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Wie viel Energie spare ich, wenn nicht alle Geräte immer laufen?

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Bild: Shutterstock
Madame Energie

Wie viel Energie spare ich wirklich, wenn nicht alle Geräte immer laufen?

Ich arbeite – übrigens nicht erst seit Corona – zu einem guten Teil im Homeoffice. Viel brauche ich dafür nicht. Einen Laptop, einen Drucker und eine Kaffeemaschine. Die Zimmer meiner Teenie-Kids bevölkern je ein Laptop plus eine Playstation. Und ich gestehe: Alles ist im ständigen Standby-Modus.
12.10.2022, 08:2512.10.2022, 08:25
Sandra Casalini
Sandra Casalini
Contentpartnerschaft mit EnergieSchweiz
Dieser Blog ist eine Contentpartnerschaft mit EnergieSchweiz. Die Beiträge werden von der freischaffenden Journalistin Sandra Casalini verfasst.

Gemeinsam für eine nachhaltige Energiezukunft! EnergieSchweiz setzt sich als Förderprogramm des Bundesamts für Energie mit freiwilligen Massnahmen für den Ausbau erneuerbarer Energien und der Steigerung von Energieeffizienz ein. Mittels Information, Beratung, Aus- und Weiterbildung von Fachkräften sowie Massnahmen zur Qualitätssicherung setzt sich EnergieSchweiz dafür ein, die Ziele der Energiestrategie 2050 zu erreichen.

Mehr über das Energie-Förderprogramm EnergieSchweiz erfährst du unter www.energieschweiz.ch.

Es handelt sich nicht um bezahlten Inhalt.

Wer mich aus meinem Blog «Rund um gsund» kennt, weiss, dass Kaffee, sagen wirs mal so: einen recht hohen Stellenwert geniesst in meinem Leben. Ohne den Gedanken an die erste Tasse des Tages würde ich es nicht aus dem Bett schaffen, davon bin ich überzeugt. Ein Knopfdruck, ein paar Sekunden warten – aaah! Ich liebe das Geräusch, den Geruch, den ersten Schluck. Und dass sie schon morgens parat ist für mich. Und es für den Rest des Tages bleibt. Denn wenn ich Kafi brauche, brauche ich ihn sofort, nicht in ein paar Minuten. Das Koffein-Programm ist für mich das, was für andere Zigaretten sind: Je nach Situation brauche ich es zur Beruhigung, zur Anregung, zum Nachdenken, oder einfach, um mal Pause zu machen.

Reine Gewohnheit. Oder Faulheit.

Beim Laptop ist es so: Wenn ich tags zuvor unterwegs war, ist er meist ausgeschaltet. Dann mache ich mir nach dem Nachhausekommen nicht die Mühe, ihn aufzustarten, und beantworte ultrawichtige Mails, wenns die gibt, auf dem Handy. War ich im Homeoffice, blieb er grösstenteils auch über Nacht auf Standby. Ich gehöre zu der Sorte Leute, die alles immer sofort erledigt haben muss. Nicht unbedingt nur aus Pflichtgefühl, sondern weil ich Angst habe, dass sonst etwas vergessen geht.

(Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie oft ich während des Tages in irgendeinen Raum gehe, dort eine Weile rumstehe, mir überlege, was ich eigentlich wollte, und wieder rausgehe.)

Wenn mir abends noch irgendetwas einfällt, erledige ich es einfach lieber gleich. Warum ich den Drucker in ständiger Bereitschaft halte, weiss ich ehrlich gesagt gar nicht genau. Ich drucke nicht öfter als drei, viermal pro Tag. Reine Gewohnheit, vermutlich. Oder Faulheit.

«Wenn die Teenager zu Hause sind und nicht essen, schlafen oder lesen, sitzen sie vor irgendeinem Bildschirm. Dass sie die dazugehörigen Geräte irgendwann mal ganz abschalten, halte ich für unwahrscheinlich.»

Apropos Gewohnheit: Ich bin in einem südländisch geprägten Haushalt aufgewachsen. Der Fernseher dient da öfter mal einfach als Geräuschkulisse. Ich gestehe, dass ich das hin und wieder auch noch so mache, wenn ich allein zu Hause bin. Ansonsten schaue ich nicht allzu oft TV (wenn, dann mal Netflix und Co.) und die Teenies sowieso nicht. Die sind jetzt in einem Alter, in dem man nur dann mitbekommt, dass sie zu Hause sind, wenn sie auf Nahrungssuche durchs Haus schleichen. Oder wenn man Geräusche aus ihren Zimmern vernimmt. Dann sind sie entweder am Chatten oder am Spielen.

Und wenns ruhig ist, sind sie am Schlafen, am Lernen (man darf ja auch als Mutter gewisse Hoffnungen haben) oder am Serien schauen. Jedenfalls: Wenn sie zu Hause sind und nicht essen, schlafen oder lesen (meine Tochter macht das tatsächlich, ich habs schon gesehen!) sitzen sie vor irgendeinem Bildschirm. Dass sie die dazugehörigen Geräte irgendwann mal ganz abschalten, halte ich für unwahrscheinlich. Ich habs nie von ihnen verlangt, weil ichs ja selbst auch nicht mache. Weil ich mir bis anhin gar nicht gross Gedanken darüber gemacht habe. Und weil ich nicht dachte, dass ich nur durchs Abschalten dieser Geräte für ein paar Stunden einen Haufen Strom sparen könnte. Liege ich falsch?

Das sagt die Expertin

Mihaela Grigorie, Expertin für Elektrogeräte beim Bundesamt für Energie:

«Gewohnheiten sind schwer zu ändern – aber manchmal lohnt es sich. Je nach Art und Alter verbraucht ein Gerät, das 24 Stunden am Tag in Standby ist, pro Jahr zwischen 4 und 60 kWh. Das sind bei einem Stromtarif von 25 Rappen pro kWh ein bis fünfzehn Franken pro Gerät. Wer ab einer bestimmten Uhrzeit die Geräte ausschaltet, kann also einiges an Strom sparen. Tipp: Durch Zusammenfassen der Home-Office (Laptop, Drucker, Router) oder der Home-Entertainment-Geräte (TV, Heimkinosystem, Spielkonsole) auf jeweils eine gemeinsame, schaltbare Steckdose oder Steckerleiste kann der unerwünschte Standby-Verbrauch durch einen einzigen Knopfdruck vermieden werden. Wenn die Steckerleiste an eine Smarte Steckdose angeschlossen ist, kann das Aus- und Einschalten sogar per App zu programmierbaren Zeiten erfolgen. So geht es nicht vergessen.»

Mal ehrlich: Wie habt ihrs so mit euren Elektrogeräten? Ist euer Home Office allzeit bereit, oder haben auch Laptop und Co. irgendwann mal Feierabend? Tipps, aber auch Fragen sind in den Kommentarspalten herzlich willkommen.

Über die Autorin:

Sandra Casalini ist Journalistin, Kolumnistin und Bloggerin, und schreibt am liebsten mitten aus dem Leben. In der Schweizer Illustrierten erzählt sie regelmässig aus ihrem Alltag als Mutter von zwei Teenagern, auf Watson bloggt sie über alles, was mit Gesundheit zu tun hat. Dem Thema Energie nimmt sie sich auf die gleiche Art und Weise an wie den beiden anderen Themen: nicht als Expertin, sondern als normale Frau, die immer wieder damit in Berührung kommt. Aber immer mit Humor und auch mal mit einer Prise Ironie.
Sandra Casalini, bei sich zu Hause in Thalwil, am 04.12.2018, Foto Lucian Hunziker
bild: lucia hunziker
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