland. Eine Polizeipatrouille nahm den Mann schliesslich fest. Er wurde von einem zweiten Ambulanzfahrzeug unter der Begleitung von Polizisten in die Psychiatrie gebracht. 

Polizei war vor Transport am Wohnort

Warum der Transport des Patienten zunächst ohne Polizisten durchgeführt wurde, ist unklar. Die Polizei sei am Wohnort des Mannes zugegen gewesen, sagte Günther Becker, Geschäftsleiter des Rettungsdienstes Seetal, auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda. Die Frage würde nun abgeklärt.

Ob eine solche Einweisung unter Begleitung der Polizei stattfinde, werde jeweils im Einzelfall entschieden, sagte Becker weiter. Obschon es ab und zu zu Aggressionen komme, habe der Rettungsdienst Seetal eine derartige Gewalttätigkeit noch nie erlebt.

Bei dem Zwischenfall erlitten die beiden Ambulanz-Mitarbeiter durch Schläge leichte Verletzungen unter anderem am Kopf, wie der Rettungschef sagte. Der Patient blieb nach Angaben der Polizei unverletzt. Am Ambulanzfahrzeug sowie am auf der Flucht gerammten Fahrzeug entstanden Sachschäden.

Der Rettungsdienst Seetal mit Sitz in Hochdorf LU betreibt rund um die Uhr zwei Ambulanzfahrzeuge. Die Firma beschäftigt zehn Festangestellte sowie 30 Freelancer. (whr/sda) 

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