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Kim Dotcom gestures towards a camera after an interview with Reuters in Auckland in this January 19, 2013 file photo. Nearly four years after dozens of black-clad police rappelled into his New Zealand mansion and cut him from a safe room, flamboyant German tech entrepreneur and would-be hip-hop star Kim Dotcom may finally be about to face the music. A New Zealand court hearing starting on September 21, 2015 will determine whether Dotcom will face charges of copyright infringement, racketeering and money laundering in the United States related to the Megaupload file-sharing site he founded in 2005.  REUTERS/Nigel Marple/Files

Da war Kim Dotcom (auf seinem neuseeländischen Anwesen) noch zu Spässen aufgelegt. Bild: keystone

Kim Dotcom wehrt sich mit einer neuen Finte gegen die Auslieferung an die USA

2012 legte das FBI seine berühmt-berüchtige Filesharing-Plattform Mega Upload still. Vier Jahre später muss der nach Neuseeland geflüchtete Gründer vor Gericht um seine Freiheit kämpfen.



Anwälte des Internet-Unternehmers Kim Dotcom haben bei einer Anhörung in Neuseeland erneut versucht, eine Auslieferung ihres Mandanten an die USA abzuwehren. Dotcom selbst erschien am Montag nicht im Gericht von Auckland, als die Anhörung begann.

Der deutschstämmige Internetunternehmer verlangt eine Live-Übertragung seiner Auslieferungsanhörung via Internet. Er hat sich in dieser Sache via Twitter zu Wort gemeldet und argumentiert, es bestehe ein grosses öffentliches Interesse ...

Der Fall habe eine nie dagewesene Dimension des öffentlichen und internationalen Interesses, sagte Dotcoms Anwalt Ron Mansfield am Montag beim Beginn der Anhörung vor einem neuseeländischen Gericht. Deshalb sei es unfair, wenn die Verhandlung ohne Livestream ablaufe. Gewöhnliche Medienberichterstattung werde nicht allen Aspekten des Falls gerecht und werde wahrscheinlich «unausgewogen» sein.

Dotcom versucht, die US-Ermittler unter Druck zu setzen

Der für die Berufung zuständige Richter Murray Gilbert kritisierte den Antrag wegen dessen später Einreichung, wie die Nachrichtenagentur AP berichtete. Er traf zur Forderung nach einem Livestream aus dem Gericht jedoch zunächst keine Entscheidung. Er will nun Medienvertretern Gelegenheit geben, zum Vorschlag Stellung zu nehmen.

Bis zu 20 Jahre Gefängnis

Dotcom ist Gründer der einst populären Filesharing-Plattform Mega Upload, auf der Nutzer Musik, Filme und andere Inhalte untereinander austauschten. US-Ankläger werfen ihm und drei Mitstreitern vor, Copyright-Besitzer damit um mindestens eine halbe Milliarde US-Dollar geprellt zu haben. Die US-Behörden liessen den Dienst 2012 schliessen.

Dotcom lebt seit Jahren in Neuseeland. Auf US-Antrag führte die neuseeländische Polizei 2012 eine Razzia auf seinem Anwesen durch und nahm Dotcom vorübergehend fest.

Die US-Behörden wollen ihm und seinen Mitstreitern den Prozess machen. Bei einem Schuldspruch droht ihnen bis zu 20 Jahre Gefängnis.

(dsc/sda/dpa/afp)

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