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R.I.P. Adobe Flash: 1996 – 2020.

Adobe killt endlich Flash und macht das Internet so gefühlt 200 % sicherer

Die Zeit der oft kritisierten Multimedia-Software Flash läuft in rund dreieinhalb Jahren ab. Der Softwarekonzern Adobe wird den Flashplayer ab Ende 2020 nicht mehr weiterentwickeln und verbreiten.



Adobe läutet das Ende des Flashplayers ein: In drei Jahren wird Adobe die Unterstützung für seinen umstrittenen Flashplayer einstellen, der die letzten rund 20 Jahre das Web geprägt hat. Das kündigte die Software-Firma in der Nacht zum Mittwoch an.

Flash wurde in den 90er-Jahren entwickelt. Das Plugin ermöglicht das Abspielen von Videos oder Animationen (zum Beispiel für Online-Werbung) im Webbrowser. Heute gibt es aber weit bessere Alternativen wie HTML5 und WebGL, die jeder moderne Browser beherrscht und Flash überflüssig machen.

Flash war in den frühen Jahren des Web sehr weit verbreitet, wenn es um Videos, Spiele oder Grafiken und 3D-Ansichten ging. Doch die Software wies auch immer wieder Sicherheitslücken auf und wurde als ineffizient kritisiert. In den vergangenen Jahren machte Flash vor allem als Sicherheitsrisiko Schlagzeilen. Regelmässig wurden unzählige Lücken in der Software gefunden – viele davon sehr schwerwiegend.

Nebst Netflix und YouTube setzten bis vor Kurzem Millionen von Webseiten den Flashplayer voraus, um Videos in Chrome oder Firefox schauen zu können. In letzter Zeit haben aber immer mehr Browser-Hersteller das Flash-Plugin aus Sicherheitsgründen per Voreinstellung deaktiviert und so den schleichenden Tod von Flash besiegelt.

Mit der langen Vorlaufzeit will Adobe Websites, die noch Flash einsetzen, genug Freiraum bieten, um auf andere Lösungen umzusteigen. Die Ankündigung wurde gemeinsam mit Apple, Google, Facebook, Microsoft und dem Firefox-Entwickler Mozilla gemacht.

So will Microsoft in seinen Browsern Edge und Internet Explorer in zwei Jahren Flash standardmässig deaktivieren und ab 2020 aus allen unterstützten Versionen entfernen. In Apples Browser Safari muss ein Nutzer jetzt schon jedes Mal zustimmen, wenn eine Website Flash einsetzen will.

Bis Flash ganz aus dem Web verschwinden wird, wird es aber noch viele Jahre dauern, da zahlreiche Browser-Nutzer nie ein Update machen und so veraltete und löchrige Flash-Versionen nutzen, die Hackern Tür und Tor öffnen.

Apple weigerte sich unter Verweis auf Sicherheitsprobleme, Flash auf seinen iPhones und iPad-Tablets laufen zu lassen – auch als die Software noch breit in der PC-Welt eingesetzt wurde. Adobe gab schliesslich bei Flash für mobile Geräte auf. Nun geht die Flash-Ära auch auf PC und Mac langsam aber sicher zu Ende.

(oli/sda)

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7Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Alnothur 27.07.2017 07:31
    Highlight Highlight Heutige Browser sind mit den ganzen unnötigen, unnützen Schrott"features" längst viel unsicherer, als es Flash je war...
  • Dogbone 26.07.2017 12:38
    Highlight Highlight Warum solange warten? Jetzt einstampfen, den veralteten Müll! Das zeichnet sich ja schon sehr lange ab und wer trotzdem immer noch Flash auf seiner Seite verwendet, dem ist eh nicht zu helfen.
  • Hugeyun 26.07.2017 11:18
    Highlight Highlight Ich wünsche mir stattdessen ein Plugin, das noch vorhandene Flashinhalte als HTML5 oder WebGL Video im Browser wiedergeben kann, so dass nicht auf uralte Webinhalte verzichtet werden muss.
  • Walter Sahli 26.07.2017 10:15
    Highlight Highlight Oh, wieder mal eine Flash-Todesanzeige...
  • #bringhansiback 26.07.2017 10:10
    Highlight Highlight Jetzt fehlen nur noch Java, Javascript, Werbung und das unsägliche Tracking bis das Netz wieder brauchbar wird.

    Kann spuren von Ironie enthalten
  • Randy Marsh 26.07.2017 10:02
    Highlight Highlight Na endlich!!! Wurde aber mal Zeit das Ding einzustampfen.
  • saukaibli 26.07.2017 10:00
    Highlight Highlight Na endlich, von mir aus könnten sie den Schrott gleich einstellen. Jede halbwegs vernünftige Website funktioniert mittlerweile ohne Flash.

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