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Huawei stellt erstes Smartphone mit eigenem Betriebssystem vor

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Huawei Mate 70: Ob die neuen Smartphones des chinesischen Herstellers in die Schweiz kommen, ist nicht bekannt. Bild: keystone

Huawei stellt erstes Smartphone mit eigenem Betriebssystem vor

Kampfansage für Google und Apple: Der Technologiekonzern Huawei hat ein neues Top-Smartphone gezeigt – mit eigenem Betriebssystem.
27.11.2024, 16:5127.11.2024, 17:09
Steve Haak / t-online
Ein Artikel von
t-online

Der chinesische Technologiekonzern Huawei hat sein erstes Smartphone mit einem eigenen Betriebssystem präsentiert. Das «lang erwartete Mate 70, das leistungsstärkste aller Zeiten», sei nun mit dem Betriebssystem HarmonyOS Next erhältlich, sagte Huawei-Manager Richard Yu bei einer Veranstaltung zur Vorführung des neuen Geräts in der Firmenzentrale in Shenzhen. Das mit Sanktionen belegte Unternehmen will damit den Schwergewichten Google und Apple entgegentreten.

Das Mate 70 hat einen Startpreis von umgerechnet 758 Dollar (rund 669 Franken). Falls es bei uns erscheint, wird es aber mit Sicherheit teurer sein. Laut Huawei gab es im Vorfeld bereits über drei Millionen Vorbestellungen – auch wenn damit nicht gesichert ist, dass diese letztlich auch alle verkauft werden.

Huawei Mate 70.
Huawei Mate 70.bild: huawei

Das Gerät soll der Startschuss für eine Reihe neuer Smartphones sein. Neben dem Mate 70 kommen noch das Mate 70 Pro, Mate 70 Pro+ und Mate 70 RS Ultimate Pro. Die Handys unterscheiden sich unter anderem in der Bildschirmgrösse, Akkulaufzeit und Kameraausstattung, was sich auch in unterschiedlichen Preisen widerspiegelt. Ob das Smartphone bei uns offiziell verkauft wird, ist nicht bekannt.

Globale Sanktionen warfen Huawei weit zurück

Huawei war einst einer der weltweit führenden Smartphone-Hersteller und Marktführer in China. Dann wurde das Unternehmen von der Trump-Regierung mit Sanktionen belegt, die es von der globalen Lieferkette für Technologieprodukte und US-produzierte Komponenten für seine Geräte abschneiden.

Washington warnte vor allem vor möglicher Spionage, was das Unternehmen zurückwies. Huawei konnte neue Smartphones daraufhin nicht mehr wie gehabt mit Google-Apps und wichtigen Google-Diensten ausstatten.

Jüngsten Angaben zufolge lieferte das Unternehmen im dritten Quartal gut 10,8 Millionen Smartphones aus und deckte damit noch 16 Prozent des chinesischen Marktes ab. Mit dem eigenen Betriebssystem will Huawei nun zurück an die Spitze.

Eigenes Betriebssystem statt Android

Die meisten Smartphones weltweit laufen mit Android oder dem Apple-System iOS. Huawei will dies ändern und unabhängig von den grossen US-Konkurrenten werden, vor allem auch mit Blick auf den künftigen US-Präsidenten Donald Trump und seine gegen China gerichtete protektionistische Handelspolitik.

Das Unterfangen ist gleichwohl nicht ohne Risiko: HarmonyOS Next erfordert laut Unternehmen eine vollständige Neuverbindung aller Apps auf den Smartphones, die damit betrieben werden. Ausserdem werde es künftig zunächst eine Reihe von Updates geben, um das System ausgereifter zu machen. Ob sich das chinesische System international durchsetzen kann, ist fraglich.

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