DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Überwachungskamera auf einem Motel-Gebäude. Eine Hackergruppierung ist in die Systeme des Start-ups Verkada eingedrungen und hat Aufnahmen im Internet veröffentlicht, um gegen die Überwachungsindustrie und damit verbundene Risiken zu protestieren.
Überwachungskamera auf einem Motel-Gebäude. Eine Hackergruppierung ist in die Systeme des Start-ups Verkada eingedrungen und hat Aufnahmen im Internet veröffentlicht, um gegen die Überwachungsindustrie und damit verbundene Risiken zu protestieren. Bild: keystone

Nach grossem Datenschutz-Fail: Sicherheitskamera-Firma schaltet FBI ein

11.03.2021, 16:0312.03.2021, 09:37

Nachdem Hacker in einer aufsehenerregenden Aktion Überwachungskameras in amerikanischen Krankenhäusern, Gefängnissen und Polizeirevieren anzapfen konnten, hat der Anbieter das FBI eingeschaltet. Neben der US-Bundespolizei arbeite man auch mit einer IT-Sicherheitsfirma zusammen, um die Ursachen der erfolgreichen Attacke aufzuklären, teilte das Start-up Verkada am Donnerstag mit.

Die Hacker-Gruppe griff nach eigenen Angaben Bilder von rund 150'000 Überwachungskameras ab und verschaffte sich auch Zugang zu gespeicherten Aufnahmen von Verkada-Kunden. Verkada zufolge drangen die Hacker in einen Server ein, über den Kundendienst-Mitarbeiter Zugriff auf die Kameras hatten, um etwa Einstellungen anzupassen.

Sie waren demnach vom 7. bis 9. März im System.

Der Finanzdienst Bloomberg berichtete unter Berufung auf frühere Mitarbeiter, rund 100 Verkada-Beschäftigte hätten eine Berechtigung zum Zugriff auf Kameras bei den Kunden. Die Hacker fanden nach eigenen Angaben Zugangsdaten für einen Administrator-Account mit weitreichendem Zugriff öffentlich sichtbar im Internet.

Unter den Verkada-Kunden, bei denen die Hacker Kameras anzapfen konnten, waren der Elektroauto-Hersteller Tesla und die IT-Sicherheitsfirma Cloudflare. Verkada betonte, nur ein Teil der Kameras sei betroffen gewesen.

Die Firma warb speziell mit mehr Sicherheit durch weitreichenden Einsatz von Gesichtserkennung. Kunden können die Bilder zum Beispiel bei Ermittlungen zu Zwischenfällen etwa nach der Farbe von Bekleidung oder Geschlechtsmerkmalen durchsuchen.

(dsc/sda/awp/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Die bösartigsten Computer-Attacken aller Zeiten

1 / 16
Die bösartigsten Computer-Attacken aller Zeiten
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Surfer kolidiert auf hoher See – Bodycam filmt mit

Video: watson

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

2 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
2
«Wenn ihr nur halb so viel Energie in Erneuerbare gesteckt hättet wie ins Saufen...»
Die Sorge ums verknappte Erdgas und massiv gestiegene Energiepreise bewegen die Welt – dass dennoch Hunderttausende auf dem Oktoberfest in München feiern, stösst vielen sauer auf.

Die Politik stellt Industrie und Bürger aufs Sparen ein, Experten warnen in Anbetracht von möglichen Energieausfällen vor einem Blackout und gleichzeitig fahren bunt blinkende Fahrgeschäfte auf dem Oktoberfest 2022. Das ist nach zwei Jahren Coronapause am vergangenen Freitag wieder gestartet – zum Missfallen vieler Nutzerinnen und Nutzer in den sozialen Medien.

Zur Story