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Microsoft-Tochterfirma LinkedIn

Ein Unbekannter bietet ein Archiv mit Daten, die angeblich von 500 Millionen LinkedIn-Profilen abgegriffen wurden, in einem beliebten Hacker-Forum zum Verkauf an. Bild: Shutterstock

LinkedIn-Daten von Millionen Usern im Netz entdeckt – das musst du wissen

Die Social-Media-Plattform für Geschäftskontakte ist vom gleichen Phänomen wie Facebook betroffen. Dritte haben unberechtigterweise im grossen Stil Nutzerdaten abgegriffen.

Cet article est également disponible en français. Lisez-le maintenant!


Wenige Tage nachdem im Netz Daten von rund 533 Millionen Facebook-Mitgliedern entdeckt wurden, wird in einem Hacker-Forum erneut ein Datensatz mit angeblich einer halben Milliarde Nutzerdaten angeboten. Der Verkäufer behauptet, die Informationen stammten vom Karrierenetzwerk LinkedIn, wie das Online-Medium Cybernews berichtete.

2 Millionen Datensätze wurden als Proof-of-Concept vom Autor des Beitrags geleakt.

Wurde LinkedIn gehackt?

Kommt darauf an, was man unter einem Hackerangriff versteht. Gemäss den bisherigen Erkenntnissen drang niemand in ein geschütztes Netzwerk ein. Vielmehr waren die nun veröffentlichen Daten für Dritte abgreifbar.

LinkedIn betonte nach einer Untersuchung in der Nacht zum Freitag, es scheine sich um eine Sammlung von Daten aus verschiedenen Quellen zu handeln. Bei LinkedIn seien nur öffentlich zugängliche Informationen abgegriffen worden. Dieses Vorgehen wird auch als Scraping bezeichnet.

Bist du betroffen?

Einen ersten Hinweis darauf soll man hier bei cybernews.com bekommen.

Das Newsportal schreibt, es habe seine Datenbank zum Überprüfen von persönlichen Datenlecks mit mehr als 780'000 Mail-Adressen aktualisiert, die mit diesem Leck in Verbindung stünden. So könne man herausfinden, ob das LinkedIn-Profil von den Angreifern abgegriffen worden sei.

Bild

Beim «Personal Data Leak Checker» soll man die Mailadresse eingeben, um herauszufinden, ob die eigenen Daten von Dritten im Internet veröffentlicht wurden. Die Mailadresse werde nur verschlüsselt übermittelt. screenshot: cybernews.com

Wie konnte das passieren?

Grundangaben wie der vollständige Name sowie etwa E-Mail-Adresse, Telefonnummer, Geburtsdatum oder die Stadt, in der man wohnt, dienen bei Online-Netzwerken oft dazu, Bekannte und Freunde eindeutig zu identifizieren. Sie sind meist nicht für andere Nutzer sichtbar, können aber über Computer-Schnittstellen abgeglichen werden.

Online-Kriminelle fanden allerdings immer wieder Wege, die Informationen über automatisierte Anfragen in grossem Stil abzugreifen. Die Plattformen gehen dagegen vor – wenn die Daten aber erst einmal im Umlauf sind, ist ihre Verbreitung kaum zu stoppen.

Die am Wochenende entdeckten Telefonnummern und E-Mail-Adressen von 533 Millionen Facebook-Nutzern wurden dem Online-Netzwerk zufolge durch einen Missbrauch der Funktion zur Freundessuche erbeutet, bevor die Plattform im Sommer 2019 ein Schlupfloch schloss.

Was will der Verkäufer der LinkedIn-Daten?

Geld.

Der Verkäufer der angeblichen LinkedIn-Daten stellte zunächst nur zwei Millionen Datensätze online und versteigert das volle Paket, wie Cybernews berichtete.

LinkedIn gehört seit 2016 zu Microsoft. Die Social-Media-Plattform ist gemäss Wikipedia in 24 Sprachen verfügbar und hat über 660 Millionen User in 193 Ländern.

Quellen

(dsc/sda/awp/dpa)

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