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A woman smokes a cigarette in a pub in Zurich, Switzerland, pictured on April 26, 2010. (KEYSTONE/Alessandro Della Bella)

Eine Frau raucht in einem Lokal in Zuerich eine Zigarette, aufgenommen am 26. April 2010. (KEYSTONE/Alessandro Della Bella)

Diese Raucherin finanziert schön brav die AHV. Bild: KEYSTONE

Der Enthüller

Der Enthüller

Nationalrat will das Kettenrauchen fördern

Pavel Kulicka



Bern (den). Letzte Woche ging in Bern die Wintersession des Nationalrats zu Ende. Sie stand ganz im Zeichen der drohenden Überbevölkerung und der gleichzeitigen Überalterung der Schweiz. Nun haben linke Kreise letzten Freitag in der Debatte eine unorthodoxe Lösung für beide Probleme vorgeschlagen. 

«Wir wollen das Kettenrauchen fördern», sagt Jeanette Hutter, Fraktionspräsidentin der Grünsozialen Partei. «Kettenraucher zahlen durch die Tabaksteuer in die AHV ein, sterben früher und liegen somit der AHV später nicht auf der Tasche.» Hutter hofft, dass sich die Bevölkerung dadurch um 25 Prozent reduziert und die AHV durch die Zuschüsse über die nächsten 50 Jahre gesichert werden kann. «Wir wissen, dass sich Raucher einen Dreck um die eigene Gesundheit scheren. Deshalb wollen wir auch den Teer- und den Nikotingehalt der Zigaretten höher festlegen. Ziel sollte es sein, dass Raucher ein schnelles Ende finden und nicht zuerst noch durch Jahre der schmerzhaften Krankheit gehen müssen. Denn Krankheit kostet Geld und das wollen wir ja für die AHV zur Seite legen.»

Bei den rechten Parteien kamen die Argumente gut an. «Wir wissen ja, dass überdurchschnittlich viele Ausländer rauchen. Wenn wir die, die schon im Land sind, nicht ausschaffen können, dann unterstützen wir jeden Vorschlag, der uns die Ausländer sonst irgendwie vom Hals schafft», sagt Hubert Moor von den Rechtskonservativen. 

Den Vorwurf des Fremdenhasses weisst Moor aber weit von sich. «Wir haben überhaupt nichts gegen Ausländer, meine Putzfrau ist ja aus Serbien. Aber wir haben Angst, dass in vier Jahren alle mit Kopftuch rumlaufen. Auch wenn diese Angst erwiesenermassen unbegründet ist, unsere Wähler aus den ausländerfreien Teilen der Schweiz wollen solche Schauergeschichten hören und wir wollen alle wiedergewählt werden.»

Revellers attend the Cinetrip Future Disco bath party at Szechenyi Bath in Budapest in the early hours of August 10, 2014. REUTERS/Laszlo Balogh (HUNGARY  - Tags: SOCIETY)

In dieser Albanerbadi/-disco darf man vielleicht bald wieder rauchen. Bild: Reuters

Kirchen sind nicht erfreut

Obwohl sich die Nationalräte im Grundsatz einig sind, herrscht über die Umsetzung des Vorschlages noch Unklarheit. Die Parlamentarier des rechten Lagers wollen das Rauchverbot in allen Westschweizer Kantonen sowie in Albanerdiscos in Schlieren und Umgebung lockern. Die Linken hingegen fordern, dass in den Chefetagen der Grosskonzerne wieder hemmungslos gepafft werden darf. Auch überlegen sie sich, Raucherförderprogramme in ländlichen Gegenden zu lancieren.

Bei der Tabaklobby freut man sich über die Neuausrichtung der Raucherdebatte. «In einem liberalen Land darf der Bürger nicht durch den Staat bevormundet werden. Mir ist bewusst, dass dies eine leere Floskel ist und der Staat dem Bürger in allen möglichen Bereichen Vorschriften macht», sagt Lobbyist Nicola Huber, «aber als Lobbyist werde ich daminomal nicht fürs selbstständige Denken bezahlt», so Lobbyist Nicola Huber.

Keine Freude an der neuen Idee haben hingegen die Kirchen. «Raucher sind doch auch nur Sünder», sagt Bischof Vitus Holunder. «Und solange sie nicht geschieden oder schwul sind, haben sie unsere Gnade und unser Mitleid verdient. Da darf es doch nicht sein, dass wir ihren Tod herbeisehnen, nur um die Überbevölkerung zu stoppen.» 

Holunder und die Schweizer Bischöfe bringen deshalb einen anderen Vorschlag ins Spiel. «Es sollten wieder mehr Menschen Priester, Mönche und Nonnen werden. Dies würde den Bevölkerungszuwachs mindern. Die Altersvorsorge könnte durch eine Zwangssteuer finanziert werden. Das macht die Kirche schon seit Jahrhunderten so.»

Der Enthüller

Hart recherchierte Fakten, fundierte Kritik und realistische Analysen? Die gibt es anderswo. Chefredaktor Buzz Orgler und sein Praktikant Pavel Kulicka decken auf, was keiner wissen will. Ob Berichte über einen Schwangerschaftstest fürs iPhone oder mit Zwiebeln verunreinigte Kebabs, die beiden gescheiterten Journalisten sind sich für keine satirische Schlagzeile zu schade. Und schneller als die Wahrheit sind sie noch dazu.

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Bundesrat verbietet internationalen Tag des Glücks

Bern (den) – Schlechte Nachrichten für alle, die am 20. März den internationalen Tag des Glücks feiern wollten. Der von der UNO ausgerufene Feiertag darf in der Schweiz nicht zelebriert werden. Dies hat der Bundesrat heute in einer Erklärung auf seiner Webseite bekanntgegeben. «Als neutraler Staat kann die Schweiz an diesem Anlass leider nicht teilnehmen», heisst es da. Und weiter: «Öffentlich zelebrierte Fröhlichkeit passt jenseits des ersten Augusts nicht zum Naturell …

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