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OpenAI-Rivale Anthropic will mit seiner KI Claude Finanzbranche erobern

FILE - Dario Amodei, CEO & Co-Founder of Anthropic, speaks on a panel at the convening of the International Network of AI Safety Institutes at the Golden Gate Club at the Presidio in San Francisco ...
Anthropic wurde 2021 in San Francisco gegründet, von ehemaligen OpenAI-Führungskräften, darunter Dario Amodei (Bild) und dessen Schwester Daniela.Bild: keystone

OpenAI-Rivale Anthropic will mit seiner neuen KI die nächste Branche erobern

Neben der Software-Entwicklung und juristischen Dienstleistungen soll «Claude» nun unter anderem Aufgaben der Finanzanalyse übernehmen. Und auch die ChatGPT-Entwickler legen nach.
06.02.2026, 07:5406.02.2026, 07:54

Im Wettlauf der grossen US-amerikanischen KI-Entwickler weitet der OpenAI-Rivale Anthropic die Fähigkeiten seines KI-Chatbots Claude auf mehr Bereiche aus.

Mit dem am Donnerstag vorgestellten Sprachmodell (LLM) Opus 4.6 soll Claude unter anderem auch Aufgaben der Finanzanalyse übernehmen können.

Dafür werte die KI-Software etwa Unternehmensdaten, Pflichtmitteilungen und Marktinformationen aus, wie Anthropic erläuterte (siehe Quellen).

Aktien von Finanzanalyse-Firmen verbuchten nach Vorstellung der neuen KI-Software zum Teil deutliche Kursverluste. Vergangene Woche hatte Anthropic mit einem Angebot für juristische Dienstleistungen bereits ein Kursrutsch bei Spezialisten für klassische Software in dem Bereich ausgelöst.

Aufspüren von Software-Schwachstellen

Claude Opus 4.6 ist laut Anthropic auch besser darin, Sicherheitslücken in Software zu finden. So habe die KI mehr als 500 bisher nicht bekannte schwerwiegende Schwachstellen in Sammlungen von Open-Source-Programmen entdeckt, hiess es. Anthropic hatte zuvor allerdings auch davor gewarnt, dass Online-Angreifer ebenfalls auf Künstliche Intelligenz für ihre Attacken setzen.

Claude Opus 4.6 sei ab sofort auf claude.ai verfügbar, wie auch über die Programmierschnittstelle (API) und «alle gängigen Cloud-Plattformen».

Dario Amodei, Co-Gründer und CEO der US-amerikanischen KI-Entwicklerfirma Anthropic, 2024.
Der CEO von Anthropic gilt laut «Times» als eine der 100 einflussreichsten Personen (2025).Bild: imago-images.de

Wettstreit um Kundschaft

Der ChatGPT-Erfinder OpenAI veröffentlichte unterdessen fast zur gleichen Zeit eine verbesserte Version seiner KI-Software zum Programmieren. GPT-5.3-Codex sei auch das erste Modell, das massgeblich an seiner eigenen Entwicklung beteiligt gewesen sei, hiess es.

OpenAI und Anthropic wetteifern darum, ihre Software mit Künstlicher Intelligenz in Unternehmen und Behörden unterzubringen. Aktuell setzt die Branche auf sogenannte KI-Agenten, die eigenständig mehrstufige Aufgaben erledigen können.

Bisher veränderte KI vor allem das Programmieren von Software. Früher mussten Menschen den Software-Code weitgehend selbst schreiben. Inzwischen wird dieser zu grossen Teilen von KI erstellt und anschliessend von menschlichen Fachleuten geprüft.

Quellen

(dsc)

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