Schneeregenschauer
DE | FR
7
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Digital
Deutschland

Deutschland verhindert bessere Arbeitsbedingungen für Lieferando, Uber

epa08993500 A food delivery man of Lieferando pushes his bike in a snowstorm along a main road in Bremen, northern Germany, 07 February 2021. A heavy winter storm with cold easterly winds brings ice a ...
Ein Food-Kurier von Lieferando im vergangenen Winter.Bild: keystone

Deutschland verhindert bessere Arbeitsbedingungen für Lieferando, Uber und Co. in Europa

Entsprechende Verhandlungen sind gescheitert. Nun liegt die Hoffnung bei Schweden, das neu den Vorsitz unter den EU-Ländern inne hat.
09.12.2022, 09:2009.12.2022, 13:21

Verhandlungen der EU-Staaten über bessere Bedingungen für Beschäftigte von Onlineplattformen wie Lieferando, Uber oder Gorillas sind an Deutschland gescheitert.

Wenn Berlin dem Vorhaben zugestimmt hätte, hätte es nach Informationen von EU-Diplomaten eine ausreichende Mehrheit dafür gegeben. Die Bundesregierung konnte sich vor der Verhandlung aber nicht auf eine gemeinsame Haltung einigen.

Hintergrund der Gespräche ist ein Vorschlag der EU-Kommission, nach denen Onlineplattform-Beschäftigte künftig besser abgesichert werden sollen. EU-Staaten und Europaparlament müssen sich noch auf einen Kompromiss einigen.

Millionen von Arbeiterinnen und Arbeitern könnten dem Vorschlag der Kommission zufolge wie Angestellte eingestuft werden und etwa Anspruch auf Mindestlohn und geregelte Arbeitszeiten haben. Heute gelten viele Plattformarbeiterinnen und -arbeiter als Freiberufler.

Update: Lieferando begrüsst den Gesetzentwurf, der auch neue Transparenzvorgaben für Unternehmen vorsieht, grundsätzlich. Ein Sprecher betonte aber: «Lieferando arbeitet weder mit Freiberuflern oder Selbstständigen noch mit einem Subunternehmermodell.»

Warum ist das Vorhaben gescheitert?

Für die deutsche SPD-Europaabgeordnete Gaby Bischoff steht die Schuldige fest: «Es ist sehr enttäuschend, dass sich die Bundesregierung wegen der FDP nicht konstruktiv an den Verhandlungen beteiligen konnte», teilte sie am Abend mit.

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) hatte den Vorschlag der Kommission im Sommer begrüsst.

Die FDP-Europaabgeordnete Svenja Hahn sagte, die Gefahr bestehe, dass die neue Regulierung Selbstständigkeit de facto abschaffe. «Die Mitgliedsländer müssen statt auf Geschwindigkeit zu setzen vor allem eine Position finden, die Selbstständige stärkt.»

Von Seiten der tschechischen Ratspräsidentschaft hiess es, eine Einigung unter den EU-Staaten sei in greifbarer Nähe. Man hoffe auf einen Kompromiss in den nächsten Monaten. Dann hat Schweden den regelmässig wechselnden Vorsitz unter den EU-Ländern inne.

(dsc/sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Leute, denen es auf der Arbeit offensichtlich langweilig war

1 / 29
Leute, denen es auf der Arbeit offensichtlich langweilig war
quelle: reddit
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Kein Job für Weicheier

Video: srf

Das könnte dich auch noch interessieren:

7 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die beliebtesten Kommentare
avatar
Einer mit interkantonalem Migrationshintergrund
09.12.2022 11:22registriert April 2021
Ja das dicke Kuckucksei namens FDP...
Wenigstens wird deren welt- und realitätsfremde Ideologie in DE derzeit schonungslos als das erkennbar was sie ist. In der Schweiz dringt das ja leider noch nicht so ganz zu den Stimmbürger:innen durch...
276
Melden
Zum Kommentar
7
«Finanzierung gesichert»: Musk verteidigt seine umstrittenen Tweets im Zeugenstand
Tesla- und Twitter-Chef Elon Musk hat vor Gericht seine umstrittenen Tweets aus dem Jahr 2018 verteidigt, die ihm eine potenziell teure Anlegerklage eingebrockt haben. Er sei damals ehrlich gewesen, versicherte Musk in San Francisco.

Verhandelt wird eine Sammelklage von Anlegern zu Musks überstürzter Ankündigung, den Elektroauto-Hersteller von der Börse nehmen zu wollen. Die Kläger werfen Musk Betrug vor, der sie um Geld gebracht hat. Nach einer stundenlangen Befragung am Montag muss er am Dienstag zum dritten Mal in den Zeugenstand steigen.

Zur Story