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Schlecht fürs Geschäft: Die Website konnte während Tagen gar nicht oder nur zeitweise erreicht werden.
screenshot: galaxus.ch

Digitec «im Ausnahmezustand»: Online-Shops der Migros-Tochter offline – auch Filialen betroffen

Der Schweizer Online-Händler steht «Under Attack». Betroffen sind auch die Filialen.



Update 11.12 Uhr: Die Websites sind zurzeit wieder zu erreichen.

Den bekannten Schweizer Online-Händler Digitec hat es übel erwischt. Die Website, respektive der damit verbundene Online-Shop für Elektronikgeräte, ist seit Stunden offline. Dass die Server nicht erreicht werden können, hat offenbar einen kriminellen Hintergrund:

DDoS-Attacken sind Server-Überlastungsangriffe, bei denen die Rechner unter der Last vieler gleichzeitiger Anfragen vorübergehend zusammenbrechen, respektive die gewünschten Inhalte nicht mehr ausliefern können.

«Aktuell können leider auch das Callcenter und unsere Filialen nicht betrieben werden.»

Besonders bedenklich: Offenbar sind nicht nur die Online-Shops vom Computer-Ausfall betroffen, sondern auch die Verkaufsfilialen und das Callcenter, das den Kundenservice abwickelt.

Mediensprecherin Stefanie Hynek bestätigt auf Anfrage: «Richtig, wir sind im Ausnahmezustand.» Zwar seien die Server am Montagmorgen vorübergehend zu erreichen gewesen, doch dann sei es erneut zu Ausfällen gekommen. Und zwar in beträchtlichem Ausmass, wie die Digitec-Sprecherin erklärt: 

«Wir waren intern wie extern offline. Nach bisherigem Kenntnisstand gehen wir von DDOS-Attacken aus, die genaue Ursachenforschung läuft aber noch. Kundendaten sind und waren zu keinem Zeitpunkt gefährdet. Aktuell können leider auch das Callcenter und unsere Filialen nicht betrieben werden. Wir arbeiten mit unseren Partnern weiterhin intensiv an der Behebung der Probleme und melden zeitnah weitere Updates.»

Stefanie Hynek, Leader Corporate Communications, Digitec Galaxus AG

Die Probleme bestanden offenbar bereits seit Samstag, wie ein Tweet von gestern (Sonntag) bestätigt:

Der Schweizer Detailhandelsriese Migros hält seit 2015 eine Mehrheitsbeteiligung an der Galaxus AG, das ist die Firme, die die Online-Shops digitec.ch und galaxus.ch betreibt.

Digitec führt ausserdem Filialen in mehreren Schweizer Städten, darunter Basel, Bern, Kriens, Winterthur und Zürich.

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33Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • a-z 14.03.2016 14:50
    Highlight Highlight und jetzt sind alle anderen dran... SBB, Interdiscount, Microspot und World of Games sind down!

    da gehts ab im Web! :-)
  • Martin Frey 14.03.2016 13:50
    Highlight Highlight Sind die Angreifer nun zu Microspot / Interdiscount weitergezogen? Denn diese Shops sind aktuell nun nicht erreichbar.
    • a-z 14.03.2016 14:59
      Highlight Highlight Nähme mich auch Wunder, da geht es echt ab!

      Aber gut informiere Quellen sagten von Anfang an, dass der Angriff vermutlich nicht direkt Digitec galt.
  • BoomBap 14.03.2016 13:31
    Highlight Highlight Frage an die Experten: Glaubt ihr solche Hackerangriffe wie in diesem Fall werden von Konkurrenten in Auftrag gegeben und bezahlt? Oder was verleitet einen Hacker dazu?
    • Martin Frey 14.03.2016 14:07
      Highlight Highlight Möglich, aber halte ich in diesem Fall für eher unwahrscheinlich.

      In der Regel stecken dahinter Erpresser, die von irgendwoher auf der Welt ihre Botnetze (oder gemietete Botnetze) angreifen lassen. Da wird Summe x verlangt, damit sie wieder aufhören.

      Ich weiss zwar nicht ob das bei Digitec der Fall war, aber wäre wohl am wahrscheinlichsten.
    • lukass 14.03.2016 14:21
      Highlight Highlight Hier ein ausführlicher Bericht zu einem Angriff auf ein Schweizer E-Mail Portal im letzten November.
      Ist interessant zu lesen, was damals hinter den Kulissen geschehen ist und welche Fehler sie im Bezug auf die Erpressung gemacht haben:
      http://goo.gl/kj2eMA
  • Tatwort 14.03.2016 13:27
    Highlight Highlight Wenn bei einer DDOS-Attacke auch die Call-Center in die Knie gehen, kommen bei mir zwei Gedanken:
    a) Es war keine DDOS
    b) Digitec sollte die Topographie seiner Infrastruktur etwas schlauer ausgestalten...
    • Tatwort 14.03.2016 15:03
      Highlight Highlight @geshitstormt: right said fred :-) Aber solange entsprechende "Fakten" von der Pressestelle geliefert werden, sollte man da schon ein bisserl nachbohren...
    • Alnothur 14.03.2016 17:59
      Highlight Highlight Tatwort, ich weiss genug über die Firma, um dir sagen zu können, dass Punkt 2 dringend nötig wäre. Auch für die Effizienz in den Shops.
  • head 14.03.2016 13:01
    Highlight Highlight die welt wird schon immer schlimmer - das beunruhig mich jetzt echt
  • Lord_Curdin 14.03.2016 12:27
    Highlight Highlight 12:27 ist wieder online
  • Howard271 14.03.2016 12:23
    Highlight Highlight ...da wird sich mein schon seit 5 Wochen fälliger Reparaturauftrag wohl noch mehr in die Länge ziehen 😑
  • Donald 14.03.2016 12:05
    Highlight Highlight Kriens und Winterthur sind schon wichtig...
  • Squalli 14.03.2016 11:42
    Highlight Highlight Wünsche Digitec viel "Kraft" in dieser Situation. Wir selber (grösster Schweizer Online-Shop im Bereich "Games") hatten ebenfalls schon mit solchen Attacken zu kämpfen. Unschön und erbärmlich vom/von den Tätern.
    • scriptCH 14.03.2016 11:50
      Highlight Highlight ist wirklich sch***, denke, auch wenn es nur eine kurze Zeit ist, gibt es einen enormen Verlust.... Gruss geht an WOG? Oder Alcom?
    • Squalli 14.03.2016 12:01
      Highlight Highlight WoG, danke :)
    • R&B 14.03.2016 13:18
      Highlight Highlight @Squalli: Wer tut so etwas?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Hexentanz 14.03.2016 11:38
    Highlight Highlight Wie sich solche Firmen mit wichtigem Online-Shop konsequent nicht vorsorgen, wenns um DDoS-Sicherheit geht. Da spart man lieber 1000.- im Monat und verliert dann 20'000, wenns mal eine DDoS-Attacke gibt...

    Es gäbe z.B. Akamai, die Content Delivery machen weltweit (Youtube, FB, usw.) und mit 170k Servern weltweit Daten verschieben. Die haben einen DDoS-Schutz im Angebot. Glaube 2,8 Terabyte/s Datenvolumen, das die abfedern können.

    Wäre doch für eine Firma, die so viel Umsatz täglich mit Online-Handel betreibt, nicht das schlechteste?

    My cents.
    • deniaz 14.03.2016 11:53
      Highlight Highlight Naja, Content Delivery ist keine Versicherung gegen DDoS. Auch grosse Player (in den letzten zwei Jahren z.B. GitHub) haben oft mit DDoS zu kämpfen. Gerade eine E-Commerce-Plattform wie Digitec/Galaxus kann schlicht nicht alles cachen, und DDoS-Attacken effektiv zu erkennen und zu verhindern ist gar nicht so eine einfache Angelegenheit.
    • Hexentanz 14.03.2016 11:59
      Highlight Highlight deniaz, lies doch mal was Akamai anbietet. Da gehts eben darum, dass Digitec usw. ihre Systeme über Akamai oder ähnlich routen, und diese erkennen DDoS, bevor der eigene Server überhaupt unter der Last leidet. Ich meine für 100.- gibts keinen 3TB/s DDoS^^

      Selbst das SRF ist Kunde bei denen. CNN, eBay, Logitech, Microsoft und viele mehr (siehe Wikipedia).

      Ich geh davon aus das GitHub schon von Natur aus durch die vielen Server für Repos usw. sehr DDoS-resistent ist, und man daher den einen oder anderen grossen Angriff halt in Kauf nimmt.

      Aber für Digitec, WOG etc. würd es sich lohnen.
    • Kstyle 14.03.2016 12:10
      Highlight Highlight So einfach ist das nicht es gibt keine wirkliche methode um Ddos attacken abzufangen. Das problem ist nicht der Speicher sondern der Leitungsdurchsatz. Du kannst Digitec nicht mit Youtube vergleichen. Und zur errinnerung auch Facebook und Tinder wurden schon in die Knie gezwungen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • UserInput 14.03.2016 11:10
    Highlight Highlight Update: 11:10
    Seite wieder nicht aufrufbar (digitec.ch)
    • chandler 14.03.2016 11:28
      Highlight Highlight Nach der Veröffentlichung dieses Berichtes musste wohl jeder versuchen ob die Seite auch wirklich wieder geht ;-)
    • UserInput 14.03.2016 11:37
      Highlight Highlight @chandler
      Bin zwar seti ca. 7 Uhr am refreshen :D
    • Gringoooo 14.03.2016 13:20
      Highlight Highlight Mr Outlook, am schluss sind Sie verantwortlich.
      Warscheinlich können ihre Server nicht mehr als 1 Anfrage/Min verarbeiten :P
  • sephiran 14.03.2016 11:05
    Highlight Highlight Es ist so weit... brack greift an :O
  • Alnothur 14.03.2016 11:02
    Highlight Highlight Wenn halt alles über dasselbe webbasierte System läuft... Die Server sind sowieso schon ständig am Anschlag, ich glaube, bei denen ist ein DDoS mit fünf PCs möglich.
  • tobver 14.03.2016 11:01
    Highlight Highlight bei mir klappt jetzt (11:01) auf den ersten Blick alles wieder.

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