Digital
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Recording artist Dr. Dre wears a pair of Beats headphones as he attends MLB's 2010 season opener to watch the reigning World Series Champions New York Yankees take on the Boston Red Sox at Fenway Park in Boston, Massachusetts in this file photo taken April 4, 2010.  Apple Inc said it would buy headphone maker Beats Electronics and streaming music provider Beats Music for about $3 billion.   REUTERS/Adam Hunger/Files   (UNITED STATES - Tags: ENTERTAINMENT BUSINESS SPORT)

Bild: ADAM HUNGER/REUTERS

Dr. Dres Kultmarke

Apple zahlt für Kopfhörer-Firma Beats drei Milliarden Dollar



Apple kauft für insgesamt drei Milliarden Dollar den Kopfhörer-Hersteller Beats mit dem Streaming-Dienst Beats von Star-Rapper Dr. Dre und Musikproduzent Jimmy Iovine. Der Konzern bestätigte am Mittwochabend die mit Abstand grösste Übernahme der Firmengeschichte. 

Apple hat es dabei nicht so sehr auf die Kopfhörer abgesehen, sondern vor allem auf den rasant wachsenden Markt für das Streamen von Musik aus dem Internet. Hier hat Apple bislang das Nachsehen, und Beats ging Anfang des Jahres mit einem hochgelobten Dienst an den Start. 

Beats ist für seine Kopfhörer mit dem markanten roten «b» bekannt. Die Übernahme soll nach Apple-Angaben im vierten Geschäftsquartal abgeschlossen werden. Die Begründer von Beats, Dr. Dre und Iovine, werden künftig zum Apple-Topmanagement gehören. 

Konkurrenz für Spotify & Co. 

Apple kauft sich mit Beats eine Eintrittskarte ins Geschäft mit Abo-Diensten, bei denen man für einen monatlichen Festbetrag Millionen Songs abrufen kann. In diesem Bereich gilt die schwedische Firma Spotify als treibende Kraft, hat aber auch viele Konkurrenten. 

Bei den Abo-Streaming-Diensten gibt es derzeit das grösste Wachstum in der Musikbranche, während die Downloads ihren Höhepunkt scheinbar überschritten haben. Das Streaming-Geschäft ist derzeit aber noch viel kleiner als der CD-Verkauf oder das Herunterladen von Musik, bei dem Apple besonders stark ist. Spotify hat nach jüngsten Angaben zehn Millionen zahlende Kunden und 30 Millionen Gratis-Nutzer. 

Streaming-Dienst als Priorität 

Apple-Chef Tim Cook versicherte in einem Interview mit der «Financial Times», die Apps des Beats-Musikdienstes für Geräte mit dem Google-System Android und Microsofts Windows Phone werde es auch weiter geben. Bei dem Deal gehe es nicht darum, was Apple und Beats heute machten, sondern darum, was sie in Zukunft zusammen erreichen könnten, sagte Cook dem Technologieblog «Recode». 

In der Pressemitteilung wurde der Streaming-Dienst von Beats an erster Stelle genannt, womit die Prioritäten klar sein dürften. Vom Kaufpreis werden 2,6 Mrd. Dollar sofort fällig und die restlichen 400 Mio. Dollar zu einem nicht genannten späteren Zeitpunkt. 

Erste Spekulationen über Apple und Beats waren vor drei Wochen aufgetaucht. Damals wurde in Medienberichten noch ein Preis von 3,2 Milliarden Dollar genannt. Die «New York Post» schrieb kurz vor der offiziellen Bekanntgabe des Deals, der Preis habe sich auf drei Milliarden reduziert, nachdem Informationen über den Kundenstamm des Beats-Musikdienstes durchgesickert waren. Demnach hatte Beats im März gerade einmal etwas über 110'000 Streaming-Kunden. 

Freund des verstorbenen Jobs 

«Ich wusste in meinem Herzen immer, dass Beats zu Apple gehörte», wird Iovine in Apples Pressemitteilung zitiert. Der 61-Jährige ist eine schillernde Figur der Musikbranche. In den 70er Jahren war er ein Aufnahmeingenieur für John Lennon, später produzierte er Musik unter anderem für U2 und wurde schliesslich Musikmanager. 

Iovine ist als ein Freund des 2011 verstorbenen Apple-Gründers Steve Jobs bekannt und soll ihm seinerzeit mit einigen Deals in der Musikbranche geholfen haben. 

Apple sitzt auf einem Geldberg von rund 150 Mrd. Dollar und hatte noch nie annähernd so viel Geld für eine Übernahme ausgegeben. Der bisher grösste Deal war der Kauf von Jobs' Firma NeXT für gut 430 Mio. Dollar Ende 1996. Das Geschäft brachte den charismatischen Gründer Jobs zum damals notleidenden Konzern zurück. 

Apple steht immer mehr unter Druck, sein Wachstum mit weiteren Innovationen zu befeuern. Der Konzern verdient vor allem mit dem iPhone Geld, aber der Smartphone-Markt ist zunehmend gesättigt. Kritiker werfen Apple vor, wegen eines Mangels an Innovationen sein wertvolles Image als Technologie-Vorreiter zu verspielen. (rey/sda/dpa/reu) 

Das könnte dich auch interessieren:

CVP fährt grosse Negativ-Kampagne gegen andere Parteien – die Reaktionen sind heftig

Link zum Artikel

Wo du in dieser Saison Champions League und Europa League sehen kannst

Link zum Artikel

Migros Aare baut rund 300 Arbeitsplätze ab

Link zum Artikel

Eine Untergrund-Industrie plündert Banking-Apps wie Revolut – so gehen die Betrüger vor

Link zum Artikel

YB droht Bickel mit Gericht, nachdem er als Sportchef 40 Mio. verlochte

Link zum Artikel

Warum wir bald wieder über den Schweizer Pass reden werden

Link zum Artikel

«Ich hatte Sex mit dem Ex meiner besten Freundin…»

Link zum Artikel

Die amerikanische Agentin, die Frankreichs Résistance aufbaute

Link zum Artikel

Matheproblem um die Zahl 42 geknackt

Link zum Artikel

Wie gut kennst du dich in der Schweiz aus? Diese 11 Rätsel zeigen es dir

Link zum Artikel

«In der Schweiz gibt es zu viel Old Money und zu wenig Smart Money»

Link zum Artikel

So schneiden die Politiker im Franz-Test ab – wärst du besser?

Link zum Artikel

Röstigraben im Bundeshaus: «Sobald ich auf Deutsch wechsle, sinkt der Lärm um 10 Dezibel»

Link zum Artikel

So erklärt das OK der Hockey-WM in der Schweiz die Ähnlichkeit zum Tim-Hortons-Spot

Link zum Artikel

Die Geschichte von «Ausbrecherkönig» Walter Stürm und seinem traurigen Ende

Link zum Artikel

«Informiert euch!»: Greta liest den Amerikanern bei Trevor Noah die Leviten

Link zum Artikel

Keine Angst vor Freitag, dem 13.! Diese 13 Menschen haben bereits alles Pech aufgebraucht

Link zum Artikel

Der Kampf einer indonesischen Insel gegen den Plastik

Link zum Artikel

«Ich bin … wie soll ich es sagen … so ein bisschen ein Arschloch-Spieler»

Link zum Artikel

Alles, was du über die neuen iPhones und den «Netflix-Killer» von Apple wissen musst

Link zum Artikel

15 Bilder, die zeigen, wie wunderschön und gleichzeitig brutal die Natur ist

Link zum Artikel

Shaqiri? Xhaka? Von wegen! Zwei Torhüter sind die besten Schweizer bei «FIFA 20»

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

Themen
2
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
2Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Chaose 29.05.2014 23:07
    Highlight Highlight Die Firma, die schlechte Kopfhörer (von iPod/iPhone) zur Epidemie gemacht hat, kauft eine Firma, die erfolgreich überteuerte, nicht allzu gute Kopfhörer vermarktet. Passt.
  • Zeit_Genosse 29.05.2014 08:33
    Highlight Highlight Bin skeptisch zu dieser teuren Übernahme. Wer zu viel Geld hat zahlt meist auch zu viel. Ob dieser Streamingdienst diesen Zukunftswert verkörpert, bezweifle ich und diese Massenkopfhörer sind auch kein grosser Wachstumsmarkt. Lassen wir uns überraschen, was Apple daraus macht.

Apple schlägt zurück – 8 Gründe, warum sich die Keynote lohnt

Am Dienstagabend hält der iPhone-Hersteller seine wichtigste Produkteshow ab. Selten war die Ausgangslage spannender.

Am Dienstag, 19.00 Uhr, beginnt im Steve Jobs Theater in Cupertino die Keynote des Jahres. Apple-Chef Tim Cook und weitere überbezahlte Darsteller führen ein Stück auf, das an Dramatik kaum zu überbieten ist.

Für die erfolgsverwöhnten Kalifornier steht viel auf dem Spiel: Es gilt, die globale Smartphone-Krone zu verteidigen und das angekratzte Image aufzupolieren als innovativer Hersteller von sicheren Produkten.

Nachfolgend erfährst du, warum erstmals eine Apple-Show live bei watson übertragen …

Artikel lesen
Link zum Artikel