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screenshot: dickcode.net

Was Männer anstelle von «Dick Pics» verschicken können

Wir sollen Sex-Selfies auf Facebook laden, damit diese nicht weiterverbreitet werden. Das ist so absurd, wie es klingt. Doch es gibt auch noch andere Lösungen...

Patrick Züst / Schweiz am Wochenende



Es gibt viele Gründe, wieso man keine Nacktfotos von sich verschicken sollte. Trotzdem ist Sexting ein Dauerthema – nicht nur bei Jugendlichen, die von Ex-Partnern mit Rache-Pornos erpresst werden, sondern auch bei Prominenten, deren private Foto- und Videoaufnahmen von Hackern ins Netz gestellt werden.

Seit November laufen bei Facebook nun erste Pilotversuche, welche das Problem eindämmen sollen: Wer ein Nackt-Selfie von sich versendet hat, sei es im Liebeswahn oder im Alkoholrausch, kann dasselbe Bild bald auch an Facebook schicken.

Ein Algorithmus erstellt daraus dann einen digitalen Fingerabdruck, mit dem das Foto eindeutig identifiziert werden kann, ohne dass es auf den Servern der Firma gespeichert wird. Versucht nun ein Ex-Freund oder ein Hacker, dasselbe Bild auf Facebook, Messenger oder Instagram zu stellen, wird dieser Vorgang automatisch blockiert.

Snapchat für Nacktfotos

Dieser Pilotversuch mag gut gemeint sein, aber er hat Schwächen. Viele Schwächen. Unter anderem müssen im Moment noch Mitarbeiter von Facebook jedes Nacktbild einzeln sichten und dann entscheiden, ob dieses tatsächlich blockiert werden soll. Ausserdem führt schon eine leichte Änderung am Foto, egal ob Farbkorrektur oder Bildausschnitt, zu einem anderen digitalen Fingerabdruck. Die Funktion verliert dann jegliche Wirkung.

Natürlich ist Facebook nur eine von vielen Plattformen, wo solche Fotos geteilt werden können – an der globalen Problematik wird das Pilotprojekt also gar nichts ändern. Neben der Initiative des Tech-Giganten gibt es jedoch diverse weitere Firmen, welche unsere Sex-Selfies schützen wollen:

Amerikanische Entwickler haben beispielsweise die iPhone-App «Nude» programmiert, welche das Smartphone automatisch nach Nacktbildern durchsucht und diese in einem passwortgeschützten Ordner speichert. Für diese Einordnung zuständig ist ein künstlich intelligentes Computersystem, das anhand von 30 Millionen Pornobildern gelernt hat, Nacktfotos eigenständig zu identifizieren.

Der Prozess funktioniere schon sehr genau, sagen die Programmierer, einzig beim Bestimmen von Männerbrüsten habe die Software noch Mühe. Ein Bild vom fülligen Mann in Badehose wird dadurch als Nacktselfie klassifiziert.

Daneben existieren diverse Apps, welche speziell für den Austausch von Nacktfotos entwickelt wurden: Wie bei Snapchat werden Bilder nach wenigen Sekunden gelöscht, zudem sind Screenshots deaktiviert.

Einen neuen Ansatz verfolgt die Website «Dick Code». Dort kann ein Mann anhand verschiedener Kategorien angeben, wie sein Penis aussieht: Grösse, Farbe, sogar Krümmung und Behaarung. Man(n) verschickt dann kein Foto von seinem besten Stück, sondern einen Link zur Website. Ob damit eine neue Ära für Sex-Selfies anbricht?

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screenshot: dickcode.net

(aargauerzeitung.ch)

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Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
16Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Ramy 05.02.2018 10:27
    Highlight Highlight Für alle die sagen Nacktfotos von Ihnen gelangen schon nicht in die Öffentlichkeit möchte ich an die Geschichte von Rose (Titanic) erinnern:
    Eine Frau lies von einem Mann ein Nacktbild von sich erstellen. Sie verschlisst das einzige existierende Bild in einem Safe. Das Bild geht kurz darauf in dem Safe unter und versinkt.
    Trotzdem landet das Nacktbild 80 Jahre später im Fernseher. Niemand ist sicher!!
  • Pana 03.02.2018 18:31
    Highlight Highlight Haha, kann man am Schluss seine Resultate (bei Dick Code) wirklich auf Facebook teilen? Who the hell does that!
  • Calisthenics 03.02.2018 15:55
    Highlight Highlight Sexting war Fun so mit 17 bis 19.
    Sobald man aber wirklich eine Frau haben möchte, wird ein PicDick wohl kaum zum Erfolg führen!
    Erotische Pics ist was anderes solange keine Genitalien zu sehen sind, oder höchstens hinter ein bisschen Stoff. Und auch nur wenn die Frau das auch will und macht.
  • Howard271 03.02.2018 13:21
    Highlight Highlight Hihi Penis
  • Theor 03.02.2018 13:14
    Highlight Highlight Sollte man sich vieleicht auch mal genauer damit auseinandersetzen, wieso wir Nackt-Selfies versenden wollen? Meine Vermutung ist ja, weil wir in der Gesellschaft immer steriler werden und unsere Sexualität dadurch total verleugnen müssen. Als Folge wird unser Privatleben immer abgedrehter und verrückter.
  • Simsalabum 03.02.2018 12:43
    Highlight Highlight Wenn folgt der Vagina Code?
  • TheBean 03.02.2018 12:19
    Highlight Highlight Liebe Frauen, ihr braucht keine Pornostars zu werden... es geht auch anders😉
  • Lullaby 03.02.2018 09:51
    Highlight Highlight Liebe Männer, liebe Frauen. Fotos sind dazu da, gesehen zu werden.

    Also, immer wenn ihr von euch ein Nacktfoto macht, oder machen lässt, müsst ihr davon ausgehen, dass es an die Öffentlichkeit gerät. Die Menschen sind nicht fähig, mit dieser Art von Informationen vertraulich umzugehen.

    Lasst es einfach sein, dann seid ihr auf der sicheren Seite und müsst euch nicht darum kümmern, wer euer Foto nun weiterverbreitet hat.
    • ands 03.02.2018 12:25
      Highlight Highlight Diese Art der Prävention hat noch nie funktioniert.
      Es ist viel effektiver, aufzuzeigen, wie man etwas richtig macht, als einfach alles zu verbieten.
    • Citation Needed 03.02.2018 13:24
      Highlight Highlight Brutal pessimistisch dein Post, was den Glauben in die (Lern-)fähigkeit des Menschen betrifft. Aber Du hast recht.
      :-)

      Wir sind eh irrational, und wenn's um Sex geht, dann macht das Gehirn Ferien.
    • Phrosch 03.02.2018 18:26
      Highlight Highlight @ands: es gibt Dinge, die sollte man einfach bleiben lassen, weil man sie nicht richtig machen kann.
  • Panna cotta 03.02.2018 08:50
    Highlight Highlight Man könnte die Schwanztypen auf einer Tabelle durchnumerieren, so bräuchte der geneigte Herr seiner Perle nur noch "15" oder "42" zu schicken. :-)
    • Charlie7 03.02.2018 10:09
      Highlight Highlight Gute Idee.
      Möchte man aber die selben Auswahlkriterien bereitstellen, dann müsste man aus 18'393'661'440'000 Bildern auswählen.
      Sorry fürs "Tüpflischisse" :)
    • fabsli 03.02.2018 10:31
      Highlight Highlight Aber bitte Nummerierung beginnend ab 30 ;)
    • lost hope 03.02.2018 12:40
      Highlight Highlight Jetzt mal ehrlich: Wovon träumen Männer eigentlich? 😜
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