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Nokia-Smartphones

Von links nach rechts: Nokia 2.4, Nokia 3.4, Nokia 8.3 5G. Bild: watson

Nokia zeigt 3 neue Handys und Kopfhörer mit 150 Stunden Akkulaufzeit



Nokia hat am Dienstagnachmittag auf einer Pressekonferenz gleich drei neue Smartphones präsentiert. Im Zentrum stand neben zwei günstigen Modellen das neue Flaggschiff Nokia 8.3 5G. Laut HMD Global, dem Unternehmen hinter Nokia-Handys, sei es «das erste wahre globale 5G-Smartphone».

Mit kabellosen Kopfhörern und einem tragbaren Lautsprecher will man die Konkurrenz mit tiefen Preisen angreifen. Ebenfalls ein Thema war die Datensicherheit der Nutzer, bei der Nokia voll und ganz auf Europa setzt.

Nokia 8.3 5G

Der Nachfolger des Nokia 9 lässt noch immer auf sich warten. So präsentiert uns HMD Global das Nokia 8.3 als neues Flaggschiff des Handy-Portfolios. Ausgerüstet mit 5G sei es das erste Smartphone, das sämtliche 5G-Bänder, die weltweit verfügbar sind, unterstütze.

Äusserlich kommt das Gerät in gewohnter Nokia-Optik daher. Auf der Rückseite gibt es ein Farbmuster, das je nach Lichteinfall sein grünliches Muster verändert. Das erinnert entfernt an flackernde Polarlichter, entsprechend heisst die Farbvariante auch «Polarnacht».

Nokia 8.3 5G

Bild: HMD Global

Auf der Vorderseite kommt das Nokia 8.3 5G sehr klassisch daher, um es höflich auszudrücken. Rundherum gibt es einen gut sichtbaren Rand, der vor allem auf der Unterseite ziemlich gross ausgefallen ist. Hier haben Geräte in der gleichen Preisklasse, beispielsweise das LG Velvet, die Nase ganz klar vorne.

Kopfhöreranschluss und UKW-Radio

Bei der Ausstattung ist das Nokia 8.3 am ehesten in der oberen Mittelklasse anzusiedeln. Mit einem Snapdragon 765G und 8 GB Arbeitsspeicher dürfte das Gerät auch intensivere Nutzung problemlos meistern. Ebenfalls an Bord ist ein Klinkenstecker und sogar ein aktivierter UKW-Empfänger. Man kann also Radio hören, ohne dafür eine Internetverbindung zu benötigen.

Erfreulich ist, dass das Nokia 8.3 mit einem 4500-mAh-Akku daherkommt. Bereits in der Vergangenheit hatten Nokia-Geräte in unseren Tests mit guten Akkulaufzeiten gepunktet. Vor allem das günstige Nokia 5.3 ist hier absoluter Spitzenreiter.

Nokia 8.3 5G

Beim Display gibt es kein OLED. Bild: HMD Global

Gespart hat HMD Global dafür bei Display. Statt eines OLED-Screens, der in dieser Preisklasse durchaus erwartet werden darf, setzt man auf IPS. OLEDs sind nicht nur farbintensiver, sondern verbrauchen auch etwas weniger Strom. Die Frage ist hier natürlich immer, ob der durchschnittliche Nutzer sowas überhaupt bemerkt.

Eine Kamera für Kinofans

Bei der Kamera setzt Nokia auf eine Vierfachlinse, die im Nokia-typischen Teller-Design untergebracht ist. Die Hauptkamera bringt es auf 64 MP, der Ultraweitwinkel auf 13 Megapixel. Damit liegt das Nokia 8.3 etwa gleichauf mit der Konkurrenz. Erfreulich für Fans von Makrofotografie ist, dass HMD Global dem Nokia 8.3 eine Makrolinse spendiert hat.

Nokia 8.3 5G

Bild: HMD Global

Von der Konkurrenz abheben möchte sich HMD mit der Kamera-Software. Wie schon in etlichen Modellen zuvor hat man bei der Kamera mit dem deutschen Hersteller Zeiss zusammengearbeitet. Beim Nokia 8.3 gibt es aber erstmals auch sogenannte Zeiss-Effekte. Diese sollen kinoähnliche Videos ermöglichen. So soll man die Video farblich nachbearbeiten können (Color Grading), Lens-Flare-Effekte hinzufügen oder auch anamoroph filmen können.

Spezifikationen des Nokia 8.3 5G

Nokia 2.4 & Nokia 3.4

Nokia Smartphones

Das Nokia 4.3. Bild: HMD Global

Mit dem Nokia 2.4 und dem Nokia 3.4 verpasst HMD Global zwei seiner Budget-Geräte ein Upgrade. Beide Smartphones kommen nebst klassischem schwarz auch in etwas farbigerem Grünblau daher.

Nokia Smartphones

Das Nokia 2.4. Bild: HMD Global

Die beiden Einsteigermodelle richten sich an preisbewusste Kunden und bieten für 129 Franken (Nokia 2.4), respektive 169 Franken (Nokia 3.4) zumindest auf dem Papier ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Natürlich muss man bei so einem kleinen Preis einige Abstriche hinnehmen. Vor allem beim Display und auch bei den Lautsprechern fällt das besonders auf: beide Geräte haben weder Full-HD-Auflösung noch Stereolautsprecher. Dafür gibt es bei beiden Geräten einen Klinkenstecker für Kopfhörer und einen Fingerabdrucksensor auf der Rückseite.

Nokia 4.3 Purple

Die Farbvariante Purple ist in der Schweiz leider nicht erhältlich. Bild: HMD Global

Nicht gespart hat man bei den Kameras. So gibt es beim Nokia 3.4 ein Setup mit drei Linsen, eine davon sogar mit Ultraweitwinkel. Beim 2.4 gibt es neu eine Duallinse. Der 2-MP-Tiefensensor soll dabei für schöne Fotos mit Bokeh-Effekt sorgen.

Bei den Akkus übertrumpft das 2.4 sein Schwestermodell sogar: Während das 2.4 mit 4500 mAh ausgerüstet ist, muss man sich beim 3.4 mit 4000 mAh begnügen. Schade ist, dass es beim 2.4 dafür nicht für einen USB-C-Anschluss gereicht hat; stattdessen wird mit dem schwächeren Micro-USB geladen.

Spezifikationen Nokia 2.4

Spezifikationen Nokia 3.4

User-Daten verlassen Europa niemals

Wie bei Nokia üblich, kommen alle drei Smartphones mit purem Android. Auf den Geräten läuft Android One (Android Version 10), womit Nokia sich verpflichtet, mindestens zwei Jahre Updates zu liefern – selbst beim günstigsten Modell.

Hervorheben möchte sich HMD Global auch mit dem Umgang mit Daten. Das Unternehmen hat in den letzten Monaten sämtliche Daten, die von Usern gespeichert werden, nach Finnland migriert. Seit 2020 werden nun ausnahmslos alle User-Daten in Finnland gespeichert. Diese Massnahme hat man ergriffen, nachdem das Unternehmen 2019 in die Kritik geraten war. Damals wurde bekannt, dass Nokia-Handys mehr oder weniger heimlich Aktivierungsdaten nach China übermittelten.

Im Gegensatz zu vielen Unternehmen, die Daten zwar in Europa speichern, aber dann an andere Standorte ausserhalb der EU übermitteln, mache HMD Global dies nicht (mehr). User-Daten von Nokia-Smartphones würden Europa zu keinem Zeitpunkt verlassen. Inzwischen erfülle man mit der Datenspeicherung diverse europäische Daten- und Sicherheitsauflagen, inklusive der Datenschutzvorschrift der EU.

Nokia Power Earbuds und Wireless Speaker

Ebenfalls präsentiert hat HMD Global drei Elektronik-Accessoires. Mit den Power Earbuds Lite führen die Finnen einen günstigen kabellosen Kopfhörer ein, der mit Case für 35 Stunden Musik sorgen soll. Wie lange die Kopfhörer selbst durchhalten, ist leider noch nicht bekannt. Noch länger hält die überarbeitete Pro-Version durch: Das Case der Power Earbuds sollen unterwegs Strom für bis zu 150 Stunden liefern.

Nokia Kopfhörer

Links: Power Earbuds (refreshed), rechts: die Power Earbuds Lite. Bild: HMD Global

Beide Kopfhörer sind IPX7-Zertifiziert. Damit überstehen sie in der Theorie 30 Minuten in Süsswasser, wenn sie nicht tiefer als einen Meter sinken. Gesteuert werden die Kopfhörer via Touch-Control, Geräuschunterdrückung gibt es bei beiden nicht.

Das exakte Erscheinungsdatum und auch die Preise stehen noch aus. In Deutschland sollen die Earbuds Lite voraussichtlich 69 Euro kosten. Für die Schweiz soll ein ähnlicher Preis angepeilt werden.

Nokia Portable Wireless Speaker

Nokia Portable Wireless Speaker

Das dritte Zubehör ist ein relativ einfacher Bluetooth-Speaker für unterwegs. Optisch erinnert er an Googles Nest Mini, eine Sprachassistentin hat der Lautsprecher aber nicht integriert. Mit einer Akkuladung sollen bis zu vier Stunden Musikwiedergabe möglich sein. Zwei Lautsprecher können ausserdem für eine Stereowiedergabe verbunden werden. Zu guter Letzt hat HMD Global noch ein Mikrofon integriert, damit der Wireless Speaker auch für Telefonkonferenzen einsetzbar ist. Auch hier stehen der Preis und das Erscheinungsdatum noch aus.

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