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Bild: AP/AP

30 Millionen Facebook-Profile gehackt. User-Daten weg. So merkst du, ob du betroffen bist

Facebook hat nach einer Untersuchung bekanntgegeben, dass «nur» 30 Millionen statt wie zunächst geschätzt 50 Millionen User vom Hack betroffen seien. Von rund der Hälfte der Opfer erbeuteten die Hacker jedoch sensible Daten.
15.10.2018, 09:1715.10.2018, 10:16

Bei dem jüngsten Cyberangriff auf Facebook haben Hacker dem US-Konzern zufolge mehrere Millionen Datensätze von Nutzern erbeutet. Insgesamt sei auf etwa 30 Millionen Benutzerkonten zugegriffen worden, teilte Facebook auf seinem Firmenblog mit.

Facebook hatte bereits Ende September einen Hackerangriff eingeräumt und zunächst von 50 Millionen betroffenen Nutzern gesprochen. Unklar blieb dabei, ob auch Daten gestohlen worden waren. Nun musste Facebook nach einer internen Untersuchung einräumen, dass die Betrüger sensible Nutzerdaten erbeutet hatten.

In 29 Millionen dieser Fälle seien Namen und Kontakt-Angaben wie E-Mail-Adressen oder Telefonnummern gestohlen worden.

«Bei 14 Millionen Usern haben die Hacker sowohl Name und Kontaktinformationen als auch Informationen wie Geschlecht, Ort, Sprache, Beziehungsstatus, Religion, Heimatstadt, Geburtsdatum, Wohnort, benutzte Geräte und die 15 letzten Suchanfragen in Erfahrung bringen können.»
Guy Rosen, Facebook-Vize-Präsident Product Management

Die Daten der übrigen Millionen Nutzer seien unversehrt geblieben. Facebook hat insgesamt mehr als 2,2 Milliarden aktive Mitglieder.

Es seien keine persönlichen Mitteilungen oder Finanzinformationen gestohlen worden. Auch gebe es bislang keinen Hinweis auf Versuche, mit den Login-Daten von Facebook auf andere Webseiten zuzugreifen. Zugleich könne der Konzern indes nicht ausschliessen, dass es weitere, kleinere Angriffe gegeben habe, während die Sicherheitslücke existierte. Das FBI habe sich eingeschaltet, teilte Facebook weiter mit. Die Ermittlungsbehörde habe darum gebeten, über mögliche Urheber des Angriffs zu schweigen.

So informiert Facebook die Opfer

Nun hat das Unternehmen erklärt, wie es die betroffenen Nutzer informieren will: «In den nächsten Tagen» werde bei allen betroffenen Profilen eine Meldung im Newsfeed erscheinen. Weitergehende Informationen könnten User im Help Center ihres Accounts bekommen.

Die interne Untersuchung ergab laut Facebook, dass die Angreifer die Attacke von einer Reihe Profile gestartet hatten, die sie selbst kontrollierten. Den neuen Angaben zufolge nutzten die Angreifer «ein komplexes Zusammenspiel von drei getrennten Softwarefehlern», das von Juli 2017 bis September 2018 zu einer Sicherheitslücke geführt habe. Diese sei zwei Tage nach dem Bekanntwerden geschlossen worden.

Mehr Infos zum Facebook-Hack

Facebook erklärt seine Spielregeln: Was ist erlaubt, was wird gelöscht?

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Facebook erklärt seine Spielregeln
quelle: epa/dpa / maurizio gambarini
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(oli/sda/reu)

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