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epaselect epa07833087 Apple Vice President Product Marketing, Apple Watch, Stan Ng speaks during the Apple Special Event in the Steve Jobs Theater at Apple Park in Cupertino, California, USA, 10 September 2019.  EPA-  EPA/JOHN G. MABANGLO

Apples 2015 lanciertes «Wearable» gilt inzwischen als meistverkaufte Uhr der Welt. Bild: EPA

Apple Watch und Co. machen günstigen Schweizer Uhren zu schaffen



Die Zahl der ins Ausland exportierten Schweizer Uhren ist seit einigen Jahren rückläufig. Der wohl wichtigste Grund dafür ist die wachsende Konkurrenz von Smartwatches. Die zunehmend beliebtere Apple Watch etwa drückt in erster Linie auf die Nachfrage nach günstigen Schweizer Uhren. Beliebt sind nach wie vor exklusive, teure Zeitmesser.

Der Smartwatch-Markt boomt und Apple dominiert mit fast 50 Prozent Marktanteil. Wie Erhebungen vom November zeigen. folgt Samsung auf Platz 2 mit knapp 14 Prozent Marktanteil. Die Südkoreaner haben mit ihren Galaxy-Smartwatches den von Google übernommenen Fitnessuhren-Hersteller Fitbit abgelöst, der auf Platz 3 mit gut 11 Prozent liegt.

Schweizer Luxusuhren verkaufen sich weiter gut, aber ...

Insgesamt gehen die Stückzahlen bei den hiesigen Uhrenexporten auch im laufenden Jahr zurück: Von Januar bis November sind im Vergleich zum Vorjahr mit 18.9 Millionen Stück 13 Prozent weniger Schweizer Armbanduhren ins Ausland verschifft worden.

Dass das Exportvolumen in Franken in derselben Periode dennoch um 2.2 Prozent auf knapp 19 Milliarden angestiegen ist, ist der weltweit guten Nachfrage nach teuren Uhren geschuldet.

Das Einstiegssegment, das Uhren zum Ladenpreis von bis zu 500 Franken und zum Exportpreis von bis 200 Franken umfasst, macht gemessen an den Stückzahlen 56 Prozent am Exportvolumen aus. Am Gesamtwert in Franken hält dieses Segment aber lediglich einen Anteil von 4.1 Prozent. Im Jahr 2015 lag diese Zahl noch bei 6.1 Prozent. Das hat mit dem Erfolg der Smartwatches zu tun, wie eine Studie der Bank Vontobel aufzeigt.

epa07891592 CEO Swatch Group Nick Hayek (R), speaks next to Nayla Hayek (L), chairwoman of the board of directors, during the official inauguration of the new head office building of the Swatch Group, in Biel, Switzerland, 03 October 2019.  EPA/PETER KLAUNZER

Nick Hayek und seine Schwester Nayla Hayek bei der Einweihung des neuen Hauptgebäudes der Swatch Group in Biel. Bild: EPA

Im tiefpreisigen Segment sei die Swatch Gruppe mit der Marke Swatch hierzulande klar die Nummer Eins, erklärte René Weber, Uhren-Experte bei der Bank Vontobel. Die Bieler seien daher stärker von den Volumenrückgängen betroffen als andere Hersteller. Sogar die im mittleren Preissegment angesiedelte Marke Tissot leide unter der wachsenden Beliebtheit etwa von Apple-Uhren. Swatch und Tissot tragen gemeinsam rund 22 Prozent zum Gruppenumsatz bei.

Die rückläufigen Verkäufe machen nicht nur der Swatch-Gruppe zu schaffen

Der Rückgang der Stückzahlen macht nebst den Herstellern auch den Zulieferfirmen zu schaffen. Einige Subunternehmen hätten gar Kurzarbeit einführen müssen, sagte Jean-Daniel Pasche, Präsident des Schweizerischen Uhrenverbandes (FH) im Gespräch mit AWP.

«Im Geschäft mit Komponenten, die wir für das Einstiegssegment liefern, verzeichnen wir Umsatzrückgänge im zweistelligen Prozentbereich», erklärte ein Manager einer Zulieferfirma, der anonym bleiben möchte.

Besser läuft es bei der jurassischen Acrotec-Gruppe, die 13 Firmen umfasst. «Wir rechnen im laufenden Jahr mit einem Umsatzwachstum von 5 bis 10 Prozent», sagte Vertriebsleiter Philippe Metzger. Um allerdings nicht nur von der Uhrenbranche abhängig zu sein, hat Acrotec das Geschäft im Medtech-Bereich verstärkt.

(dsc/sda/awp)

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Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
3Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Quacksalber 19.12.2019 22:41
    Highlight Highlight Wenn Tissot schlau ist bringt sie eine Smart Watch mit guter Solarzelle hinterm Display um eine möglichst lange oder gar dauerhafte Laufzeit zu bekommen. Würde ich sofort kaufen, falls meine Citizen Funk Solar mal ausfallen sollte, was ich aber nicht glaube (gratis Tip).
  • bebby 19.12.2019 19:07
    Highlight Highlight Hat wohl nicht so geklappt mit Swatchpay...
    • Digichr 20.12.2019 08:34
      Highlight Highlight Ich finds eine lustige Spielerei. War aber klar, dass es gegen Apple Pay keine Chance haben wird.

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