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Operation Power OFF: Die Polizei hat webstresser.org beschlagnahmt.
Operation Power OFF: Die Polizei hat webstresser.org beschlagnahmt.
screenshot: webstresser.org

Polizei gelingt schwerer Schlag gegen DDoS-Mafia

Für 15 Euro konnten Kriminelle bei webstresser.org Angriffe auf fremde Server mieten. Nun hat die Polizei die berüchtigte Plattform stillgelegt.
25.04.2018, 13:5625.04.2018, 16:17

Für die Betreiber des DDoS-Marktplatzes webstresser.org klickten am Dienstag die Handschellen. Es kam zu Verhaftungen in Grossbritannien, Kroatien, Kanada und Serbien.

Das sind gute Nachrichten für Firmen und Private rund um den Globus. Denn webstresser.org war eine beliebte Anlaufstelle, um Server-Überlastungsangriffe in Auftrag zu geben.

Webstresser.org galt als der weltweit grösste Marktplatz, auf dem Distributed-Denial-of-Service-Dienste (DDoS-Dienste) vermietet wurden, mit über 136’000 registrierten Benutzern und vier Millionen Angriffen bis April 2018. Die orchestrierten Angriffe richteten sich gegen wichtige Online-Dienste von Banken, staatlichen Institutionen und Polizeikräften sowie gegen Opfer in der Glücksspiel-Industrie.

Der Schlag gegen die DDoS-Mafia wurde unter dem Codenamen Operation Power OFF geführt. Es handelte sich laut Mitteilung von Europol «um eine komplexe Untersuchung, die von der niederländischen Polizei und der britischen National Crime Agency mit Unterstützung von Europol und einem Dutzend Strafverfolgungsbehörden aus der ganzen Welt geleitet wurde».

Die Grafik zeigt, wie Server-Überlastungsangriffe «das Internet lähmen».
Die Grafik zeigt, wie Server-Überlastungsangriffe «das Internet lähmen».

Es seien weitere Massnahmen ergriffen worden gegen die Top-Nutzer des Marktplatzes in den Niederlanden, Italien, Spanien, Kroatien, Grossbritannien, Australien, Kanada und Hongkong, teilt Europol mit. Der illegale Dienst sei eingestellt und seine Infrastruktur (sprich Server) in den Niederlanden, den USA und Deutschland beschlagnahmt worden.

Die europäische Polizeibehörde ruft in Erinnerung, dass DDoS-Angriffe illegal seien. Wer sich daran beteilige, müsse mit Geldstrafen oder gar einem Gefängnisaufenthalt rechnen.

(dsc)

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