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So schnell sollen gefährliche Produkte neu aus EU-Online-Shops entfernt werden

So schnell sollen gefährliche Produkte neu aus EU-Online-Shops entfernt werden

Amazon und Co. wollen schneller auf Behörden-Meldungen reagieren.
25.06.2018, 13:0925.06.2018, 13:09

Grosse Online-Marktplätze wie Amazon und Ebay wollen gefährliche Produkte schneller aus dem Verkehr ziehen: Vertreter von vier grossen Händlern unterzeichneten am Montag in Brüssel zusammen mit EU-Justizkommissarin Vera Jourovà eine entsprechende Erklärung.

Darin verpflichten sich Amazon, Ebay, Rakuten (Frankreich) und AliExpress dazu, in der EU künftig innerhalb von zwei Werktagen auf Meldungen von Behörden zu reagieren. «Konsumenten sollten im Internet genauso sicher einkaufen können wie im Geschäft», sagte die EU-Justizkommissarin.

Darüber hinaus soll Nutzern klar aufgezeigt werden, wie sie gefährliche Produkte melden können – und die Marktplätze müssen innerhalb von fünf Tagen darauf reagieren. Zudem schaffen die Unternehmen zentrale Anlaufstellen, an die sich die EU-Länder wenden können.

2017 haben europäische Konsumentenschutzbehörden mehr als 2200 gefährliche Produkte gemeldet. Nach Angaben der EU-Kommission folgten europaweit fast 4000 Rückrufaktionen, Verkauf- oder Importstopps. Die entsprechenden EU-Regeln für den Online-Handel sehen derzeit nur vor, dass gefährliche Produkte schnell und wirksam entfernt werden müssen, konkrete Vorgaben gibt es jedoch nicht.

(dsc/awp/sda/dpa)

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