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So abgedreht sollte das erste iPhone aussehen

Für den iPhone-Prototyp gab es zahlreiche Designideen. Durchgesetzt hat sich am Ende das klassische Telefon mit Touchdisplay. Doch zu Beginn sollte das erste iPhone komplett anders aussehen.
15.05.2022, 17:07
So sah einer der frühen Entwürfe für das erste iPhone aus.
So sah einer der frühen Entwürfe für das erste iPhone aus.bild: Tony Fadell

Das klassische Smartphone-Design kennen wir alle. Gross, flach, schwarzglänzend und mit Touchdisplay – so weit so gut. Dass sich immer noch sehr viele der aktuellen Telefone grundlegend an Apples Design für das erste iPhone orientieren, ist wenig verwunderlich.

Doch wie der iPhone-Erfinder und Tech-Guru Tony Fadell jetzt in seinem Buch enthüllt hat, sollte das erste massentaugliche Smartphone komplett anders aussehen. Vor allem ein Element, das Apples iPod entliehen war und entfernt an eine Wählscheibe eines Uralt-Telefons erinnert, sollte das Aussehen prägen. Doch dann kam es anders.

Drehrad statt Touchdisplay

Und das hat auch einen guten Grund: Zwar sei die Idee originell und cool gewesen, jedoch wenig praxistauglich. Im Alltag hätte das Design laut Fadell schlicht und ergreifend nicht funktioniert. Dass das Telefon in der Mitte ein Drehgelenk haben sollte, mit dem sich Vorder- und Rückseite je nach Wunsch hätten verdrehen lassen können, macht die Sache im Alltag und Praxistest auf Dauer nicht einfacher.

So sollte die obere Hälfte auf der einen Seite aus dem Bildschirm und auf der anderen Seite aus einer Kamera mit Verschlussklappe bestehen. Die Unterseite hingegen sollte einerseits das vom iPod bereits bekannte Drehrad zum Manövrieren und andererseits eine Zahlentastatur besitzen.

Im Prinzip sollte das erste iPhone auch mehr an einen iPod mit Telefonfunktionen erinnern denn an ein gänzlich neues Gerät. Aus diesem Grunde war eines der frühen Konzepte grösstenteils an das Design von Apples Musikplayer angelehnt. Aus dieser Idee heraus wurde auch das Drehrad übernommen, das ein Markenzeichen des iPods gewesen ist.

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Video: watson/leb

Kein praxistaugliches Design

Mit diesem hätte man dann umständlich durch Kontakte und Menüs «drehen» müssen, was letztendlich auch der Grund dafür war, dass es dieses Design nie über den Prototyp-Status hinausgeschafft hat. «Man konnte nichts einfügen, weil es keine Texteingabe gab», erinnert sich Fadell.

Und doch war Steve Jobs so von dem Konzept überzeugt, dass er das damalige Entwicklerteam dazu anspornte und anhielt, die Stärken des iPods in den Konzepten für Apples erstes Telefon unbedingt zu berücksichtigen. Die Begründung: Mit dem iPod-Drehrad habe man ein so intuitives und wegweisendes Design entwickelt, warum sollte man dies mit einem kompletten Touchdisplay ersetzen?

«Wir arbeiteten Wochen an Ideen, wie man mit dem Drehrad Eingaben tätigen könnte, aber wir schafften es einfach nicht», erklärt Fadell weiter. Und doch wollte Jobs nicht lockerlassen: «Probiert es weiter!» Am Ende entschied sich das Team dann doch für den klassischen Ansatz, den wir auch in den Smartphones heute immer noch wiederfinden.

Mehr Details zum ersten iPhone und weitere Geheimnisse aus seinem Leben als Apple-Erfinder erzählt Tony Fadell in seinem kürzlich veröffentlichten Buch «Build: An Unorthodox Guide to Making Things Worth Making».

(t-online/arg)

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