Digital
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Bild

Für das Zusatzdisplay über den Rand werden rund 200 Franken Aufpreis fällig. Ob sich das lohnt, zeigt der Testbericht. bild: mashable

Das Hightech-Nerd-Phone

Galaxy Note Edge im Test: Das Smartphone mit dem 200-Franken-Knick

Bei diesem Handy geht was schief – mit voller Absicht. Beim Galaxy Note Edge ist ein Teil des Bildschirms um die Ecke geknickt. Das eröffnet neue Möglichkeiten, doch sind diese wirklich 200 Franken Aufpreis wert? 

Matthias Kremp



Ein Artikel von

Spiegel Online

Ein Handy, bei dem der Bildschirm um die Ecke läuft. Das gab es in dieser Form noch nie. Als Samsung auf der Unterhaltungselektronikmesse Ifa völlig unerwartet das Galaxy Note Edge präsentierte, war das Staunen entsprechend gross. 

Animiertes GIF GIF abspielen

Galaxy Edge mit Seitenbildschirm für Zusatzfunktionen.  gif: mashable

Jetzt, ein Vierteljahr später, kann man das Gerät tatsächlich kaufen, in einer limitierten Premium Edition, die sich vor allem durch eine mitgelieferte 64-Gigabyte-Speicherkarte auszeichnet. 

Abgesehen davon - und vom gebogenen Bildschirm - entspricht das Galaxy Note Edge technisch weitgehend dem Galaxy Note 4. Es hat einen sehr guten, grossen Bildschirm, einen schnellen Prozessor und alle aktuellen W-Lan- und Mobilfunk-Standards an Bord. Ausserdem gehört ein Stift zum Paket, mit dem sich auf dem Bildschirm schreiben und zeichnen lässt. Und genau wie das Note 4 hat auch das Edge eine Schnellladetechnik für den Akku: Nach 30 Minuten am mitgelieferten Netzteil ist dieser auf 50 Prozent seiner Kapazität geladen, nach 90 Minuten ist er voll. 

Ein Smartphone mit Extra-Kante

abspielen

Beim Samsung Galaxy Edge werden auf einer Extra-Kante des Displays stets Startbuttons, ein Nachrichtenticker oder andere Tasten angezeigt – egal, was sonst auf dem Bildschirm los ist. video: spiegel online / matthias kremp

Pragmatisch betrachtet bleibt nur der gebogene Seitenbildschirm als Unterschied zum Note 4. Auf seinen 160 mal 2560 Pixeln wird standardmässig beispielsweise eine Reihe von Symbolen angezeigt, über die man verschiedene Programme, etwa einen Browser oder die E-Mail- und die Kamera-App, jederzeit öffnen kann, unabhängig davon, welche App gerade läuft. 

Genau das ist das Besondere am Seitenbildschirm: Komplette Apps können dort nicht gezeigt werden, der Bereich bleibt frei für Informationen und Zusatzfunktionen. Somit ist die Seite tatsächlich so etwas wie ein Zweitbildschirm fürs Handy. Der praktische Nutzen ist allerdings begrenzt, zumindest derzeit. 

Was an der Seite angezeigt wird, kann man relativ frei selbst bestimmen, indem man auswählt, welche Paneele - damit sind Funktionsleisten gemeint - von welchen Anbietern dort erscheinen sollen. Einige zusätzliche Paneele lassen sich zusätzlich aus dem Netz herunterladen. 

Noch ist der Zusatznutzen beschränkt

Bild

Das Galaxy Note 4 im Vergleich mit dem Galaxy Note Edge. bild: mashable

Gross ist die Auswahl nicht. So kann man sich beispielsweise Nachrichten von Yahoo, eine Wettervorhersage, neue Tweets oder die Zahl neuer E-Mails anzeigen lassen. Wirklich lesbar sind diese Nachrichten auf dem schmalen Seitendisplay nicht, es lässt sich lediglich die jeweils benötigte App aufrufen. 

Wer mag, kann sich mit einem sogenannte Panel-Designer (sic!) ausserdem eigene Paneele basteln - ein bisschen bunt, ein bisschen gemustert, vielleicht mit einem schlauen Spruch verziert. Damit hat es sich dann aber auch. 

Richtig nützlich wird der Seitenbildschirm mit den sogenannten Quick Tools, einer Sammlung von Funktionen, die man jederzeit auf dem Zweitbildschirm aufrufen kann. Hier kann man Stoppuhr und Audiorekorder aufrufen, einen Timer stellen oder den Fotoblitz als Taschenlampe einschalten. 

Viel ist es trotzdem nicht, was Samsungs Paneele bisher an Zusatznutzen bieten. Eine Anwendung gibt aber einen Eindruck davon, was man mit der Bildschirmerweiterung in Zukunft vielleicht anfangen kann: die Kamera-App. Beim Fotografieren werden der Auslöser und die Funktionstasten auf den Seitenbildschirm ausgelagert. Das ist sinnvoll, weil sie dort logisch angeordnet und auch blind zu finden sind. Und es ist nützlich, weil so der ganze Bildschirm als digitaler Sucher dienen kann, völlig ungestört von Bedienelementen und Einstellmenüs. 

Das Fazit

video: vine/mashable

Genau wie das Galaxy Note 4 ist auch das Galaxy Note Edge ein grossartiges Smartphone. In jeder Hinsicht schnell und gut ausgestattet, lässt es kaum Wünsche offen. Der reale Nutzen der etwas gebogenen Bildschirmfläche ist freilich gering. Das kann sich aber noch ändern, wenn mehr App-Entwickler die Technik nutzen und in ihre Programme einbinden, so wie bei der Kamera-App. 

Aber damit das passiert, müsste das Edge erst mal ein wirklich populäres Handy werden - und das wird schwierig. Denn mit knapp 900 Franken ist das Edge derzeit rund 200 Franken teurer als ein herkömmliches Note 4. Das ist eine Menge Geld für ein paar Millimeter Bildschirm. Und so dürfte das ungewöhnliche Samsung-Smartphone vorerst Nerds, die es sich leisten können, vorbehalten bleiben. 

Das könnte Sie auch interessieren: Samsungs Galaxy Note 4 im Test

Das könnte dich auch interessieren:

Warum wir bald wieder über den Schweizer Pass reden werden

Link zum Artikel

«Ich hatte Sex mit dem Ex meiner besten Freundin…»

Link zum Artikel

Die amerikanische Agentin, die Frankreichs Résistance aufbaute

Link zum Artikel

Matheproblem um die Zahl 42 geknackt

Link zum Artikel

Wie gut kennst du dich in der Schweiz aus? Diese 11 Rätsel zeigen es dir

Link zum Artikel

«In der Schweiz gibt es zu viel Old Money und zu wenig Smart Money»

Link zum Artikel

So schneiden die Politiker im Franz-Test ab – wärst du besser?

Link zum Artikel

Röstigraben im Bundeshaus: «Sobald ich auf Deutsch wechsle, sinkt der Lärm um 10 Dezibel»

Link zum Artikel

So erklärt das OK der Hockey-WM in der Schweiz die Ähnlichkeit zum Tim-Hortons-Spot

Link zum Artikel

Die Geschichte von «Ausbrecherkönig» Walter Stürm und seinem traurigen Ende

Link zum Artikel

«Informiert euch!»: Greta liest den Amerikanern bei Trevor Noah die Leviten

Link zum Artikel

Keine Angst vor Freitag, dem 13.! Diese 13 Menschen haben bereits alles Pech aufgebraucht

Link zum Artikel

Der Kampf einer indonesischen Insel gegen den Plastik

Link zum Artikel

«Ich bin … wie soll ich es sagen … so ein bisschen ein Arschloch-Spieler»

Link zum Artikel

Alles, was du über die neuen iPhones und den «Netflix-Killer» von Apple wissen musst

Link zum Artikel

15 Bilder, die zeigen, wie wunderschön und gleichzeitig brutal die Natur ist

Link zum Artikel

Shaqiri? Xhaka? Von wegen! Zwei Torhüter sind die besten Schweizer bei «FIFA 20»

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

4
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
4Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Kusi_78 27.12.2014 21:18
    Highlight Highlight Konnte es schon Testen aber ich brach nach einiger Zeit ab da ich immerwieder an die Seitenteile kam und aus dem einen oder anderen Programmen flog. Gut vielleicht mit mehr Zeit und Eingewöhnung allenfalls Einstellungen könnte man es gebrauchen. Aber im Moment sehe ich den echten Sinn noch nicht.
  • Zeit_Genosse 26.12.2014 18:40
    Highlight Highlight Eine überflüssige Innovation, die als Marketinggag den technologischen Vorsprung aufzeigen soll. Danach kann niemand mehr kommen und sagen er hätte es erfunden.
  • sambeat 24.12.2014 23:55
    Highlight Highlight Interessanter Ansatz. Für mich persönlich aber eher uninteressant, um nicht zu sagen problematisch: Ich bin während der Arbeit darauf angewiesen, das Smartphone einhändig bedienen zu können. Mit dem Seitenbildschirm sehe ich da eine Menge Fehleingaben auf mich zukommen... Ich bleibe bei der "Frontbedienung"
    • Alnothur 25.12.2014 20:14
      Highlight Highlight Andererseits ist das Note (bzw. Edge) für eine Einhändige Bedienung sowieso viel zu gross, solange man nicht Tatzen wie ein Bär hat.

Diese wichtige Handy-Funktion kann dein Leben retten – 68% der Schweizer kennen sie nicht

Zwei Drittel der Schweizer haben keine Ahnung, wie man rasch per Tastenkombination mit dem Handy einen Notruf absendet. Die internationale Notrufnummer kennen rund 40 Prozent nicht. Damit gefährden sie ihre eigene Rettung und die Rettung anderer.

Smartphones von Apple, Samsung, Huawei, etc. können über eine vom Handy-Hersteller eingerichtete Tastenkombination einen Notruf absetzen. Wer sich in einer Notsituation befindet und die Notrufnummer nicht wählen kann oder sich – beispielsweise im Schockzustand – nicht daran erinnert, kann so trotzdem jederzeit Hilfe rufen.Das Problem: 68 Prozent der Schweizer wissen nicht, wie man auch bei gesperrtem Handy schnell per Tastenkombination einen Notruf absendet. Gar nur eine von fünf …

Artikel lesen
Link zum Artikel