DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
«Die schönste Zeit des Jahres – um diese Kriminellen einzusperren.»
«Die schönste Zeit des Jahres – um diese Kriminellen einzusperren.»
screenshot: europol

Mörder zu Weihnachten: Hier kommt der (absurde) Adventskalender von Europol

Der EU-Polizeibehörde ist offensichtlich jedes Mittel recht, um Mörder, Vergewaltiger und Serien-Betrüger zu schnappen. Jeden Tag im Advent öffnet sich ein neues Türchen mit einem von «Europe's Most Wanted».
30.11.2016, 17:3401.12.2016, 01:04

Advent, Advent, ein Lichtlein brennt?

Bei der EU-Polizeibehörde Europol nimmt man die besinnliche Adventszeit zum Anlass, um die Bürgerinnen und Bürger zur Verbrecherjagd aufzurufen. Alle sollen «mithelfen».

Ab dem 1. Dezember will Europol Tag für Tag den Steckbrief eines gesuchten Verbrechers veröffentlichen. Auf der «Europe's Most Wanted»-Liste stehen über 60 Mörder, Kidnapper, Terroristen und Kinderschänder.

Die Website www.eumostwanted.eu mit den meistgesuchten Verbrecherinnen und Verbrechern Europas ist im vergangenen Januar aufgeschaltet worden ...

Laut Ankündigung werden insgesamt 23 Steckbriefe aus 23 EU-Staaten, die bei der Aktion mitmachen, veröffentlicht – vor Heiligabend ist Schluss.

Hinter dem ungewöhnlichen «Adventskalender» steht neben Europol auch das European Network of Fugitive Active Search Team, kurz ENFAST. Das ist ein internationales Polizei-Netzwerk, das flüchtige Kriminelle aufspüren soll.

In der Europol-Mitteilung heisst es, bei den Gesuchten handle es sich um Personen, die rechtskräftig verurteilt wurden – oder die «extrem schwerer Verbrechen» angeklagt seien.

Ein Adventskalender, um Europas Schwerverbrecher zu jagen?

Mitte 2016 liess Europol verlauten, dass die Internet-Plattform ein Erfolg sei. Bei mehreren Festnahmen habe es einen direkten Zusammenhang zwischen der Lokalisierung der Verdächtigen und www.eumostwanted.eu gegeben.

Massives Datenleck

Ausgerechnet am Tag der «Adventskalender»-Ankündigung geriet Europol allerdings auch völlig ungewollt in die Schlagzeilen. Die EU-Polizeiagentur mit Sitz in Den Haag ist gemäss Berichten niederländischer Medien von einem massiven Datenleck betroffen, wie netzpolitik.org berichtet.

Eine Mitarbeiterin habe Informationen zu Terror-Verdächtigen mit nach Hause genommen und digitale Kopien auf einem Computer angefertigt. Der entsprechende Datenträger sei mit dem Internet verbunden gewesen. Mehr als 700 Seiten vertraulicher Daten seien schliesslich beim TV-Sender Zembla gelandet, der am Mittwochabend über den Skandal berichten werde.

Die ganze Liste

screenshot: europol

Die wohl schrecklichsten Phantombilder der Welt

1 / 22
Die wohl schrecklichsten Phantombilder der Welt
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Schlechtes Blut – oder der grösste Betrug im Silicon Valley

Mit ihrem angeblichen Blutanalysegadget hat Elizabeth Holmes alle getäuscht: Rupert Murdoch, Henry Kissinger und auch Jim Mattis. Jetzt hat der Prozess gegen die mutmasslich grösste Betrügerin des Silicon Valleys begonnen.

«Fake it until you make it» (Täusch etwas vor, bis es funktioniert) ist ein beliebtes Motto in der Start-up-Szene des Silicon Valley. Viele technische Sensationen werden mit üblen Kinderkrankheiten und grossspurigen Versprechen auf den Markt geworfen. Meist verschwinden diese Heilsbringer jedoch genau so schnell, wie sie aufgetaucht sind.

Nicht so bei Elizabeth Holmes. Sie beherrschte das Täuschungsspiel perfekt. Die Gründerin eines Unternehmens namens Theranos steht im Mittelpunkt der …

Artikel lesen
Link zum Artikel