Digital
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Bild

Anbieter müssen in der Lage sein, die Identität ihrer Kunden eindeutig festzustellen. bild: shutterstock

Wer in China ein Handy kaufen will, muss neu ein Foto mit seiner Nummer verknüpfen lassen



Wer in China ein Handy erwerben will, muss ab sofort ein aktuelles Foto von sich erstellen und mit der eigenen Mobilfunk-Nummer verknüpfen lassen. Diese Neuregelung, die im September von der Regierung in Peking angekündigt wurde, trat am Sonntag in Kraft.

Die chinesischen Telekom-Gesellschaften sind dabei verpflichtet, «alle technischen Möglichkeiten» einschliesslich der Künstlichen Intelligenz (KI) zu nutzen, um die Identität ihrer Kunden eindeutig festzustellen.

Die chinesische Regierung will durch verstärkte Kontrolle der Telekom-Gesellschaften sicherstellen, dass die Neuregelung eingehalten wird. Zwar war es schon seit 2013 Pflicht, beim Erwerb eines Mobiltelefons die Identität nachzuweisen. Allerdings wurde dabei auf Mittel der Künstlichen Intelligenz und der Gesichtserkennung verzichtet.

«Kontrolle – und noch mehr Kontrolle», reagierte ein User des chinesischen Kurzbotschaftendienstes Weibo. Techniken der Gesichtserkennung werden in China breit genutzt, beispielsweise auch an Supermarktkassen. (viw/sda/afp)

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com (umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

China: 9 Grossprojekte der neuen Seidenstrasse

So lehrt man Patriotismus in China

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

18 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die beliebtesten Kommentare
Magnum
01.12.2019 17:37registriert February 2015
Mehr Gesichtserkennung, mehr Überwachung, mehr Unterdrückung: China zeigt der Welt, dass eine wachsende Wirtschaft nicht zu mehr individuellen Freiheiten und Rechten führen muss. Nicht, wenn die einzig erlaubt Partei das nicht will, sondern ihre Zukunft in lückenloser Überwachung sieht. Wer Freihandel mit einem solchen Unrechtsregime verlangt, stärkt die Unterdrücker. Wer keine Worte für diese Unterdrückung findet genauso.
925
Melden
Zum Kommentar
Hierundjetzt
01.12.2019 17:16registriert May 2015
Dazu die Bemerkung des Direktors des sinologischen Institut in Genf
Wissen Sie das ist nicht wegems Kontrolle. Nur wegen der Steuerung der Masse
Klaaaar
(tagi, abo+)
646
Melden
Zum Kommentar
Do not lie to mE
01.12.2019 16:34registriert March 2019
"Techniken der Gesichtserkennung werden in China breit genutzt" In England auch, Verhüllt man sein Gesicht vor der Kamera erhält man eine £90 Straffe. Bereits bei einem kritischen Retweet (Keine Strafftat) bekommt man einen Besuch von der Polizei, um zu erfahren was man denkt. #thoughtpolice https://www.youtube.com/watch?v=k4iuy4rF4CA
467
Melden
Zum Kommentar
18

Trumps Geheim-Projekt «Abschreckung» enthüllt – 3,5 Millionen schwarze Wähler betroffen

Der Facebook-Skandal um Cambridge Analytica ist zurück. Britische Enthüllungsjournalisten reden von «einem der grössten Leaks der Geschichte».

Bei den US-Präsidentschaftswahlen 2016 wurde durch das Wahlkampfteam von Donald Trump versucht, Wahlberechtigte in Schlüsselstaaten mit psychologischen Tricks zu entmutigen und von der Stimmabgabe abzuhalten.

Neue Enthüllungen vom Montag zeigen, dass über die Auswertung von Facebook-Nutzerdaten unter anderem 3,5 Millionen schwarze Wähler herausgefiltert und persönliche Informationen über sie in einer Datenbank gespeichert wurden. Mit dem Ziel, sie über bezahlte Facebook-Postings zu manipulieren.

Artikel lesen
Link zum Artikel