Blogs
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Frau Medikamente

Gleiche Wirkung, günstigerer Preis: Generika. Bild: shutterstock.com

Money Matter

«Werden meine Krankenkassen-Prämien günstiger, wenn ich konsequent Generika nehme?»

Anina (27): «Werden meine Krankenkassen-Prämien günstiger, wenn ich konsequent Generika nehme statt Original-Präparaten?»

Elisabeth rizzi / Comparis



Liebe Anina

Das Krankenversicherungs-Gesetz belohnt kostenbewusste Patienten zwar in vielerlei Hinsicht. So gibt es einen Prämienrabatt für die Wahl eines alternativen Versicherungsmodells, bei dem die Versicherten auf die freie Arztwahl verzichten. Ebenso vergünstigt sich die Krankenkassenprämie mit zunehmender Franchise – also einer höheren Kostenbeteiligung der Patienten an Behandlungen.

Bei Generika gibt's keine generelle Prämienreduktion

Anders verhält es sich bei Generika; also Nachbildungen von Medikamenten, deren Patentschutz abgelaufen ist. Alternative Versicherungsmodelle und Wahlfranchisen schaffen zwar Anreize für Generika. Jedoch gibt es keine Versicherung mit einem generellen Prämienrabatt für den Generikakauf.

Allerdings sind Generika in aller Regel aufgrund der tieferen Entwicklungskosten günstiger als die Originalpräparate. Grundsätzlich können Konsumentinnen und Konsumenten durch den Kauf von Generika bis zu 70 Prozent sparen. Jedoch gibt es nicht für alle Medikamente Generika: Patentierte Originalpräparate profitieren 20 Jahre von ihrem Patentschutz. In dieser Zeit darf der Wirkstoff ausschliesslich zur Herstellung des Ursprungsmedikaments verwendet werden.

Contentpartnerschaft mit Comparis.ch

Dieser Blog ist eine Contentpartnerschaft mit Comparis.ch. Die Fragen in dieser Rubrik wurden dem Kundencenter von Comparis gestellt und von Experten beantwortet. Die Antworten werden als Ratgeber in dieser Rubrik veröffentlicht. Es handelt sich nicht um bezahlten Inhalt. (red)

Bestrafung für Kauf von Originalpräparat

Wo Generika vorhanden sind, können Versicherte allerdings bestraft werden, wenn der Arzt das Originalpräparat verschreibt und der Apotheker dieses nicht durch ein Generikum ersetzt. Der Grund: An den von der Krankenversicherung gedeckten Medikamentenkauf müssen Versicherte einen Selbstbehalt leisten. Dieser beträgt grundsätzlich 10 Prozent der die Franchise übersteigenden Kosten. Aber bei Medikamenten mit abgelaufenem Patentschutz kann der Selbstbehalt auf 20 Prozent erhöht werden.

Der höhere Selbstbehalt gilt für alle kassenpflichtigen Arzneimittel, für die Generika verfügbar sind, und wenn die Originalpräparate auf Basis des Fabrikabgabepreises den Durchschnitt des günstigsten Drittels aller zugelassenen und gelisteten Arzneimittel mit gleicher Wirkstoffzusammensetzung um mindestens 10 Prozent übersteigen.

Ausgenommen sind einzig Medikamente, die der Arzt oder Chiropraktiker ausdrücklich auf dem Rezept verschreibt, weil medizinische Gründe für das teurere Original sprechen. Die von der 20-Prozent-Regelung betroffenen Medikamente publiziert das Bundesamt für Gesundheit jährlich auf seiner Spezialitätenliste.

Viele Grüsse von Comparis.ch

Fragen? Fragen!

Hast du noch Fragen zu diesem Thema? Oder hast du eine Frage, die die Comparis-Experten einmal beantworten sollten? Dann schreib eine E-Mail an money-matter@comparis.ch!

Und jetzt: Medikamente neu interpretiert von Zukkihund

Abonniere unseren Newsletter

5
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
5Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Booker 23.02.2020 06:34
    Highlight Highlight Generika sind nur billige und oftmals schlechte Kopien vom Original und deshalb auch billiger. Es muss nichts in Forschung und Entwicklung investiert werden. Damit spart man zwar viel Geld, verliert aber auch bei er Wirksamkeit oder auf Patientenseite. Die Dosen stimmen nicht so wie beim Original (über die Zeitachse gesehen), es schmeckt anders und wirkt halt nicht gleich.
    Die Medikamentenpreise tragen wenig dazu bei zu unseren hohen KK Prämien.
  • Mügäli 21.02.2020 17:09
    Highlight Highlight Nein .. die Kostensteigerungen basieren nicht einzig auf den Medikamentenpreisen .. das Gesundheitswesen ist zu einem riesigen ‚Geldverdienermarkt‘ mutiert .. wir sparen an einem Ende und am anderen Ende wird das doppelte an neuen Kosten generiert .. wenn wir wirklich die Kosten in den Griff bekommen wollen müssen wir komplett umdenken (die nordischen Länder zeigen wie‘s geht) .. aber solange unsere Politiker kräftig an diesem System mitverdienen wird sich nichts ändern und die Prämien werden weiter steigen ...
  • Hansdamp_f 21.02.2020 14:26
    Highlight Highlight Werden meine Krankenkassenprämien günstiger, wenn abzockende Vermittler wie Comparis, die sich als Konsumentenschutzorganisationen aufspielen, vom Markt verschwinden?
  • Basswow 21.02.2020 14:10
    Highlight Highlight Ich (frage für einen Freund): «Werden meine Krankenkassen-Prämien günstiger, wenn ich konsequent keine Generika nehme sowie auch Original-Präparate?»
  • Fairness 21.02.2020 12:33
    Highlight Highlight Kaum. Die sind ja grossenteils kaum günstiger als das Original. Und dass der Hauptwirkstoff gegenüber dem Original minus/plus 20% variieren darf, ist oft spürbar. Das Zusammenwirken mit den Hilfsstoffen ebenso.

Money Matter

«Wer zahlt eigentlich, wenn ich wegen des Corona-Virus nicht mehr arbeiten kann?»

Beat (35): «Das Corona-Virus rückt immer näher. Wer zahlt eigentlich, wenn ich in Quarantäne muss und nicht mehr arbeiten kann?»

Lieber Beat

Eine Quarantäne muss behördlich angeordnet oder von deinem Arbeitgeber verfügt werden. Bleibst du aus rein persönlicher Angst vor einer Ansteckung von der Arbeit fern, entfällt jeglicher Anspruch auf Lohnfortzahlung. Es droht sogar die fristlose Entlassung. Eine Ausnahme besteht einzig, wenn dein Arbeitgeber im Hinblick auf die Pandemie Hygienevorschriften missachtet bzw. keine geeigneten Massnahmen zum Schutz des Personals ergreift.

Bei einer behördlich oder vom Betrieb angeordneten …

Artikel lesen
Link zum Artikel