Digital
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Bild

Operation Power OFF: Die Polizei hat webstresser.org beschlagnahmt. screenshot: webstresser.org

Polizei gelingt schwerer Schlag gegen DDoS-Mafia

Für 15 Euro konnten Kriminelle bei webstresser.org Angriffe auf fremde Server mieten. Nun hat die Polizei die berüchtigte Plattform stillgelegt.



Für die Betreiber des DDoS-Marktplatzes webstresser.org klickten am Dienstag die Handschellen. Es kam zu Verhaftungen in Grossbritannien, Kroatien, Kanada und Serbien.

Das sind gute Nachrichten für Firmen und Private rund um den Globus. Denn webstresser.org war eine beliebte Anlaufstelle, um Server-Überlastungsangriffe in Auftrag zu geben.

Webstresser.org galt als der weltweit grösste Marktplatz, auf dem Distributed-Denial-of-Service-Dienste (DDoS-Dienste) vermietet wurden, mit über 136’000 registrierten Benutzern und vier Millionen Angriffen bis April 2018. Die orchestrierten Angriffe richteten sich gegen wichtige Online-Dienste von Banken, staatlichen Institutionen und Polizeikräften sowie gegen Opfer in der Glücksspiel-Industrie.

Der Schlag gegen die DDoS-Mafia wurde unter dem Codenamen Operation Power OFF geführt. Es handelte sich laut Mitteilung von Europol «um eine komplexe Untersuchung, die von der niederländischen Polizei und der britischen National Crime Agency mit Unterstützung von Europol und einem Dutzend Strafverfolgungsbehörden aus der ganzen Welt geleitet wurde».

Bild

Die Grafik zeigt, wie Server-Überlastungsangriffe «das Internet lähmen». grafik: europol.europa.eu

Es seien weitere Massnahmen ergriffen worden gegen die Top-Nutzer des Marktplatzes in den Niederlanden, Italien, Spanien, Kroatien, Grossbritannien, Australien, Kanada und Hongkong, teilt Europol mit. Der illegale Dienst sei eingestellt und seine Infrastruktur (sprich Server) in den Niederlanden, den USA und Deutschland beschlagnahmt worden.

Die europäische Polizeibehörde ruft in Erinnerung, dass DDoS-Angriffe illegal seien. Wer sich daran beteilige, müsse mit Geldstrafen oder gar einem Gefängnisaufenthalt rechnen.

(dsc)

DDoS-Attacken auf Schweizer Unternehmen

DDoS-Attacken auf Schweizer Online-Shops und E-Mail-Konten-Hack hängen zusammen

Link zum Artikel

DDoS-Attacken in der Schweiz: «Es meinen immer noch viele, sie seien zu unbedeutend, um Ziel eines Hacker-Angriffs zu werden»

Link zum Artikel

Digitec «im Ausnahmezustand»: Online-Shops der Migros-Tochter offline – auch Filialen betroffen

Link zum Artikel

Grossangriff auf SBB, Digitec, Interdiscount und Co: Steckt diese Hacker-Gruppe dahinter?

Link zum Artikel

Hier kannst du zusehen, wie die Welt jetzt gerade gehackt wird

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Gollum liest Trumps Tweets

Video: watson

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com (umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

0 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!

Schweizer Sektenführer Sasek von Anonymous brutal vorgeführt

Netzaktivisten haben die Schweizer OCG-Sekte gehackt. Veröffentlichte Dokumente zeigen, welche Spenden die Sekte von ihren Mitgliedern erhält. Sektenführer Ivo Sasek macht derweil mit Panikvideos gegen Corona-Schutzmassnahmen mobil.

Wie lukrativ ist es Sektenführer zu sein? Dank des Hacker-Kollektivs Anonymous kennen wir nun die ungefähre Antwort. Die Netzaktivisten haben in den letzten Wochen und Monaten mehrere Server der Schweizer Sekte Organische Christus-Generation (OCG) von Sektenführer Ivo Sasek gehackt und tausende E-Mails, Dokumente und insgesamt rund 300 GB an Dateien erbeutet, ausgewertet und Teile davon veröffentlicht. Darunter Tabellen, die fein säuberlich die Spenden der Sektenmitglieder aufführen. Wir …

Artikel lesen
Link zum Artikel