DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
AUCKLAND, NEW ZEALAND - JUNE 07:  Internet Party founder Kim Dotcom sits on the panel to hear from a shortlist of 22 candidates gathered in Auckland's Q Theatre on June 7, 2014 in Auckland, New Zealand. The candidates face a selection committee and Internet Party members in a bid to contest the election for the combined Internet-MANA Party in the 2014 September general election.  (Photo by Fiona Goodall/Getty Images)

Kim Dotcom bei einer Veranstaltung in seiner Wahlheimat Neuseeland. Der Gründer der Internet-Partei muss sich erneut mit Piraterie-Vorwürfen herumschlagen. Bild: Getty Images

Nationale Blockade für Internet-Adressen

Aktion gegen Filmpiraten: Italien sperrt 24 Websites, darunter Kim Dotcoms Filesharing-Dienst Mega und eine Schweizer Domain

Zu den Betroffenen gehört auch der russische Oligarch Alisher Usmanov.



Die italienische Justiz geht gegen Filmpiraten im Internet vor. Wie das auf Filesharing-News spezialisierte Portal TorrentFreak am Samstag berichtete, sind zwei Dutzend Websites gesperrt worden. Betroffen ist unter anderem der Filesharing-Dienst Mega von Kim Dotcom. 

Erwischt hat es ausserdem den populären Cloud-Speicherdienst Firedrive (ehemals Putlocker) sowie auch Russlands grössten Webmail-Anbieter Mail.ru. Dieser gehört dem Oligarchen Alisher Usmanov.

Aber auch eine Website mit Schweizer Top-Level-Domain soll angeblich von italienischen Internet-Providern gesperrt werden: Uploadable.ch gehört ebenfalls zur Kategorie der umstrittenen Cloud-Speicherdienste, die das einfache Verbreiten von grossen Dateien ermöglichen. Als Besitzer ist ein Chinese registriert, der Server steht in den Niederlanden.

Laut TorrentFreak hat ein römischer Richter die Blockade der Internet-Adressen auf Ersuchen eines italienischen Film-Studios erlassen. Angeblich sollen zwei urheberrechtlich geschützte Filme im Internet verbreitet worden sein, bevor sie auf den Markt kamen.

Mega-Geschäftsführer protestiert

Der von Kim Dotcom im Januar 2013 lancierte Cloud-Speicherdienst Mega.co.nz steht unter scharfer und ständiger Beobachtung der Unterhaltungsindustrie. Der Mega-Geschäftsführer Stephen Hall bezeichnete die Blockade in einer ersten Reaktion als unverhältnismässig und illegal. Er sagte, das Unternehmen biete dem EU-Recht entsprechend die Möglichkeit, urheberrechtlich geschütztes Material entfernen zu lassen.

Mega ergreife nun die erforderlichen Schritte, damit die italienischen Kunden wieder Zugriff auf ihre in der Cloud gespeicherten Daten erhielten. Weiter wies das Unternehmen darauf hin, dass die Sperre mit einfachen Mitteln umgangen werden könne.

Ein italienischer Rechtsanwalt erklärte gegenüber TorrentFreak, dass es sich um die bislang zweitgrösste Webseiten-Blockade handle, in Anbetracht der prominenten Betroffenen, sei es aber die wichtigste.

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Die Webseiten-Betreiber können es vor einem Berufungsgericht anfechten.

Gemäss der italienischen Behörde sind folgende Seiten gesperrt worden:

cineblog01.net, cineblog01.tv, ddlstorage.com, divxstage.eu, easybytez.com, filminstreaming.eu, filmstream.info, firedrive.com, mail.ru, mega.co.nz, movshare.sx, nowdownload.ag, nowdownload.sx, nowvideo.sx, piratestreaming.net, primeshare.tv, putlocker.com, rapidvideo.tv, sockshare.com, uploadable.ch, uploadinc.com, video.tt , videopremium.me und youwatch.org

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Du streamst gern Serien und Filme? Dann Hände weg von diesen Seiten

Was man über Streaming-Dienste jenseits von Netflix und ihre illegalen Angebote wissen sollte. Und ja, wir müssen auch über Vavoo reden ...

Inhaltsverzeichnis:

Streaming passt zum Zeitgeist.

Bequem konsumieren. Nichts riskieren.

No risk, much fun?

Während sich frühere Generationen als Jäger und Sammler betätigten und Filesharing bei Jung und Alt beliebt war, geht es heute ohne Bittorrent, Napster und Co. zur Sache.

Warum auch soll man in schmuddeligen Diskussionsforen nach Filmen und Serien stöbern, sich mit Fake-Dateien und Tools abmühen, wenn die gewünschten Inhalte schön angerichtet auf dem Servierteller (sprich Browser) …

Artikel lesen
Link zum Artikel