Blogs
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Yonnihof

LINKE UND NETTE: Von wegen «kleine Schwester von Scheisse»

Bild: shutterstock.com

RECLAIM THE NICENESS!



Die SVP hat’s mal wieder getan. Wie ein kleines Kind, das Aufmerksamkeit sucht, indem es einen Gaggi an die Wand malt (nicht zu verwechseln mit SEINEN Gaggi an die Wand malt), hat sie mit ihren Apfelplakaten für Furore gesorgt. Äusserst erfolgreich – was denn die Aufmerksamkeit angeht. Es ergoss sich die zu erwartende Kritik und dann die Kritik an der Kritik und dann «Warum gibt man sowas überhaupt eine Plattform??!!1!!», etc., etc., blabla.

Schwarze und weisse Schöfli, schlitzende Kosovaren, Linke und Nette. Same shit, different day.

Ich kann’s ja nachvollziehen. Mit dem durch die – gemäss gewissen Parteiexponenten inexistente – Klimaerwärmung verursachten Gletscherwasser schwimmen der Partei die Felle davon. Da bleibt neben dem Pochen auf «das Asylproblem» halt nicht viel ausser «DI ANDERE SIND IMFALL ALLI NA VILL DOOFER ALS MIR», um die letzten Hardcore-Fans wenigstens bis zu den Wahlen bei Laune zu halten.

Auch hier: Ich denke, das funktioniert. Bei denen, die noch übrig sind, zumindest. Spannend ist an den Plakaten nebst der wunderschönen (not) Bildgestaltung einmal mehr die Sprache. «Sollen Linke und Nette die Schweiz zerstören?»

SOLLEN SIE? SOLLEN SIIIIIE?! NEIN, BHÜET MI DE HÜEHNERVOGEL. Beziehungsweise: BHÜET OIS DÄ ZOTTEL! Gschnäll SVP wähle!

Dass die SVP als Rechtspartei etwas gegen Linke hat, kann ich ja noch nachvollziehen, das liegt ja quasi in der Natur der Sache. Und gegen gewisse Linke sowieso, denn links ist bei weitem nicht immer gleich nett und da gibt’s ganz viele am äussersten Rand, die mir genauso gegen den Zeiger gehen wie ihre Kumpanen am anderen Ende des Spektrums.

Aber gegen Nette? Wann ist Nettsein eigentlich so hassenswert geworden? «Die kleine Schwester von Scheisse» wurde es einst betitelt.

freundliche frau

Was ist falsch an «nett»? Bild: shutterstock.com

Finden wir tatsächlich nur noch schön, was kaputt ist? Oder ist diese ganze Rhetorik auch einfach eine Strategie, uns das Leben einfacher zu machen, weil wir dann hassen und hetzen und beleidigen können – und schuld sind die anderen, die Weichen, die Netten?

Wo bleibt die Rückkehr zu traditionellen Werten, wenn’s um Anstand und Rücksichtnahme geht? Darauf berufen tut man sich ja schon immer noch sehr gerne – wenn’s einem denn in den Kram passt. Wenn «der Ausländer» am Bahnhof einen Schweizer anpöbelt, zum Beispiel, dann «fehlt’s ihnen halt an Kinderstube, diesen rückständigen Wilden», aber wehe, man darf dem Schokokuss nicht «M*****kopf» sagen, du – FÜRIO!

«MAN DARF HEUTE ÜBERHAUPT NICHTS MEHR SAGEN!!!», kommt denn auch gerne von Menschen, die ständig immer allen alles sagen, inklusive, dass man heute überhaupt nichts mehr sagen darf. Polter-di-Polter.

Man kann nun natürlich sagen, ich sei nicht neutral. Und das wäre absolut korrekt. Von den Medien wird oft mehr Neutralität verlangt, aber einerseits ist das hier eine Kolumne, die per Definition nicht den Anspruch hat, neutral zu sein; und andererseits kommt mir bei dieser Diskussion stets eine Aussage der ehemaligen internationalen CNN-Chefkorrespondentin Christiane Amanpour in den Sinn, die einst sagte: «I believe in being truthful, not neutral», dt.: «Ich glaube an Wahrheitstreue, nicht Neutralität».

Allen Seiten mit ihren Ansichten gleich viel Gewicht zu geben, sei ein Bias, also eine Verzerrung, in sich, vor allem bei Extremen. Sie wünsche sich eine Rückkehr zu faktenbasiertem Journalismus und eine «Abkehr von der Banalisierung der Wahrheit».

Es geht mir darum, sich ab und zu bewusst zu werden, wie sehr in letzter Zeit Begriffe zu verschwimmen beginnen und wie Grenzen in Sachen Hass verwischen, in den Köpfen, dann in den Worten und dann in Form von Taten hinaus in die Welt.

Ich erinnere mich an einen sehr lesenswerten Leitartikel in der NZZ im Nachgang zum Anschlag in Christchurch im März (ich kann den Artikel selbst leider nicht mehr finden, sonst hätte ich ihn verlinkt), der sehr viele gute Analysen unterschiedlicher Ursachen und Dynamiken lieferte.

In einem Punkt war ich jedoch mit dem/r Autor/-in uneinig: Damit, dass solche Geschehnisse nichts mit Menschen wie Donald Trump zu tun hätten. Das geht ein wenig in die Richtung von: «Nicht Waffen töten Menschen, Menschen töten Menschen» – ja, das mag rein technisch stimmen, aber es ist doch reichlich naiv, zu behaupten, Waffen würden das Töten nicht massiv vereinfachen.

freundliche frau

Nett, oder? Bild: shutterstock.com

Natürlich ist Trump selbst nicht derjenige, der bei all diesen rassistisch motivierten Terroranschlägen den Abzug gedrückt hat, nur wissen wir ja auch alle, dass Zündschnüre nicht unbedingt da anfangen, wo Dinge in die Luft gehen. Und dass es nicht immer gleich eine Handgranate sein muss, sondern dass der stete Funke auch irgendwann zur Explosion führen kann.

Nochmal: Ich spreche die Täter in keinster Form von ihrer Verantwortung frei. Ich sage nur, dass Menschen wie Trump gerne da und dort Briefchen mit Streichhölzern deponieren und sagen: «Lueg mal, wie schön das flackeret».

Und wir wissen ja seit Mani Matter, was passiert, wenn man «es Zündhölzli aazündt».

Ich mag nette Menschen, ich mag rücksichtsvolle Menschen, ich mag reflektierte Menschen (an allen Enden des Politspektrums).

Ich glaube an die Macht der Worte und dass sie vermögen, schleichend Grenzen verschwimmen und ultimativ verschwinden zu lassen. Grenzen von dem, was man denken, was man sagen und dann auch was man tun kann/darf/soll.

Diese Dynamik hat in Donald Trump eine orangene Galionsfigur gefunden – in einem Mann, der nach #metoo fand, dies seien gerade «für junge Männer furchteinflössende Zeiten», und der einen KKK-Aufmarsch als «some very fine people» bezeichnete. Würg.

Aber man muss für moderatere Ausprägungen dieser seltsamen Banalisierungs- und Umkehrrhetorik nicht übers Meer fahren, sondern kann sich die Plakatwand um die Ecke anschauen.

freundliche frau

Nett. Bild: shutterstock.com

Hier machen nun also die Netten die Schweiz kaputt. Aber was bedeutet «die Schweiz» überhaupt? Geht es um Werte? Geht es um Wohlstand? Geht es um Sicherheit? Sind wir tatsächlich im Begriff, unsere Identität ein paar trümmligen Würmern zu überlassen, die sie von innen auffressen, aushöhlen und verrotten lassen wollen?

Hinterfragen wir gar nicht mehr, was hier überhaupt gesagt und gemeint wurde, weil wir viel zu fest damit beschäftigt sind, uns über das Plakat aufzuregen (damit meine ich auch meine Wenigkeit, siehe oben, mea culpa)? Glückwunsch zum gelungenen Ablenkungsmanöver, also?

Die BDP startete dieses Jahr mit einem gewagten Slogan in den Wahlkampf: «Langweilig, aber gut.» Mir ist das, obwohl ich nicht BDP wähle, sehr sympathisch, denn es geht als Grundsatz in eine Richtung, in der ich mir Politik (rechts und links!) wieder mehr wünschen würde: Ohne Polemik, ohne Populismus, ohne Ego-Shows und Aufwiegeln. Weniger «Game of Thrones», mehr «Game of Was machemer jetz?». Drum hier ein High 5 an die BDP zu ihrem «Reclaim the Boredom»!

Und eine kleine Aufforderung zu «Reclaim the Niceness»!

Ich mag nette Menschen, ich mag rücksichtsvolle Menschen, ich mag reflektierte Menschen (wieder: an allen Enden des Politspektrums). Und ich will mir durch diese seltsame Umdreh-Rhetorik auch nicht das Gegenteil einreden lassen.

Bin ich nun «eine Nette»? Bin ich die naive «kleine Schwester von Scheisse»?

Vielleicht. Aber ich bin immer noch lieber die kleine Schwester als der grosse Bruder himself.

Yonni Moreno Meyer

Yonni Moreno Meyer (37) schreibt als Pony M. über ihre Alltagsbeobachtungen – direkt und scharfzüngig. Tausende Fans lesen mittlerweile jeden ihrer Beiträge. Bei watson schreibt die Reiterin ohne Pony – aber nicht weniger unverblümt.
Pony M. auf Facebook
Yonni Moreno Meyer online

Bild

«Eine Frau zu sein ist brutal anstrengend»

Play Icon

Das könnte dich auch interessieren:

Shaqiri? Xhaka? Von wegen! Zwei Torhüter sind die besten Schweizer bei «FIFA 20»

Link zum Artikel

Wo du in dieser Saison Champions League und Europa League sehen kannst

Link zum Artikel

Warum wir bald wieder über den Schweizer Pass reden werden

Link zum Artikel

15 Bilder, die zeigen, wie wunderschön und gleichzeitig brutal die Natur ist

Link zum Artikel

St. Galler Polizist schiesst sich aus Versehen in den Oberschenkel

Link zum Artikel

Die amerikanische Agentin, die Frankreichs Résistance aufbaute

Link zum Artikel

So erklärt das OK der Hockey-WM in der Schweiz die Ähnlichkeit zum Tim-Hortons-Spot

Link zum Artikel

Der Kampf einer indonesischen Insel gegen den Plastik

Link zum Artikel

Eine Untergrund-Industrie plündert Banking-Apps wie Revolut – so gehen die Betrüger vor

Link zum Artikel

Die lange Reise der Schiedsrichter-Pfeife an die Rugby-WM nach Japan

Link zum Artikel

Federer/Nadal necken sich wie ein altes Ehepaar und McEnroe will «ihre Karrieren beenden»

Link zum Artikel

«Informiert euch!»: Greta liest den Amerikanern bei Trevor Noah die Leviten

Link zum Artikel

«Ich bin … wie soll ich es sagen … so ein bisschen ein Arschloch-Spieler»

Link zum Artikel

Eins vor Tod will ich Sex und (eventuell) eine Ohrfeige

Link zum Artikel

«Kein Brexit ohne Parlament!» John Bercow sagt Johnson in Zürich den Kampf an

Link zum Artikel

«Ich hatte Sex mit dem Ex meiner besten Freundin…»

Link zum Artikel

Wie gut kennst du dich in der Schweiz aus? Diese 11 Rätsel zeigen es dir

Link zum Artikel

Diese 9 Food Trucks aus New York wünschen wir uns in der Schweiz (weil absolut 🤤)

Link zum Artikel

CVP fährt grosse Negativ-Kampagne gegen andere Parteien – die Reaktionen sind heftig

Link zum Artikel

YB droht Bickel mit Gericht, nachdem er als Sportchef 40 Mio. verlochte

Link zum Artikel

Röstigraben im Bundeshaus: «Sobald ich auf Deutsch wechsle, sinkt der Lärm um 10 Dezibel»

Link zum Artikel

So schneiden die Politiker im Franz-Test ab – wärst du besser?

Link zum Artikel

Alles, was du über die neuen iPhones und den «Netflix-Killer» von Apple wissen musst

Link zum Artikel

Migros Aare baut rund 300 Arbeitsplätze ab

Link zum Artikel

Die Geschichte von «Ausbrecherkönig» Walter Stürm und seinem traurigen Ende

Link zum Artikel

«In der Schweiz gibt es zu viel Old Money und zu wenig Smart Money»

Link zum Artikel

Keine Angst vor Freitag, dem 13.! Diese 13 Menschen haben bereits alles Pech aufgebraucht

Link zum Artikel

Matheproblem um die Zahl 42 geknackt

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

99
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
99Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • TheBase 28.08.2019 07:40
    Highlight Highlight Besten Dank für diesen tollen Text, Yonni!
  • fools garden 27.08.2019 22:12
    Highlight Highlight Ich hätte gerne Wirtschaftskapitäne die sich für unsere Umwelt einsetzen, dabei dürfen sie gerne auch nett sein, und etwas Moral und Anstand besitzen.
  • zeusli 27.08.2019 20:28
    Highlight Highlight Irgendwer muss ja irgendwie die Opferherde bewirtschaften, auch wenn diese Herde hoffentlich immer kleiner wird😬🐑
  • BigE 27.08.2019 15:17
    Highlight Highlight Ich frage mich immer wieder, warum man von Journalisten „Neutralität“ verlangt. Wenn ich die Weltwoche lese, erwarte ich keine netten Storys über Asylsuchende und wenn ich watson lese, dann keine solche über Trump. Und ich weiss, wie ich diese Nachrichten einzuordnen habe. Was ich erwarte ist Ehrlichkeit. Ich mag nicht belogen werden. Neutralität verlange ich nur von Polizisten und Richtern im Dienst.
  • Tigger622 27.08.2019 11:07
    Highlight Highlight Sehr guter Artikel.
    Mich stört zur Zeit sehr, dieses Schubladendenken. Die Guten Linken, die bösen Rechten, Arm,Reich etc. Wir leben alle auf dieser Welt,egal welche Herkunft,welche Hautfarbe und die Kluft wird immer größer und einige wenige profitieren, zum Nachteil der anderen. Alle Seiten werden immer radikaler. Wäre es nicht super, wenn alle mal wieder an einem Strang ziehen würden? Ich weiß es mag Utopie sein aber wenn jeder wenigstens ein kleinen Schritt machen würde bzw. etwas bewusster durch Welt geht,würde sich wirklich mal was ändern.
    • Magenta 27.08.2019 16:23
      Highlight Highlight Ein Herzchen für Dich: ❤

      Und ich mag Dein Profilbild! Tigger war immer mein Liebling 😍
  • Magenta 27.08.2019 10:15
    Highlight Highlight Rechts und nett geht übrigens auch!

    Würde ich die passende Partei erfinden, wäre das ihr Programm:

    - Menschen sind einzig nach ihrem Verhalten zu beurteilen (denn das können sie ändern, die Hautfarbe nicht)
    - Ohne gesellschaftliche Regeln geht es nicht: Kriminalität und Schmarotzertum gehören sanktioniert
    - Sozial Schwache sind zu unterstützen
    - Nachhaltigkeit ist über Profit zu stellen
    - Das Tierwohl ist deutlich höher zu gewichten
    - Das (Bevölkerungs- und Wirtschafts-)Wachstum ist zu bremsen (und ja: es WIRD weh tun!)
    - Religion hat im öffentlichen Raum nichts zu suchen.
    - Netzneutralität
    • Daniel Caduff 27.08.2019 11:14
      Highlight Highlight Und was soll daran "rechts" sein?

      Unterstützung von sozial Schwachen?
      Nachhaltigkeit über Profit?
      Tierwohl höher gewichten?
      Wirtschaftswachstum bremsen?
      Zurückdrängen der Religion aus dem öffentlichen Raum?
      Netzneutralität?

      Das sind alles einfach klassische linke Positionen.

      check mal www.smartvote.ch und Du wirst feststellen, wer Dich in diesen Positionen unterstützt. Alles links der Mitte.
    • Tilia 27.08.2019 15:08
      Highlight Highlight Ich wähl dich 🥰
    • Magenta 27.08.2019 16:10
      Highlight Highlight @Daniel:

      In Sachen Migration/Kriminalität bin ich konservativ. Deshalb bezeichne ich mich als rechts, weil das leider oft der einzige Massstab für die Einteilung nach "gut" und "böse" ist.

      Du hast genau das aufgedeckt, was ich aufzeigen wollte: Man kann in Sachen Migration klare Forderungen stellen (z.B. Sprache lernen) und trotzdem auch Benefits geben, menschlich agieren. Und man kann auch als "Rechte" sozial Schwache unterstützen, umweltbewusst konsumieren, wirtschaftskritisch sein.

      Es braucht einfach wieder mehr Herz. ❤

      ...und wir brauchen mehr Zeichen im Kommentarfeld 🙄
    Weitere Antworten anzeigen
  • sturzendiego 27.08.2019 08:52
    Highlight Highlight Die "Linken und Netten" ist eigentlich nur sowas wie ein Ausdruck, so als Kontrast zu den "Rechten und Bösen", hat also nicht zwingend damit zu tun, dass die SVP etwas gegen nette Menschen hat. Just sayin'...
  • Altweibersommer 27.08.2019 08:25
    Highlight Highlight Die Löhne sind seit 30 Jahren praktisch nicht gestiegen. Hingegen steigt die Belastung durch Miete, Krankenkasse, etc. verhältnismässig massiv, sprich: Die Leute in den Tieferen Einkommensregionen haben immer weniger zum Leben und das obwohl der "Wohlstand" zunimmt. Ich kann sehr gut verstehen, warum da einer wütend wird. Nur: Die Vergangenheit zeigt, dass es nicht reicht, einfach den "anderen" die Schuld dafür zu geben und sich ab dieser Frage zu überwerfen ohne die wirklichen Probleme zu diskutieren.
    • Magenta 27.08.2019 10:16
      Highlight Highlight Ich stimme Dir grundsätzlich zu, aber dass die Löhne in den letzten 30 Jahren "praktisch nicht gestiegen sind", ist absoluter Nonsense.
  • dracului 27.08.2019 07:43
    Highlight Highlight Obwohl ich das Verschwinden des Anstands in der Politik auch bedaure, meint aber „nett“ als Politpropaganda etwas Anderes: Nettigkeit bedeutet, dass die Schweiz alle Ausländern willkommen heisst und jedem und jeder Sozialleistungen geben will. „Nett“ ist eine Lebenshaltung für das Fehlen einer „harten Linie“. Erst wenn alles allen gehört, wird es „nett“. Die Auflösung der traditionellen Werten hin zum Kommunismus ist das ultimative Ziel der „Netten“. Die Netten wollen für die Schweiz auch nicht kämpfen (= Armee). Darum sind „die Netten“ für die SVP immer noch ein schlimmes Feindbild.
  • Menel 27.08.2019 06:33
    Highlight Highlight Worte prägen und verändern unsere Wahrnehmung.

    Danke für diesen tollen Artikel 😊👍

  • Die_andere_Perspektive 27.08.2019 06:25
    Highlight Highlight Wäre allgemein dafür, dass politische Plakate sowie lobbyismus als strafbestand eingeführt werden
  • Kramer 26.08.2019 22:59
    Highlight Highlight Leider kann ich nicht zeichnen; Ich hätte neben den Wurmapfel ein paar SVP Exponenten gemalt die mit Gift versuchen den Apfel vom "Ungeziefer" zu befreien, das ist genau was die SVP macht, Gift spritzen!
  • Thomas G. 26.08.2019 22:51
    Highlight Highlight Zusammengefasst: Die SVP ist schlecht weil sie andere Argumente vertritt als die Autorin. Welche Argumente die ihren sind erfährt man leider nicht.
    • Dan Ka 27.08.2019 08:59
      Highlight Highlight Oh, was ganz Neues, die SVP hat Argumente? Made my day! 😂
    • Charlie84 27.08.2019 12:09
      Highlight Highlight @Dan Ka: Ohne Argumente hätte man nicht ca. 30%, du Hirni 🤦‍♂️
    • Planet Escoria auch bekannt als Gähn 27.08.2019 15:20
      Highlight Highlight @Charly
      Wow.
      Soll das als Argument hinhalten,
      Das einzige was in den letzten fünf Jahren von der SVP kam, waren keine Argumente. Sondern ausschließlich Provokationen, krudes Geschrei, gejammer über angebliche Verschwörungen, und immer mal wieder halbgare Vorstöße.
      Übrigens, den Verweis darauf, dass es der Wirtschaft und den Reichen gut gehen muss, weil dann auch etwas unten landet, ist kein Argument sondern schlichtweg eine Lüge.
      Und jetzt bitte ich um Gegenargumente, ohne Beleidigungen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Osti 26.08.2019 22:27
    Highlight Highlight 👏🏼👏🏼👏🏼
  • Charlie84 26.08.2019 21:55
    Highlight Highlight Lustig, wie sich die Leute über dieses provokative Plakat erregen. Ziel Nr. 1 erreich bei der SVP.

    Aber über die Themen sprechen, die dahinter sind, will (noch) niemand reden. Auch dieser Artikel ist in dieser Hinsicht oberflächlich und nebensächlich.
  • MacB 26.08.2019 21:52
    Highlight Highlight Danke, seh ich auch so! ☺️
  • es isch wies isch (Love & Peace Edition) 26.08.2019 21:36
    Highlight Highlight Warst Du gerade in meinem Kopf und hast Dir notiert, was mir so durch denselben geht?
    Nett von Dir, dass Du das für mich so schön flüssig ins Reine getippt hast, hätte ich nie so toll hingekriegt.
    :)
  • PrivatePyle 26.08.2019 20:48
    Highlight Highlight "Wenn «der Ausländer» einen Schweizer anpöbelt, zum Beispiel, dann «fehlt’s ihnen halt an Kinderstube, diesen rückständigen Wilden», aber wehe, man darf dem Schokokuss nicht....!"

    Klassischer linker Revisionismus. Wenn man als "Scheiss Schweizer" angepöbelt und bespuckt wird, ist das halt nicht so schlimm weil wir ja auch Mohrenkopf sagen. Beides wird gleichgesetzt.
    Auch ein Asylproblem existiert nicht und ist was für ewiggestrige Wutbürger, obwohl 90%der Eritreer in Sozialhilfe sind und den Staat massiv belasten.
    Aber Hauptsache man ist "nett" und auf der moralisch "richtigen" Seite.
    • Altweibersommer 27.08.2019 07:42
      Highlight Highlight Lobbyisten, Währungspolitik, Steuergeschenke für Reiche, usw. belasten den Staat noch weitaus mehr. Wo ist denn das Problem wenn man auch Leuten eine Chance gibt, die nicht so wohlbehütet auf die Welt gekommen sind?
    • PrivatePyle 27.08.2019 08:12
      Highlight Highlight Leuten, die an Leib und Leben bedroht sind eine Chance geben und Leute durchfüttern, die eigentlich kein Anrecht auf Asyl haben sind zwei völlig andere Paar Schuhe.
      Und wenn du schon von den "Reichen" und Unternehmen sprichst. Die kommen für den Grossteil der Bundessteuern auf und haben den Sozialstaat überhaupt erst ermöglicht von dem heute viel profitieren. Auch die Einkommenssteuern kommen von den Salären, die von Unternehmen ausbezahlt werden.
      Irgendwie hab ich den Eindruck ihr Linken meint die Schweiz sei ein Bankkonto, von dem man sich einfach bedienen kann.
    • Jo Blocher 27.08.2019 08:54
      Highlight Highlight @Pruvate. Jaja, du Hutbürger😁
  • SörgeliVomChristophNörgeli 26.08.2019 20:10
    Highlight Highlight Der Vergleich mit den "kleinen Kindern" trifft es ganz gut. Ich habe in meinem Umfeld auch so einige SVP-Exemplare, die sich, gerade wenn es um Politik geht, wie kleine Kinder aufführen, die an der Migros-Kasse den Kaugummi von Mamma nicht bekommen und dann zu "täubelen" beginnen. Zumindest teilweise sind diese Leute dann noch beruflich erfolgreich und ich frage mich dann jeweils, wie die das dort machen.
  • WHYNOT 26.08.2019 20:07
    Highlight Highlight Die infantile Fäkalsprache mit GAGGI ist nicht minder effektvoll inszeniert und geschmacklos obendrein, womit die Linke dem schlechten Geschmack der SVP mit dem 🍎 Plakat wenig nachsteht. Politisch hat die SVP zumindest verhindert, dass unser Land der maroden EU beigetreten ist und dafür sollten wir ihr dankbar sein, so wird die EU nach dem Brexit zum Club Med, womit die Deutschen noch mehr schultern müssen. Der Krug geht zum Brunnen bis er bricht.
    • trio 27.08.2019 10:31
      Highlight Highlight Die SVP hat verhindert, das wir mit sehr viel Vorzüge in die EU konnten. Heute haben wir nicht mehr soviel Goodwill bei der EU.
      Vielen Dank auch.
  • Nik G. 26.08.2019 18:27
    Highlight Highlight Läck esch das en guete Artikel! Sehr gut geschrieben! Er spricht genau meine Meinung über die Politik an. Eigentlich müssen wir miteinander diskutieren und nicht gegeneinander Arbeiten. Leider versucht die SVP auf wieder oder sogar stärker auf den Trump usw. Zug aufzuspringen. Ob dies helfen wird, ich mag es stark bezweifeln. Ich denke die Menschen haben genug von dem Gepoltere und wollen wieder Lösungen sehen.
  • Kaishakunin 26.08.2019 18:12
    Highlight Highlight Begrüssenswert wäre, wenn wir uns alle endlich von Parteipolitiken mit Stubenfliegenhorizonen lösten, aufhörten, alles & jeden mit Etiketten zu versehen und einfach mal erkennten, dass wir als Menschheit nur weiterkommen, wenn wir unser Ego endlich besiegten. Wir definieren Fortschritt, wenn wir statt mit dem Säbel mit der A-bombe aufeinander losgehen, anstatt auf geistiger Ebene zu wachsen. Das Resultat? Stress, Gewalt, nie zufrieden sein, Depressionen & ein Gefühl der Machtlosigkeit gegenüber einer sich immer rascher drehenden Welt. Wir sind alle eins & sollten lernen, unser Ego loszulassen.
  • Bruno Wüthrich 26.08.2019 18:11
    Highlight Highlight Dass viele mit dem Artikel einig gehen, wundert mich nicht. Ich tue es ebenfalls.

    Ich frage mich allerdings, ob die alles andere als das Eigene verteufelnde Holzhammer-Rhetorik von gewissen Menschen nicht auch daher kommt, weil man auf der andern Seite penetrant auf politscher Korrektheit herum reitet. Hat nicht auch diese Oberlehrerhaftigkeit der "Political Correctnes - Debatte" ihren Anteil an der Gegenbewegung.

    Irgendwoher kommt das Gefühl, nichts mehr sagen zu dürfen (was man früher noch sagen durfte). Es gibt eben nicht nur die Einkommens-Schere. Wir driften auch anderswo auseinander.
    • Yonni Moreno Meyer 26.08.2019 18:28
      Highlight Highlight Das ist möglich - und frei nach meiner Hippie-Doktrin finde ich halt auch hier, dass diejenigen etwas abgeben sollten, die schon immer viel hatten. Dass das unangenehm sein kann, vor allem, wenn man nicht danach gefragt hat, bestreite ich nicht.

      Ich persönlich sehe das als «Oberlehrerhaftigkeit» Abstempeln von respektvollem Umgang als weitere Strategie, um keinen Komfort abgeben zu müssen.
    • Chrigu BE 26.08.2019 18:34
      Highlight Highlight Hallo Bruno. Mag sein, sehe aber an meiner eigenen Vergangenheit oft, dass die "guten alten Zeiten" mit vermeintlich mehr Freiheiten genau das nicht waren. Es gab eben MEHR Verhaltenskodexe, Mehr "Das-macht-oder-sagt-man-nicht" als heute. So zumindest meine eigene Erinnerung. Und es wurde von meinen Eltern stets strikt geahndet.
    • Bruno Wüthrich 26.08.2019 18:43
      Highlight Highlight Unbestritten haben wir alle sehr viel. Der Punkt ist aber, dass dies von vielen Leuten hierzulande nicht in jedem Moment so empfunden wird, und dass eben die Oberlehrerhaftigkeit auch nerven kann. Selbstverständlich ist dies objektv betrachtet noch lange kein Grund, ausfällig zu werden. Aber es geht eben in gewissen Momenten nicht um Objektivität.

      Das wissen auch die "Strategen" der SVP. Sie zielen auf subjektive Empfindungen, welche durch die Oberlehrerhaftigkeit noch verstärkt werden.

      Dies ist ein Erklärungsversuch. Keinesfalls (zu 0 Prozent !!!) als Rechtfertigung zu verstehen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Sagittarius 26.08.2019 16:57
    Highlight Highlight ... Die kleine Schwester von Scheisse - noch nie gehört; gegoogelt 👉🏽 Kommt ein Buch über Charisma erlernen.

    Also haben Linke/Nette kein Charisma oder wie?🙈
    • trio 27.08.2019 10:36
      Highlight Highlight Sollte das lustig sein?
    • Sagittarius 27.08.2019 11:21
      Highlight Highlight Nein? Ist eine Frage... Habe es noch nie gehört.

      Sowieso immer lächerlich, wenn man mit Äusserlichkeiten provozieren will.
  • Amadeus 26.08.2019 16:17
    Highlight Highlight Sensatationeller Artikel! Auf den Punkt gebracht. Danke dafür.
  • olmabrotwurschtmitbürli aka Pink Flauder 26.08.2019 15:34
    Highlight Highlight Bin ich der einzige, dem die Shutterstock-Bilder ein bisschen Angst machen?
    • Yonni Moreno Meyer 26.08.2019 15:42
      Highlight Highlight Hahaha, nope - und ich habe sie (zum ersten Mal) auch nicht selbst gewählt.
    • Ralph Moses 26.08.2019 16:38
      Highlight Highlight Hahahaha, olma, ich habe mir die Bilder angeschaut und dabei „nett“gemurmelt... wollte nicht zusammenpassen...
      Aber jetzt hat dir wahrscheinlich die Vorstellung von einem „nett“ murmelnden Typen noch mehr Angst gemacht 😜
  • Dong 26.08.2019 14:30
    Highlight Highlight Die SVP kultiviert halt diese Working Class Roughness - während die Linke das Bildungsbürgertum umarmt. Zu meinen besseren Zeiten war das eher umgekehrt, mir fehlt dieses Büezer-Mojo bei den Linken inzwischen zu sehr.
    • Yonni Moreno Meyer 26.08.2019 14:50
      Highlight Highlight Das kann ich vollends unterschreiben.
    • Daniel Caduff 26.08.2019 15:23
      Highlight Highlight Würdest Du denn sagen, dass Anstandslosigkeit, Rücksichtslosigkeit und mangelnde Selbstreflexion typisch "Büetzer" sind?

      Sehe ich nicht so. Und ich finds auch nicht wahnsinnig freundlich den Büetzern gegenüber.

      Oder ist mir zumindest viel zu stark verallgemeinert. Umgekehrt gehören die Millionäre und Milliardäre aus der SVP ja allesamt zum Bildungsbürgertum. Blocher ist Dr. Jur....

      Ich stimme Dir allerdings zu, wenn man sich auf "kultiviert" fokussiert.
    • Dong 26.08.2019 16:57
      Highlight Highlight Ich würde es so formulieren: Aus der Perspektive eines Bildungsbürgers erscheint ein Büezer tendenziell etwas ungehobelt, umgekehrt mag der gebildete verklemmt und hochnäsig erscheinen.
      Ich mochte den bissigen Ton von Toni Brunner bsw. nie, die Empörtheit der Linken aber auch nicht.
      (Ich seh mich selber übrigens als linken Bildungsbürger mit einer Schwäche für Working Class-Kultur.)
    Weitere Antworten anzeigen
  • Hallo I bims. Ein AfterEightUmViertelVorAchtEsser 26.08.2019 14:08
    Highlight Highlight Danke für die netten Worte. 👍👍👍
  • Platon 26.08.2019 13:57
    Highlight Highlight Das ganze Debakel gründet auf der von Rechts gestarteten Kampagne gegen die „politische Korrektheit“. Paradoxerweise haben sich genau diese Leute noch nie darum geschert, was sie rauslassen. Sie wussten nur, dass sie keinerlei Kritik an ihrer Meinung ertragen und erst recht nicht, wenn diese von moralisch hohen Ross gesagt wird. Aber was uns der Tod der politischen Korrektheit genau bracht, weiss ich bis heute nicht. Ich sehe keinen Vorteil darin, dass der US-Präsident afrikanische Staaten als Scheisslöcher bezeichnen „darf“ und der italienische Innenminister Linke als Schakale.
  • black-bird 26.08.2019 13:51
    Highlight Highlight nett geschrieben ;-) danke... mal wieder ein toller artikel von dir
  • WWW-Artist 26.08.2019 13:45
    Highlight Highlight Sehr schön geschrieben, danke!
  • Pitefli 26.08.2019 13:42
    Highlight Highlight Ein schöner und reflektierter Artikel!
  • soulcalibur 26.08.2019 13:18
    Highlight Highlight Und ein (kostenloser) Artikel mehr, der die ÄSVOUPEE in den Schlagzeilen hält. Wenn man sich jetzt vor Augen hält, wie viel die Partei hätte Geldsummen hätten aufwerfen müssen, um so lange, so oft und so prominent alle Medienkanäle zum hyperventilieren zu bringen...unter dem Blickpunkt Aufwand und Ertrag eigentlich gar keine so schlechte Kampagne. Ob sich das Ganze dann bei den Wahlen niederschlägt, werden wir sehen. Die Medien feiern "die Linken, Netten (und Grünen)" ja jetzt schon euphorisch als absolute Wahlsieger und politischen "Gamechanger" in diesem Jahr...
    • Yonni Moreno Meyer 26.08.2019 14:28
      Highlight Highlight Ich kann Ihre Kritik durchaus nachvollziehen, bin aber nicht (mehr) derselben Meinung. Ich glaube nicht, dass man mit Berichten zum Plakat der SVP in die Karten spielt, weil das Plakat - anders als frühere - gar keine wirkliche Message mehr hat. Ich glaube nicht, dass man der SVP damit neue WählerInnen generiert. Falls Sie das anders sehen, würde es mich wunder nehmen, wie der Mechanismus dahinter Ihres Erachtens aussieht (resp. wer wird neu noch die SVP wählen).
    • Sharkdiver 26.08.2019 21:30
      Highlight Highlight Wer wird neu noch SVP wählen? Liebe yonnie ich lebe in der aglo von Basel. Ich weiss man hört es nicht gerne, aber je tiefer der iqdurchschnitt je höher der Svp Wählerschnitt. Alles was weiter als was weiter als 15min von der Stadt ist wird alls wie svplastiger. Manchmal staune ich selber wie einfältig die befölkerung ist. Man sieht es auch schön in den Kommentare von 20min. Der Aktionismus und auftreten der Juso und deren Kreise stark der Svp in die Hände spielen
  • Daniel Caduff 26.08.2019 13:10
    Highlight Highlight Toller Kommentar, vielen Dank!

    Die SVP sieht die Schweiz als faulen Apfel und die anderen Parteien als Ungeziefer. Sich selbst sieht man als super Patrioten, hat aber für die Institutionen unseres tollen Landes nur Verachtung übrig.

    "Nett" und "Gutmensch" sind dabei zwei Kampfbegriffe, die eine Delegitimierung der politischen Gegner ermöglichen sollen. Die SVP ist also gegen "Nette", weil die in ihren Augen "Looser" sind. In ihrem Menschenbild ist alles immer Konkurrenzkampf. Und gleichzeitig soll es ausdrücken, dass die geschürte Wut (= "nicht nett sein") bei den Anhängern berechtigt ist.
    • Chrigu BE 26.08.2019 18:37
      Highlight Highlight Sehr treffend, danke.
    • Nilda84 26.08.2019 21:09
      Highlight Highlight Voll ins Schwarze getroffen!

      Die SVP hat trotz Regierungseinzug nie aufgehört eine Oppositionspartei zu sein. Und das obwohl die Schweiz keine Oppositionspolitik kannte.

      Die SVP veramerikanisiert das traditionelle, schweizerische Politsystem, welches den Wohlstand erbracht hat, den wir heute geniessen dürfen. Sie poltern und blockieren wo sie können, brüllen laut Probleme aber nie konstruktive Lösungen.

      In Anbetracht dieser Tatsachen, bin ich gerne links & nett! Auf meinem Stimmzettel wird die ☀️-Partei keinen Einzug finden!
  • Lost_dreams 26.08.2019 13:05
    Highlight Highlight Ich werde wahrscheinlich viele Blitze ernten aber ich bin tendenziell politisch eher einer rechten Meinung zugetan. Aber ich finde Diskussion und solche Artikel wirklich gut! Ich finde es unabdingbar sich mit anderen Meinungen auseinanderzusetzen um eine persönliche Meinung haben zu können. Klar, die SVP hat mal wieder über die Strenge geschlagen, aber es ist auch wichtig zu sehen, dass nicht alle "eher rechten" Personen SVP wählen oder gutheissen. Diese Provokationen stehen einer guten sachlichen Diskussion eher im Weg, als dass es nützt...
    • Yonni Moreno Meyer 26.08.2019 14:29
      Highlight Highlight Also ich habe geherzt.
    • Ralph Moses 26.08.2019 16:44
      Highlight Highlight Lost_dreams, leider ist es oft so, dass es schwierig ist, mit Menschen von der rechteren Seite kultiviert zu diskutieren; oft wird man dabei beschimpft.
      Ich finde es sehr gut, dass es auch bei den Rechten Intelligenz gibt! Ich bin sicher, Sie gehören definitiv dazu!
    • Chrigu BE 26.08.2019 18:42
      Highlight Highlight Toller Kommentar, Lost_dreams.
      Wünschte, wir würden uns alle immer so sachlich austauschen, egal, aus welcher "Ecke". Macht das Zuhören möglich und spannend und das Voneinander-Lernen möglich.
      Und DAS brächte wieder mögliches Vorankommen - und zwar mit Kompromissen. Exzessive Konfrontation verunmöglicht es eher. In der Sache darf das sein, nicht aber in einer persönlichen Diffamierung.
  • Andreas Weiss (1) 26.08.2019 12:59
    Highlight Highlight «MAN DARF HEUTE ÜBERHAUPT NICHTS MEHR SAGEN!!!», kommt denn auch gerne von Menschen, die ständig immer allen alles sagen, inklusive, dass man heute überhaupt nichts mehr sagen darf.

    Wunderschön auf den Punkt!
  • Hanauta No Kenshi 26.08.2019 12:37
    Highlight Highlight Damit hast du bestimmt wieder die mysteriöse Blitzverteilarmee (oder Geisterblitzarmee 👀) der SVP aufgehetzt. Lasset es Blitze regnen für die Linken und Netten...
    • Okguet 26.08.2019 20:02
      Highlight Highlight Schau mal auf dein Herz/Blitz - Verhältnis 😅
  • ChillDaHood 26.08.2019 12:25
    Highlight Highlight Danke - einfach Danke.

    Eine wohltuende Abwechslung für jedesmal, wenn wieder eine politische Diskussion nur mit einem SVP -Polteri und einem Kampfjuso - Bolschewiki stattfindet. Isch halt chli meh Äktschn und so, hä...
    • Chrigu BE 26.08.2019 18:44
      Highlight Highlight Umgekehrt auch. Bin kein SVP-Wähler, aber Bashing nervt in jede Richtung auf Dauer.
      Dieser Artikel war wohltuend anders als sonstige "Analysen".
  • Planet Escoria auch bekannt als Gähn 26.08.2019 11:59
    Highlight Highlight Wieder mal super geschrieben Yonni.
    Bissig und geistreich. 😁
    Und noch ganz herzlichen Glückwunsch zur Hochzeit. 👏
  • bebby 26.08.2019 11:57
    Highlight Highlight Fantastischer Artikel! Chapeau! Besser kann man es nicht ausdrücken.
  • goschi 26.08.2019 11:56
    Highlight Highlight *Daumen Hoch*

    Schön gesagt und auf den Punkt!
  • MarGo 26.08.2019 11:51
    Highlight Highlight Wunderbar geschrieben...
    Dass "Gutmensch" negativ behaftet ist, stört mich auch schon seit Jahren. Habe nie begriffen, warum diese Menschen gerne "Schlechtmenschen" um sich haben...
  • wustasoos 26.08.2019 11:49
    Highlight Highlight Gut gebrüllt, Löwin (brüllen Löwinnen überhaupt?). Was mir aber bei uns „Netten“ leider auffällt: Viel Aufruhr und Empörung, dann aber doch nicht wählen. Ich geb ja auch zu, dass das Heraussuchen der zu Wählenden manchmal einige Recherche braucht und das Anpassen von Listen aus Furcht vor Ungültigkeit unterlassen wird. Aber eigentlich muss man seit der Briefwahl sagen, dass es echt keinen Grund mehr gibt, nicht wählen zu gehen. Jemand äussert das hier bei den Kommentaren immer sehr deutlich, und dem will ich mich vehement anschliessen:
    Geht wählen!
    • 's all good, man! 26.08.2019 22:17
      Highlight Highlight Tchuligom für den fehlenden Themenbezug, aber ja, Löwenkatzen brüllen auch. Sie müssen dem Kuder, der da nach ihnen ruft, ja auch irgendwie antworten können. 😊
  • Miicha 26.08.2019 11:35
    Highlight Highlight Gratulation zur Hochzeit Yonni ♥️
    • ChillDaHood 26.08.2019 16:10
      Highlight Highlight Sag mal wer blitzt denn da??? SVP Wutbürger? Oder ihr steht alle auf Yonni und hofft, dass sie wieder frei wird. Findi nöd okee...
    • Yonni Moreno Meyer 26.08.2019 16:33
      Highlight Highlight Ich glaube, es gibt auch ganz viele Menschen, die weder in der SVP sind, noch auf mich abfahren, die mich einfach sonst nicht so wahnsinnig mögen. Was total okay ist, ich halte ja nicht mit meinen Gedanken hinter dem Berg. Schade find ichs nur dann, wenn jemand, der sowas Nettes (HA! NETT!) schreibt, dann die Blitze abbekommt. Danke auf jeden Fall, Miicha.

Liebe SVP, warum hasst ihr eigentlich die Umweltschützer?

Der Umbau in eine nachhaltige Wirtschaft schafft ideale Voraussetzungen für Unternehmer, Handwerker und Bauern. Was soll also der Krieg gegen vermeintliche «Klima-Kindersoldaten»?

Nicolas Hayek war einer der bedeutendsten Schweizer Unternehmer in der zweiten Hälfte des letzten Jahrhunderts. Er hat die Uhrenindustrie gerettet und verschiedene Unternehmen saniert. In den Achtzigerjahren hatte Hayek eine Idee: Er wollte den Smart, ein Elektroauto für den Stadtverkehr, auf den Markt bringen.

Aus heutiger Sicht war Hayeks Idee visionär. Hätte er Erfolg gehabt, würde Tesla heute vielleicht nicht in der Wüste von Nevada, sondern im Berner Seeland gefertigt. Hayek zerbrach am …

Artikel lesen
Link zum Artikel