Digital
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
[Symbolbild / Gestellte Aufnahme] Eine Frau schnuert die Schnuersenkel ihrer Turnschuhe waehrend ein Smartphone mit der Helsana+ App daneben liegt, aufgenomen am 25. Oktober 2017 in Zuerich. Um die Schritte und Bewegungsdaten des Smartphone-Besitzers zu sammeln, greift die App beim Iphone auf die Daten der Health App zu. Das Bonusprogramm des Krankenversicherers Helsana soll Benutzer zum Aktivsein motivieren. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Die «Helsana+»-App soll Versicherte zum Sport bewegen. Bild: KEYSTONE

Datenschützer verliert vor Gericht – Helsana-Versicherte dürfen Bonus-App benutzen

Der Krankenversicherer Helsana darf sein Bonusprogramm auch Kunden anbieten, die ausschliesslich eine Grundversicherung haben. Dies hat das Bundesverwaltungsgericht entschieden. Gegen den Willen des Datenschutzbeauftragten.

balz bruder / solothurner zeitung



Das Thema war lange umstritten - nun ist es entschieden: Die App Helsana+, mit denen sich gesundheitsfördernde Aktivitäten auf einfache Art und Weise in Boni wie Barauszahlungen, Sachleistungen oder Gutscheine umwandeln lassen, darf nicht nur Zusatz-, sondern auch Grundversicherten angeboten werden. Dies hat – laut einer Mitteilung des Krankenversicherers – das Bundesverwaltungsgericht entschieden.

Dies, nachdem der Eidgenössische Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragte im Juni des vergangenen Jahres gegen Helsana geklagt hatte. Er war der Ansicht, dass Kunden, die ausschliesslich grundversichert sind, keine Barauszahlungen erhalten dürften. Grund: Es handle sich dabei um eine verbotene Prämienrückerstattung. Ebenso kritisierte er die automatische Prüfung der Einwilligung der Grundversicherten.

ZU DEN JAHRESZAHLEN DER KRANKENVERSICHERUNG HELSANA, STELLEN WIR IHNEN HEUTE, 8. FEBRUAR 2018, FOLGENDES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG - Der Sitz der Krankenkasse Helsana, aufgenommen am Mittwoch, 6. Februar 2013, in Duebendorf. Der Krankenversicherer Helsana hat seinen Gewinn im vergangenen Jahr um rund einen Drittel auf 250 Mio. Franken steigern koennen. (KEYSTONE/Steffen Schmidt)

Die Helsana muss die gesammelten Daten innert 30 Tagen löschen. Bild: KEYSTONE

Ohne Erfolg, wie sich nun zeigt: In den wesentlichen Punkten habe das Bundesverwaltungsgericht Helsana Recht gegeben, sagt Mediensprecher Stefan Heini. Das heisst, dass Helsana sein Bonusprogramm auch künftig Kunden mit bloss einer Grundversicherung anbieten und deren Aktivitäten honorieren darf. Das Angebot sei erstens mit dem Krankenversicherungsgesetz vereinbar und zweitens keine Frage des Datenschutzes.

Laut Heini war Helsana zuversichtlich, siegreich aus dem Verfahren hervorzugehen – wohlwissend, dass der Krankenversicherer zwar in den Hauptpunkte, aber nicht auf der ganzen Linie gewonnen hat.

In der Tat hat das Bundesverwaltungsgericht auch Kritik geübt insbesondere daran, dass die Einwilligung zur Teilnahme am Bonusprogramm mittels Klick statt Unterschrift erfolgte. Ein Punkt, den Helsana schon vor der Klage des Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragten geklärt hatte. Und zwar, indem das Verfahren zum Nachweis, ob eine Grundversicherung vorliegt, in der App angepasst wurde.

Aktuelle Polizeibilder: Autofahrerin fährt in Coop Terrasse

Das könnte dich auch interessieren:

CVP fährt grosse Negativ-Kampagne gegen andere Parteien – die Reaktionen sind heftig

Link zum Artikel

Wo du in dieser Saison Champions League und Europa League sehen kannst

Link zum Artikel

Migros Aare baut rund 300 Arbeitsplätze ab

Link zum Artikel

Eine Untergrund-Industrie plündert Banking-Apps wie Revolut – so gehen die Betrüger vor

Link zum Artikel

YB droht Bickel mit Gericht, nachdem er als Sportchef 40 Mio. verlochte

Link zum Artikel

Warum wir bald wieder über den Schweizer Pass reden werden

Link zum Artikel

«Ich hatte Sex mit dem Ex meiner besten Freundin…»

Link zum Artikel

Die amerikanische Agentin, die Frankreichs Résistance aufbaute

Link zum Artikel

Matheproblem um die Zahl 42 geknackt

Link zum Artikel

Wie gut kennst du dich in der Schweiz aus? Diese 11 Rätsel zeigen es dir

Link zum Artikel

«In der Schweiz gibt es zu viel Old Money und zu wenig Smart Money»

Link zum Artikel

So schneiden die Politiker im Franz-Test ab – wärst du besser?

Link zum Artikel

Röstigraben im Bundeshaus: «Sobald ich auf Deutsch wechsle, sinkt der Lärm um 10 Dezibel»

Link zum Artikel

So erklärt das OK der Hockey-WM in der Schweiz die Ähnlichkeit zum Tim-Hortons-Spot

Link zum Artikel

Die Geschichte von «Ausbrecherkönig» Walter Stürm und seinem traurigen Ende

Link zum Artikel

«Informiert euch!»: Greta liest den Amerikanern bei Trevor Noah die Leviten

Link zum Artikel

Keine Angst vor Freitag, dem 13.! Diese 13 Menschen haben bereits alles Pech aufgebraucht

Link zum Artikel

Der Kampf einer indonesischen Insel gegen den Plastik

Link zum Artikel

«Ich bin … wie soll ich es sagen … so ein bisschen ein Arschloch-Spieler»

Link zum Artikel

Alles, was du über die neuen iPhones und den «Netflix-Killer» von Apple wissen musst

Link zum Artikel

15 Bilder, die zeigen, wie wunderschön und gleichzeitig brutal die Natur ist

Link zum Artikel

Shaqiri? Xhaka? Von wegen! Zwei Torhüter sind die besten Schweizer bei «FIFA 20»

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

Themen
2
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
2Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Miles Prower 29.03.2019 19:23
    Highlight Highlight Solange das Übertragen der Daten nicht zur Pflicht wird, und keinen Einfluss auf die Preise der Grundversicherung hat, kann ich damit leben.

    Alles andere ist Stasi-Niveau.
  • Pasch 29.03.2019 12:27
    Highlight Highlight Arbeitet Axel Voss neuerdings beim Bundesverwaltungsgericht?

Hat Bill Gates ein schmutziges Geheimnis?

Von Jeffrey Epstein «vermittelte» Millionen-Spenden an amerikanische Eliteuniversitäten werfen Fragen auf. Auch Bill Gates ist in den Strudel geraten.

Update: Als Reaktion auf US-Berichte hat Bill Gates in Interviews Stellung genommen. Er sagt, er hätte keine «Geschäftsbeziehung oder Freundschaft» mit Jeffrey Epstein, dem verstorbenen Finanzier und Sexualstraftäter, gehabt.

In einem weiteren Interview mit dem «Wall Street Journal» gab Gates zu, sich mit Epstein getroffen zu haben, darüber hinaus habe es aber keine Interaktionen gegeben. Weiter sagte der Microsoft-Gründer, er sei «nie auf irgendeiner Party oder so etwas» gewesen, und dass …

Artikel lesen
Link zum Artikel