wechselnd bewölkt10°
DE | FR
Digital
Google

Google benennt seine KI in «Gemini» um und kündigt KI-Apps fürs Handy an

Teaserbild Google KI-System Gemini
Der Alphabet-Konzern will mit neuen KI-Angeboten punkten.Bild: watson / screenshots: google.com

Google benennt seine KI in «Gemini» um und kündigt KI-Apps fürs Handy an

Es soll auch eine kostenpflichtige Plattform namens Gemini Advanced geben.
08.02.2024, 14:3008.02.2024, 17:00
Mehr «Digital»

Mit der Umbenennung seines KI-Systems will Google sein Profil schärfen. Gleichzeitig kündigt der Internet-Konzern KI-Apps fürs Smartphone und eine bezahlpflichtige Profi-Variante an.

Was hat es mit der Namensänderung auf sich?

Google wird künftig seine Apps und Dienste mit Künstlicher Intelligenz unter der Marke Gemini zusammenfassen. Bislang trug nur ein grosses Sprachmodell (LLM) den Namen Gemini.

Der Chat-Bot von Google hiess bislang Bard, benannt nach dem englischen Dichter William Shakespeare (Spitzname: «The Bard of Avon»). Dieser Name für den Herausforderer von ChatGPT von OpenAI werde künftig verschwinden, kündigte Konzern-Chef Sundar Pichai am Donnerstag an.

Wann gibt's das?

In den USA wird Gemini von sofort an auch auf Smartphones zur Verfügung stehen. Handys mit dem Google-Betriebssystem Android erhalten eine eigene Gemini-App. Auf dem iPhone von Apple wird Gemini innerhalb der bestehenden Google-App angeboten. Dabei löst das KI-System auch den bisherigen Sprachassistenten «Google Assistent» ab, wenn die Nutzerinnen und Nutzer dem Umstieg zustimmen.

Wann die Apps in Europa zur Verfügung stehen werden, teilte Google nicht mit. Eine Woche nach dem Start in den USA sollen die Apps in weiteren englischsprachigen Ländern sowie auf Japanisch und Koreanisch in Japan und Südkorea eingeführt werden. Erfahrungsgemäss folgen andere Sprachen wie Spanisch und Deutsch mit Abstand von einigen Monaten.

Was ist mit der neuen Bezahl-Version?

Gleichzeitig mit den Smartphone-Apps bringt Google ausserdem eine bezahlpflichtige KI-Profi-Version – Gemini Advanced – auf den Markt, die auf dem neuen Sprachmodell Ultra 1.0 aufsetzt. Sie wird vorerst in 150 Ländern der englischsprachigen Welt angeboten und ist Teil des Abo-Dienstes Google One.

Der KI-Dienst kostet knapp zehn US-Dollar im Monat, ist aber nur in der teuersten Variante von Google One verfügbar, die zusätzlich zehn Dollar kostet. Dafür erhalten die Kundinnen und Kunden unter anderem einen Cloud-Speicherplatz von zwei Terabyte. Wann der Dienst in Europa gebucht werden kann, wurde ebenfalls nicht mitgeteilt.

Google-Managerin Sissie Hsiao erklärte in einem Blog-Eintrag, Gemini Advanced sei weitaus leistungsfähiger bei hochkomplexen Aufgaben wie dem Schreiben von Programmcode, logischem Denken, dem Befolgen differenzierter Anweisungen und der Zusammenarbeit an kreativen Projekten.

«Mit Gemini Advanced können Sie nicht nur längere, detailliertere Gespräche führen, sondern er versteht auch den Kontext Ihrer vorherigen Aufforderungen besser.»

Quellen

(dsc/sda/awp/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Google Schweiz zeigt seine neuen Büros
1 / 13
Google Schweiz zeigt seine neuen Büros
Willkommen im neuen Google-Campus Europaallee in Zürich ...
quelle: google
Auf Facebook teilenAuf X teilen
Wenn Google Schweizer Memes vorliest ...
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
3 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
3
Darum warnt die Bundespolizei wegen des Missbrauchs von Kryptowährungen

Kryptowährungen werden für illegale Zwecke missbraucht, die von Diebstahl und Betrugsdelikten bis zu transnationaler Kriminalität wie Geldwäscherei und Terrorismusfinanzierung reichen, wie das Bundesamt für Polizei (Fedpol) am Mittwoch mitteilte.

Zur Story