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A Blackberry logo hangs behind a Canadian flag at their offices on the day of their annual general meeting for shareholders in Waterloo, Canada in this June 23, 2015, file photo. BlackBerry Ltd reported a bigger-than-expected second-quarter loss on September 25, 2015, as revenue from its once-iconic smartphone slid further, sending shares down nearly 4 percent in premarket trading.  REUTERS/Mark Blinch

Der kanadische Smartphone-Hersteller will mit Android zurück auf die Siegerstrasse.
Bild: MARK BLINCH/REUTERS

Bestätigt: Blackberry lanciert erstmals ein Android-Handy

«Priv» soll das erste Android-Gerät aus dem Hause Blackberry heissen. Es verfügt über eine ausziehbare Tastatur und soll bald herauskommen.



Was die Spatzen schon länger von den Dächern pfeifen, ist nun offiziell bestätigt: Blackberry bringt erstmals ein Smartphone mit dem Android-Betriebssystem heraus.

Konzernchef John Chen sagte am Freitag in einer Telefonkonferenz, dass das Gerät eine ausziehbare Tastatur besitze. Der Name «Priv» beziehe sich auf Blackberrys Mission, die Privatsphäre der Nutzerinnen und Nutzer zu schützen.

Zugriff auf Google-Apps

Bis heute setzen die Kanadier bei ihren Smartphones auf ein eigenes Betriebssystem. Allerdings ist aus dem einstigen Business-Handy-König eine lahme Ente geworden. Im letzten Geschäftsquartal wurden gerade mal noch 800'000 Smartphones verkauft, wie heise.de festhält. Im gleichen Zeitraum gingen bei Apple über 60 Millionen iPhones über den Ladentisch.

Auf dem Android-Blackberry werden die bekannten Google-Dienste als Apps vorinstalliert sein. Das Gerät soll bis Jahresende auf den Markt kommen. Der Preis ist noch nicht bekannt.

In der Mitteilung zu den jüngsten Quartalszahlen heisst es auch, dass am eigenen Betriebssystem (BlackBerry 10) festgehalten werde. Die nächste Version folge im März 2016.

John Chen hat den krisengeschüttelten Konzern neu ausgerichtet und damit in ruhigeres Fahrwasser geführt. Er senkte massiv die Kosten und lagerte die Geräteproduktion zum taiwanischen Auftragsfertiger Foxconn aus.

Aktie unter Druck

Die Trendwende beim Smartphone-Pionier Blackberry lässt trotz höherer Software-Umsätze auf sich warten. Im zweiten Quartal brachen die Erlöse um 46,5 Prozent auf 490 Millionen Dollar ein. Dies teilte das Unternehmen am Freitag mit. Ohne Sonderposten betrug der Verlust des Konzerns 66 Millionen Dollar. Analysten hatten nicht mit einem derart schlechten Ergebnis gerechnet. Die Aktie geriet vorbörslich unter Druck.

Lichtblick waren die anziehenden Erlöse im Software-Geschäft und bei Dienstleistungen: Hier ging es um knapp 20 Prozent nach oben. Für die kommenden beiden Quartale sagen die Kanadier steigende Erlöse vorher und stellen sogar eine Rückkehr in die Gewinnzone bis zum Ende des Geschäftsjahres in Aussicht. (sda)

Blackberry steht seit der Einführung des iPhones von Apple unter Druck. Der einst führende Smartphone-Hersteller hat nur noch einen Marktanteil von weniger als einem Prozent und treibt nun die Neuausrichtung auf das Software-Geschäft auch mit Zukäufen voran. Die Kanadier haben bereits eine Rosskur hinter sich, bei der Tausende von Arbeitsplätzen gestrichen wurden.

Mit Material der Nachrichtenagentur SDA

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