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A Google search page is reflected in sunglasses in this photo illustration taken in Brussels May 30, 2014. Google has taken the first steps to meet a European ruling that citizens can have objectionable links removed from Internet search results, a ruling that pleased privacy campaigners but raised fears that the right can be abused to hide negative information.   REUTERS/Francois Lenoir (BELGIUM - Tags: POLITICS SCIENCE TECHNOLOGY TPX IMAGES OF THE DAY)

Bild: FRANCOIS LENOIR/REUTERS

Recht auf Vergessen

12'000 Anträge auf Löschung von Google-Links gingen am ersten Tag ein

Der Internetgigant will alle Begehren einzeln prüfen. Wie lange das dauert, bleibt sein Geheimnis.



Bei Google sind am ersten Tag rund 12'000 Anträge europäischer Bürgerinnen und Bürger auf Löschung von Suchergebnissen über sie eingegangen. Das teilte der Internetkonzern am Freitag unter anderem der Finanznachrichtenagentur Bloomberg mit.

Google hatte am Freitagmorgen als Reaktion auf das Urteil des Europäischen Gerichtshofs zum Recht auf Vergessenwerden im Internet ein entsprechendes Formular freigeschaltet. Auch Schweizerinnen und Schweizer können die Löschung von Links zu Informationen über sie beantragen. 

Der Gerichtshof hatte vor gut zwei Wochen entschieden, dass Europas Bürger Google dazu verpflichten können, Links zu unangenehmen Dingen aus ihrer Vergangenheit aus dem Netz verschwinden zu lassen. Google müsse die Verweise aus seiner Ergebnisliste entfernen, wenn dort enthaltene Informationen das Recht auf Privatsphäre und Datenschutz einer Person verletzen. (sda)

Formularänderung schon am ersten Tag

Die Informationen können dabei auch weiterhin im Netz verfügbar bleiben. Gelöscht werden nur Links in Google-Diensten in der EU sowie in Island, Norwegen, Liechtenstein und der Schweiz – nicht aber etwa in der Domain «Google.com». 

Die Löschanträge will Google einzeln prüfen. Wie lange das dauert, teilte das Unternehmen nicht mit. Zur Unterstützung setzte der US-Konzern einen Beraterausschuss ein, in dem unter anderen Jimmy Wales, Gründer des Onlinelexikons Wikipedia und Kritiker des Urteils, Ex-Google-Konzernchef Eric Schmidt sowie Experten für Datenschutz und freie Meinungsäusserung sitzen. 

Google änderte nach der Kritik eines deutschen Datenschützers im Laufe des Tages eine Formulierung im Formular. Der Hamburger Datenschützer Johannes Caspar hatte bemängelt, dass Google zum Hochladen eines Personalausweises aufrief. Die Speicherung sei für nichtöffentliche Stellen laut Gesetz nicht zulässig. Neu verlangt Google eine «Kopie eines Sie identifizierenden Dokuments». (erf/sda/dpa)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Adonis 01.06.2014 10:34
    Highlight Highlight ... etwas vergessen! Jeder benutzer der "Souschialien" Medien benutzt, sollte einen Kurs machen müssen, wenn er zu dumm ist um zu Wissen "was" man ins Net stellt.
  • Adonis 01.06.2014 10:32
    Highlight Highlight ...denke mir, dass das 12Mio löschwillige werden. "Das git Büez", schafft Arbeitsplätze. Das zusätzliche brummen der Server braucht wohl umgerechnet ein A-Werk, an Strom mehr.
  • Blattnem 31.05.2014 08:15
    Highlight Highlight Das ist ja gut und recht. Die Einträge sind aber evtl. trotzdem über Bing oder eine andere Suchmachine auffindbar.

Kommentar

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