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Sexismus-Alarm bei Google – Chefs wegen Vertuschung sexueller Belästigungen verklagt

People stand in front of the Google tent during preparations for CES International, Saturday, Jan. 5, 2019, in Las Vegas. (AP Photo/John Locher)
Hey Google, ihr habt ein Problem.Bild: AP/AP

Hey Google, ihr habt ein Problem! Chefs wegen Vertuschung sexueller Belästigungen verklagt

11.01.2019, 11:0811.01.2019, 11:08

Der Verwaltungsrat des Google-Mutterkonzerns Alphabet ist wegen seines Umgangs mit sexueller Belästigung im Unternehmen und mit einem Datenleck von Aktionären verklagt worden. Dem Online-Riesen wird eine «Kultur der Verheimlichung» vorgeworfen.

Dies geht aus der am Donnerstag (Ortszeit) bei einem Gericht im kalifornischen San Mateo eingereichten Klageschrift hervor. Stellungnahmen von Alphabet oder Google gab es zunächst nicht.

Im Oktober hatte ein Bericht der «New York Times» den Konzern erschüttert, laut dem Google schützend die Hand über Führungskräfte hielt, denen sexuelle Belästigung oder Nötigung vorgeworfen wurde. Die nun eingereichte Klage beschuldigt den Verwaltungsrat, 2014 und 2016 eine direkte Rolle bei diesen Vertuschungen gespielt zu haben. Zudem sei eine Panne beim gefloppten Online-Netzwerk Google Plus verschwiegen worden, durch die ein Nutzerdatenleck entstand.

Die Anwälte der Kläger - zwei US-Pensionsfonds - wollen in dem Rechtsstreit beweisen, dass Google durch das Fehlverhalten des Verwaltungsrats Schäden in Höhe von «Hunderten Millionen Dollar» erlitten hat. Das sei etwa durch hoch dotierte Abfindungen für Manager geschehen, denen Belästigung vorgeworfen wurde. Die Klägeranwälte fordern Schadenersatz für die Aktionäre und eine gerichtliche Anordnung, dass Alphabet und Google Unternehmensführung und interne Kontrollen zum Schutz von Mitarbeitern und Investoren verbessern.

(oli/sda/dpa)

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