Digital
China

Wegen drohendem TikTok-Bann: US-User ziehen zur nächsten China-App

SUQIAN, CHINA - JANUARY 14: In this photo illustration, the logo of Chinese Social Media Platform Xiaohongshu is displayed on a smartphone screen on January 14, 2025 in Suqian, Jiangsu Province of Chi ...
Das neue Tiktok? Xiaohongshu hat Zulauf von US-Usern.Bild: www.imago-images.de

Wegen drohendem TikTok-Bann – US-User ziehen zur nächsten China-App weiter

Wenige Tage vor einer geplanten Verbannung von TikTok aus den App-Stores von Apple und Google hat der Umzug von US-Nutzern begonnen. Einige schwenkten auf die Plattform Xiaohongshu um.
14.01.2025, 07:2914.01.2025, 08:25

Das Netzwerk Xiaohongshu, das auch unter dem englischen Namen Red Note bekannt ist, schnellte am Montag auf die Spitzenplätze der heruntergeladenen Anwendungen im App-Store des US-Tech-Giganten Apple. Xiaohongshu ist zwar fast vollständig auf Mandarin, aber das scheint die Interessierten in den USA nicht abzuhalten.

Das US-Gesetz verpflichtet TikToks chinesischen Mutterkonzern Bytedance zum Verkauf des Dienstes. Das Gesetz räumt Bytedance eine Frist bis zum 19. Januar zum Verkauf von TikTok in den USA ein. Andernfalls soll die Videoplattform aus den App-Stores der US-Konzerne Apple und Google verbannt werden.

Vorwurf der Spionage

US-Behörden werfen Bytedance vor, die App im Dienste der chinesischen Staatsführung zu missbrauchen, um Nutzerinnen und Nutzer auszuspionieren, was die Videoplattform bestreitet. TikTok ist insbesondere bei jungen Menschen beliebt und hat alleine in den USA etwa 170 Millionen Nutzerinnen und Nutzer.

«Oh, Ihr wollt nicht, dass die Chinesen unsere sehr sensiblen persönlichen Daten haben?», fragte Influencerin Jen Hamilton sarkastisch in einem TikTok-Video für ihre 3,9 Millionen Follower, in dem sie ihren Umzug auf Xiaohongsh bewarb. «Kommt rüber», forderte sie die anderen «TikTok-Flüchtlinge» auf.

TikTok hatte Einspruch gegen das US-Gesetz erhoben. Am Freitag liess eine Mehrheit der neun Richter bei einer Verhandlung vor dem Obersten Gerichtshof der USA ihre Zustimmung zu einem Zwang zum Verkauf der Videoplattform durch den chinesischen Mutterkonzern Bytedance erkennen. Der künftige US-Präsident Donald Trump hatte das Oberste Gericht im Dezember um eine Aussetzung des Gesetzes gegen TikTok gebeten, um eine politische Lösung zu finden.

(sda/afp)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
13 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die beliebtesten Kommentare
avatar
herrelsener
14.01.2025 07:00registriert Juli 2023
Offenbar will jetzt Präsident Musk TikTok kaufen.
Das wäre clever - es würde die Amerikaner noch mehr spalten, weil es dann gar keine Regeln mehr auf TikTok gibt.
China ist nicht der Feind per se - aber eine derartige Steilvorlage, würde jeder verwerten.
286
Melden
Zum Kommentar
13
    Über 2 Millionen Swisscom-Kunden aktivieren Callfilter – jetzt gibt es eine Änderung

    Um sich vor unerwünschten Werbeanrufen zu schützen, haben Stand März 2025 über 2,35 Millionen Kundinnen und Kunden der Swisscom den 2016 eingeführten Callfilter aktiviert. Neu will die Swisscom den Callfilter für die gesamte Kundschaft automatisch einschalten, wie das Unternehmen mitteilte.

    Zur Story
    13