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Schweizer kaufen teurere Smartphones und PCs

Der Schweizer IT- und Telekommarkt legt leicht an Tempo zu. Dafür verantwortlich sind vor allem auch die «Erneuerungsrunden» der Firmen.



Der Schweizer IT- und Telekommarkt hat sich im vergangenen Jahr besser als erwartet geschlagen. Der Umsatz stieg um 2.8 Prozent auf 32.4 Milliarden Franken.

Dies zeigt eine im Auftrag des Schweizer ICT-Branchenverbands Swico erstellte Studie des European Information Technology Observatory (EITO), die am Dienstag veröffentlicht wurde. Im Vorjahr hatte das Plus 2.5 Prozent betragen, wie nun aus den definiven Zahlen hervorgeht, die das EITO in Zusammenarbeit mit dem US-Marktforschungsunternehmen IDC erstellte.

Weniger, aber teurere PCs gekauft

Das sei mehr als erwartet, sagte EITO-Experte Axel Pols. Vor einem Jahr hatte er lediglich mit einer Steigerung von 2.2 Prozent gerechnet.

Gerade der IT-Markt habe sich mit einem Plus von 4 Prozent auf 20.8 Milliarden Franken Umsatz besser geschlagen als prognostiziert. Grund dafür seien die stark schwankenden Verkäufe von Hardware.

So sei zwar der PC-Absatz inklusive Tablets um 1.4 Prozent auf 2.1 Millionen Stück gesunken. Die Umsätze legten dennoch um 4.2 Prozent zu. Dahinter sei eine grosse Erneuerungsrunde bei den Unternehmen gestanden, die teilweise ihre ganzen PC-Bestände ausgetauscht hätten, sagte Pols. Eigentlich habe man erwartet, dass der Ersatz im 2017 abgeschlossen sein dürfte. Das sei aber nicht der Fall gewesen.

Und die Firmen hätten höherwertige Geräte gekauft. Das habe die Umsätze angekurbelt. 

«Vor einigen Jahren wurde gesagt, es gibt bald keine PCs mehr. Das ist mitnichten so»

EITO-Experte Axel Pols

Eigentlicher Wachstumsmotor blieb aber erneut die Software, die ihren Umsatz um 6.2 Prozent erhöhte. Die Schweizer Firmen hätten beim Cloudcomputing aufgeholt, wo sie lange hinterherhinkten, sagte Pols. Zudem spiele künstliche Intelligenz eine immer grössere Rolle beispielsweise bei Banken oder Pharmaunternehmen.

Telekommarkt besser als erwartet

Der Telekommarkt legte derweil um 0.7 Prozent auf 11.6 Milliarden Franken zu. Auch das sei mehr als erwartet, sagte Pols. Im Vorjahr hatte der Telekommarkt noch einen Umsatzknick von einem halben Prozent erlitten.

Die Mobiltelefone und Telekomausrüstung konnten ihre Umsätze um 4.1 Prozent auf 1.9 Milliarden Franken erhöhen. Und dies, obwohl der Absatz von Smartphones leicht um 0.3 Prozent auf 3.1 Millionen Geräte schrumpfte. Aber auch hier griffen die Schweizer zu teureren Geräten.

So soll 2019 werden

Auch im laufenden Jahr sollte das Wachstum weitergehen, aber nicht mehr in dem Tempo wie 2018. Der Umsatz dürfte 2019 lediglich noch um 1.8 Prozent auf 33.0 Milliarden Franken wachsen. Grund dafür sei eine Abschwächung bei den Verkäufen von Mobiltelefonen und PCs.

Bei der IT-Hardware erwartet Pols einen Umsatzrückgang von 3.5 Prozent, da die Ersatzrunde bei den Firmen grossenteils abgeschlossen sei.

Derweil dürfte der Umsatz mit Handys und Telekomausrüstung lediglich noch um 0.2 Prozent zulegen. Und dies trotz der Einführung der neuen Mobilfunkgeneration 5G, die im laufenden Jahr starten soll.

5G werde nicht dazu führen, dass die Telekominvestitionen markant in die Höhe gehen würden, sagte der im Frühling ausscheidende Swico-Geschäftsführer Jean-Marc Hensch. Denn umgekehrt werde weniger oder gar nichts mehr in die alten Technologien 2G und 3G investiert. Zudem machten die Investionen in den Mobilfunk nur einen Teil der Gesamtinvestitionen in Telekominfrastruktur aus.

Bei den Smartphones dürfte 5G im laufenden Jahr auch noch nicht der Wachstumstreiber sein. Denn es werde zwar neue Modelle geben, aber ein Quantensprung sei nicht in Sicht. Das reiche aber nach Ansicht vieler Kunden nicht aus, ein neues Mobiltelefon zu kaufen. «5G ist vermutlich für den Konsumenten 2019 nicht wahnsinnig zentral», sagte Hensch.

(dsc/sda/awp)

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