China
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Two Chinese try out devices which use electronic pulses to improve the health of the brain, at a mental health awareness stand in a Beijing park Friday, Oct. 11, 2002. The device is claimed to improve memory, reduce dizziness, relieve insomnia, and prevent hair loss. Various products were being sold at the stand, which was set up to mark World Mental Health Day. (AP Photo/str)

Absurd: Elektroschock gegen Homosexualität. Bild: AP

Klinik wegen Therapie verurteilt

Klinik verpasste Schwulem Elektroschocks, wenn er an Männer dachte

Ein Gericht in Peking verurteilte eine psychologische Klinik wegen der Behandlung eines Homosexuellen mit Elektroschocks zur Zahlung einer Entschädigung.

In China ist erstmals eine Klinik wegen der umstrittenen «Homosexuellen-Therapie» verurteilt worden. Der Kläger, Yang Teng, sagte, die Klinik müsse ihm eine Entschädigung von 3500 Yuan (umgerechnet 557 Franken) zahlen. Die Ärzte hatten ihn seinen Aussagen zufolge aufgefordert, sexuelle Gedanken zu Männern zu haben, und ihm dann Elektroschocks verpasst, um ihn von seiner Homosexualität zu «heilen».

Nach Angaben von Yang muss die Klinik zudem eine Entschuldigung auf ihrer Website veröffentlichen. Ausserdem habe das Gericht erklärt, die Behandlung mit Elektroschocks sei unnötig gewesen, da Homosexualität keine Krankheit sei.

Kläger legt Urteil den Eltern vor

Yang sagte, er werde das Urteil seinen Eltern vorlegen, um ihnen zu zeigen, dass Homosexualität aus Sicht der chinesischen Justiz nicht länger eine Geisteskrankheit ist. Schwule werden in China oft von Freunden und Familie unter Druck gesetzt, sich «behandeln» zu lassen oder zu heiraten.

Homosexualität gilt zwar seit 2001 in China nicht mehr als Geisteskrankheit, doch kämpfen Schwule und Lesben weiter mit Diskriminierung. Schwulenrechtsgruppen werden von den Behörden oft unter Druck gesetzt und mit bürokratischen Hindernissen konfrontiert.

Aktivisten begrüssten das von Yang angestrengte Verfahren als wichtigen Schritt vorwärts. Nach dem Urteil kündigte Yang an, sich weiter für die Rechte sexueller Minderheiten einzusetzen, um anderen eine Behandlung zu ersparen, wie er sie erfuhr. (whr/sda/afp)



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