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THEMENBILD ZUR ZUSAMMENARBEIT VON SALT UND SUNRISE BEIM AUSBAU DES GLASFASERNETZES --- Fibre-optic connection installation work by the electricity company of the city of Zurich, carried out by the service provider SD-Fibre, in an apartment in Zurich, Switzerland, on March 13, 2019. (KEYSTONE/Petra Orosz)

Salt und Sunrise wollen gemeinsam schnelle Glasfaser-Leitungen bis in die Wohnungen bauen. Bild: KEYSTONE

Salt und Sunrise starten Glasfaser-Offensive gegen Swisscom – das steckt dahinter

Zehn Jahre nach der gescheiterten Fusion spannen Salt und Sunrise beim Ausbau des Glasfasernetzes zusammen. Damit wollen sie ein Gegengewicht zum Branchenprimus Swisscom bilden. Ein Neuanlauf für eine Hochzeit ist dies allerdings nicht.



Die Corona-Pandemie und der Homeoffice-Boom führen uns vor Augen: Ein flächendeckendes Highspeed-Internet ist für den Wirtschaftsstandort Schweiz zentral. Einen schnellen Glasfaseranschluss bis in die Wohnung haben aber heute nur rund ein Drittel der Haushalte. Dies vor allem in den grossen Städten sowie in jenen Regionen, die Glasfaser als Standortvorteil erkannt haben.

Nun spannen Salt und Sunrise beim Ausbau des Glasfasernetzes zusammen, wie sie am Dienstag mitteilten. Die enge Kooperation zweier Rivalen zur Schaffung einer gemeinsamen Glasfaser-Infrastruktur, die allen anderen Marktteilnehmern offen steht, ist in der Schweizer Telekombranche ein mittleres Erdbeben.

Mit der überraschenden Ankündigung reagieren Salt und Sunrise auf die übermächtige Konkurrenz: Anfang Februar dieses Jahres hat Swisscom angekündigt, ihr Glasfasernetz massiv auszubauen. Bis Ende 2025 sollen weitere 1.5 Millionen Haushalte und Geschäfte an die Datenautobahn angeschlossen werden. Salt und Sunrise wollen daher mit vereinten Kräften ein, wie sie sagen, «de facto Monopol» der Swisscom beim so wichtigen Glasfasernetz verhindern.

Was haben Salt und Sunrise konkret vor?

Salt und Sunrise gründen das neue Gemeinschaftsunternehmen Swiss Open Fiber, um eine eigene Glasfaserinfrastruktur aufzubauen und damit einen Gegenpart zum Branchenleader Swisscom zu bilden. Gemeinsam wollen sie künftig 1.5 Millionen Schweizer Haushalte mit einem schnellen Glasfaseranschluss bis in die Wohnung versorgen. Das würde einer Verdoppelung der bisherigen FTTH-Anschlüsse entsprechen. In der Branche bezeichnet man Leitungen, welche die maximale Internet-Geschwindigkeit bis zum Endkunden bringen, als Fiber to the Home (FTTH).

Wie schnell ist das Glasfasernetz?

Fiber to the Home (FTTH) ermöglicht theoretisch eine Download- und Uploadgeschwindigkeit von 10 Gigabit pro Sekunde. Zum Vergleich: Das 5G-Netz kommt aktuell im besten Fall auf rund 1 Gbit pro Sekunde. In der Praxis können die meisten Internet-Nutzer Geschwindigkeiten von 10 Gbit/s aber noch nicht nutzen, da ihre Endgeräte nicht darauf ausgelegt sind. Selbst mit einer aktuellen Internetbox, die den neuen Wifi-6-Standard nutzt, kommt man «nur» auf eine maximale WLAN-Geschwindigkeit von bis zu 4,8 Gbit/s.

FTTH ist also eine Investition in die Zukunft. Künftig werden über das Glasfasernetz noch höhere Geschwindigkeiten erreicht werden.

Wer bekommt nun schnelles Internet?

In den nächsten fünf bis sieben Jahren sollen weitere 1,5 Millionen Schweizer Haushalte den schnellstmöglichen Breitbandanschluss erhalten (FTTH). Von dieser Glasfaser-Offensive werden vorab Bewohner in Agglomerationen profitieren, da die Innenstädte bereits grösstenteils mit den schnellen Datenleitungen erschlossen sind. Sunrise und Salt wollen im vierten Quartal 2020 mit dem Bau beginnen, sagen aber noch nicht, in welchen Orten der Netzausbau zuerst stattfinden soll. Salt und Sunrise gehen davon aus, dass künftig gegen 70 Prozent der Haushalte einen Glasfaseranschluss haben werden.

Klar ist: Auch künftig bleiben Bewohner in sehr abgelegenen Regionen aussen vor. «In den ländlichen Gebieten wird es sehr wahrscheinlich schwierig, wirtschaftlich auf einen grünen Zweig zu kommen», sagt Salt-Chef Pascal Grieder. Dort werde man schnelles Internet primär via 5G anbieten.

Warum bauen Sunrise und Salt ihr eigenes Glasfasernetz?

Dafür gibt es mehrere Gründe:

Erstens: Salt und Sunrise sind bislang von Swisscom und anderen Glasfasernetz-Betreibern abhängig. Sie müssen sich in diese fremden Glasfasernetze einmieten, was ihre eigenen Breitband-Dienste verteuert. Nun bauen sie ihr eigenes Glasfasernetz, das andere Firmen (auch Swisscom) gegen eine Gebühr mitnutzen können. Sie drehen den Spiess also um.

Zweitens: Da es bislang vor allem in Städten ein Glasfasernetz gibt, konnten Salt und Sunrise ihre Breitband-Dienste nur in diesen Regionen verkaufen. Das wollen sie nun ändern.

Drittens: Mit dem Kauf von UPC hätte Sunrise Zugriff auf das relativ schnelle Kabelnetz von UPC erhalten. Der Deal ist geplatzt und deshalb muss Sunrise einen anderen Weg finden, Zugang zu einem schnellen Netz zu erhalten. Mit der Kooperation mit Salt und allenfalls weiteren Partnern werden die dafür anfallenden Kosten auf mehrere Schultern verteilt.

Werden Internet-Dienste günstiger?

Das gemeinsame Glasfasernetz Swiss Open Fiber schafft eine Konkurrenz zu Swisscom und steht anderen Internet-Providern offen. Von dieser Belebung des Telekommarktes sollen die Konsumenten mit günstigen Preisen profitieren, versprechen Salt und Sunrise. Umgekehrt ist der Aufbau eines eigenen Glasfasernetzes kostspielig und die beiden Telekomfirmen müssen die Investitionen wieder hereinholen. Wie sich die Preise künftig entwickeln, ist daher schwierig vorherzusagen.

Was kostet der Glasfaserausbau?

Insgesamt sollen 3 Milliarden Franken in den Ausbau investiert werden. «Das ist ein ambitiöses Programm», sagt Marc Furrer, der Verwaltungsratspräsident der neuen Gemeinschaftsfirma Swiss Open Fiber. Der Markt für Hochgeschwindigkeitsinternet erhalte einen neuen Schub, nachdem er in den letzten Jahren ins Stocken geraten sei.

Das Problem: Der Ausbau der Glasfaserinfrastruktur bis in die Wohnungen ist kostspielig. Laut Salt und Surnise hat die Technologie aber geringere Wartungsanforderungen und einen niedrigeren Energieverbrauch.

Wie wollen Salt und Sunrise das neue Netz finanzieren?

Für ihre Pläne gründen Sunrise und Salt die Gemeinschaftsfirma Swiss Open Fiber. Man sei in Gesprächen mit einem Finanzinvestor, der sich beteiligen werde. Weiteres Geld soll von Banken kommen.

Salt und Sunrise werden zunächst die Hauptmieter des neuen Glasfasernetzes sein, die Infrastruktur soll aber auch anderen Wettbewerbern zur Verfügung stehen. Mit den Gebühren für die Netznutzung soll sich Swiss Open Fiber finanzieren.

Ist die Kooperation ein erster Schritt in Richtung Fusion?

Das Thema Fusion stehe nicht auf der Tagesordnung, sagen Salt und Sunrise. Sie verweisen darauf, dass die Fusion vor zehn Jahren an der Regulierungsbehörde scheiterte. Die gemeinsame Plattform Swiss Open Fiber ist nun Plan B, Swisscom im wichtigen Glasfaser-Markt anzugreifen.

Was bedeutet das für Swisscom?

Swisscom erhält Konkurrenz, hat aber einen grossen Vorsprung und plant selbst, bis Ende 2025 die Abdeckung mit FTTH (Glasfaser bis ins Haus) im Vergleich zu 2019 zu verdoppeln.

Zumindest punktuell könnte Swisscom das Glasfasernetz von Swiss Open Fiber mitbenutzen, statt eigene Kabel zu verlegen. Sie müsste sich dann, wie andere Provider auch, beim gemeinsamen Netz von Salt und Sunrise einmieten. Man sei «offen» für Gespräche mit Swiss Open Fiber, sagte ein Swisscom-Sprecher gegenüber der Nachrichtenagentur AWP.

Was bedeutet dies für UPC?

Ein ausgebautes Glasfasernetz bringt vor allem UPC unter Druck. In vielen ländlichen Regionen offeriert die Kabelnetzbetreiberin derzeit mit bis zu 1 Gbit/s die schnellste Datenleitung. Das wird sich in den nächsten Jahren vielerorts ändern.

Mit Material der Nachrichtenagenturen SDA, AWP.

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42
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42Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Mirko Timm 21.05.2020 12:11
    Highlight Highlight bei uns hat es nur UPC wo will man den hinwechseln. auf den Dorf ist man alternativlos. wenn man swisscom schaut steht da "Zwischen Dezember 2020 und März 2021 wird der Standort mit FTTS/B Neubau ausgebaut. Damit können Sie neu von ultraschnellem Internet mit voraussichtlich maximal 475 Mbit/s Download und 110 Mbit/s Upload profitieren."
    wahnsinnig da ist upc ja jetz6t schon schneller also lohnt Wechsel absolut nicht
  • Fandall 20.05.2020 12:42
    Highlight Highlight Finde ich gut, dass da wieder Bewegung rein kommt.
    In den Häusern ist Glasfaser & WiFi gegenüber 5G vorzuziehen, da letztere bei den hohen Frequenzen die für die schnelle Geschwindigkeit notwendig sind (Millimeterwellen), nicht durch Hauswände kommt. Das gibt einem auch die Möglichkeit die Strahlenbelastung mit der Standortwahl des WiFi-Routers und WiFi-Abschaltung über Nacht etc. zu kontrollieren je nach persönlicher Empfindlichkeit.
    Die noch höheren möglichen Geschwindigkeiten sind dann noch das Zückerchen obendrauf.
    • Startrek 21.05.2020 09:42
      Highlight Highlight Es werden keine Millimeterwellen Frequenzen verwendet in der CH. Diese Frequenzen sind nicht freigegeben. Das ist - wenn überhaupt - Zukunftsmusik in einigen Jahren. 5G läuft auf den gleichen/ähnlichen Frequenzen wie 2G/3G/4G.
  • B. Scheuert 20.05.2020 10:13
    Highlight Highlight Bin ich der einzige der sich fragt, was das Swisscom-Logo eigentlich darstellen soll? :)
    • Antigone 20.05.2020 11:11
      Highlight Highlight Sieht für mich wie eine Vulva aus 🌺
    • B. Scheuert 20.05.2020 12:04
      Highlight Highlight Ähm...What? o.O
    • Lllll 20.05.2020 12:09
      Highlight Highlight Oder eine Lunge 👀
    Weitere Antworten anzeigen
  • ralck 20.05.2020 09:49
    Highlight Highlight Da sag ich nur:
    Play Icon
  • S. L. 20.05.2020 02:30
    Highlight Highlight Die meisten wären schon mit ADSL genügend gut abgedeckt. 5G und Glasfaser sind völliger Overkill bei den meisten Verbrauchern. Ja man geht von steigendem Datenvolumen aus aber ganz ehrlich, ich glaube im Gegensatz zu den Leuten die ihren Aktienwert in die Höhe treiben müssen, dass wir den Peak ziemlich bald mal erreichen.
    • x4253 20.05.2020 07:32
      Highlight Highlight Die Sprüche betreffend "overkill" musste man sich schon zu VDSL Zeiten anhören.

      ADSL: 10mbit/s down, 1mbit/s up
      ADSL2+: 24mbit/s down, 3.5mbit/s up

      Damit kommt selbst der Standardnutzer sehr schnell an seine Grenzen. Schnell die 32GB Fotos vom Urlaub auf die Cloud laden? Bei vollem Speed so gegen 21 Stunden (eher mehr).
      Oder wenn der Junior sein neues Call of Duty herunterladen will (>200GB).
    • S. L. 20.05.2020 12:50
      Highlight Highlight Ja und? Macht er so eine Übung jeden Tag? Nein. Soll man dafür mehrere 100.- pro Jahr bezahlen nur damit mal vielleicht, eventuell, der PC nicht übet Nacht laufen muss?
  • PeteZahad 19.05.2020 22:41
    Highlight Highlight "Selbst mit einer aktuellen Internetbox, die den neuen Wifi-6-Standard nutzt, kommt man «nur» auf eine maximale WLAN-Geschwindigkeit von bis zu 4,8 Gbit/s"

    Einen 10 Gbit/s Anschluss aktiviert man auch nicht um dann übers WLAN zu verbinden.
  • Antinatalist ⚠ Lockdown-Fan-Club 19.05.2020 21:52
    Highlight Highlight "Selbst mit einer aktuellen Internetbox, die den neuen Wifi-6-Standard nutzt, kommt man «nur» auf eine maximale WLAN-Geschwindigkeit von bis zu 4,8 Gbit/s."

    Kommt man nicht. Selbst dann nicht, wenn der Router und der Computer direkt nebeneinander stehen. Diese theoretischen Werte sind für die Füchse.
    Auch 10Gbit bekommt keiner in die Wohnung geliefert. Bislang kommen die in aller Regel nur bis zu den Verteilern an, ab da wird deftig gesplittet. Von all den Salt-Fiber-Haushalten, die mir bisher untergekommen sind, hat keiner am Kabel 1Gbit überschritten. Die meisten haben so 1/2Gbit am Zapfen.
    • skynet 20.05.2020 21:53
      Highlight Highlight ich kenne einen Salt Kunden der 8Gbit/s anliegen hat bei sich.. klar er wird einer der einzigen Salt Kunden da sein, trotzdem sehr eindrücklich.
      natürlich würde ich trotzdem P2P bevorzugen und nicht XGS-PON..
  • ChrisG 19.05.2020 21:47
    Highlight Highlight Momentan gibt es etwa 1.5 Mio FTTH-Anschlüsse, also etwa 30%. Und dazu sollen nochmal so viele kommen in den nächsten 5 bis 7 Jahren. Das ist ja fast wie Weihnachten. Ich hatte die Hoffnung schon aufgegeben, jemals FTTH zu bekommen. Aber sicher werde ich dann zu den 40% gehören, die auch nach 2025 kein FTTH bekommen werden...
  • Tischbein 19.05.2020 20:19
    Highlight Highlight Die Swisscom baut ja ihr eigenes Netz auch nicht alleine, sondern in den Städten mit den E-Werken zusammen. Zusätzlich ziehen sie E-Werke und die swisscom ja mehrere Fasern ein, die gemietet werden können. Ist ein Haus erschlossen (FTTB) wird kaum jemand da noch ein Kabel hinziehen, da zu teuer. Das führt dazu, dass der Gesamtausbau von der Schweiz schneller werden durfte, was ja nicht schlecht ist.
  • Negan 83 19.05.2020 20:15
    Highlight Highlight Von Sunrise werde ich bestimmt kein Gladfaser internet mehr beziehen. War eher mässig zufrieden mit der Leistung. Am Schlimmsten sind die Geräte dazu die von denen Abgegeben werden. Kaum zu gebrauchen und nicht mal Tauglich für die Wandmontage. Wäre sowieso dafür das man den Gerätezwang verbieten würde. Denn so könnte sich jeder seinen eigenen Router kaufen und konfigurieren. Funktioniert in Deutschland auch. Warum hier nicht!
    • ursus3000 19.05.2020 21:24
      Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte formuliere deine Kritik sachlich und beachte die Kommentarregeln.
    • Demo78 19.05.2020 21:32
      Highlight Highlight Gibt es in der CH schon auch, 7init stellt dir frei welchen Router Du benutzt, ist halt eher Nischenanbieter.
    • Antinatalist ⚠ Lockdown-Fan-Club 19.05.2020 22:13
      Highlight Highlight Natürlich kannst du auch bei Sunrise und jedem anderen Provider eigene Hardware verwenden. Allerdings musst du Hardware verwenden, die mit deren Glasfaser-Technologie klarkommt und du musst natürlich auch die korrekten Einstellungen vornehmen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Mizz141 19.05.2020 19:47
    Highlight Highlight "Eine Download- und Uploadgeschwindigkeit von 10 Gigabit pro Sekunde."

    Jain, die 10Gbits von Salt werden auf bis zu 30 nutzer aufgeteilt, heisst, jemand kann die ganzen 10gbit belasten und die anderen 29 haben fast nichts davon.

    Und, ziemlich jeder einzelne hatt nur equipment für 1Gbit, da bringen die schönen theoretischen 10 einfach nichts, verschwendet.

    Lieber eine Stabile Gigabit verbindung von Init7 als eine instabile 10Gbit wo man zu spitzenzeiten maximal 7-8Gbit rausholen kann, (Test mit SFP+ Equipment, nicht GBaseT)
    • Antinatalist ⚠ Lockdown-Fan-Club 19.05.2020 22:04
      Highlight Highlight "jemand kann die ganzen 10gbit belasten und die anderen 29 haben fast nichts davon."

      Nein, das geht nicht. Dafür sorgt das Zeitmultiplexverfahren zuverlässig.
    • Gurgelhals 19.05.2020 22:14
      Highlight Highlight Vor allem hat Init7 einen anständigen Backbone. Es nützt einem ja auch nichts, wenn man bis zur nächsten Telefonzentrale eine Privatautobahn hat, wenn dahinter der Verkehr dann mehrheitlich auf überlasteten und umwegigen Landstrassen geführt wird.

      Auf einem älteren / langsameren VDSL-Abo merkt man es i.d.R. noch nicht so sehr, wenn der Provider bei der Backbone-Infrastruktur knausert. Bei einem 1Gbit/sec FTTH-Anschluss dann aber eben schon (konkret: "Warum ist mein Stream so verpixelt? Ich habe doch Gigabit-Internet?").
    • Fandall 20.05.2020 12:53
      Highlight Highlight Es ist ja ein Infrastrukturprojekt für die Zukunft, darum ist es irrelevant wenn man im Moment nicht die volle Geschwindigkeit nutzen kann.
      Lustigerweise habe ich den Eindruck dass hier bei den Watson-Kommentatoren bezüglich 5G genau andersrum argumentiert wird und es für Mobilapplikation nicht schnell genug sein kann 🤷‍♂️
  • Alpstein7 19.05.2020 19:27
    Highlight Highlight Ich wäre für eine staatlich Enteignung aller Infrastrukturen für alle Leitungen, Kabel und Schienen. Die Betreiberfirmen müssten so zu gleichen Preisen die Leitungen zu Selbstkosten, plus kleinem Gewinn, mieten. Ohne eine solche Massnahme gehören dieses Rechte bald mal chinesischen, amerikanischen usw. Geldhaien. Wasserrechte sollte man dann auch noch so schützen.
    • Ökonometriker 20.05.2020 05:39
      Highlight Highlight Salt (damals Orange) war ja ursprünglich chinesisch, wurde dann aber von europäischen Staatsbetrieben übernommen. Hier ist also genau das Gegenteil passiert.

      Gerade die Schweiz investiert viel mehr in China und den USA als umgekehrt. So investierte die Schweiz 2018 rund 70 Mia. mehr im Ausland als das Ausland in der Schweiz. Das meiste davon waren Direktinvestitionen (Daten: SNB). Die Schweiz übernimmt also viel mehr ausländische Firmen als umgekehrt.
  • G.Oreb 19.05.2020 19:22
    Highlight Highlight Legt SOF jetzt dort Glasfaser wo Swisscom noch keine verlegt hat, oder wird das Netz dann doppelt geführt?
    • Gurgelhals 19.05.2020 19:54
      Highlight Highlight Ziemlich sicher Ersteres. Das Problem ist ja nicht, dass die Telcos nicht auf die bereits existierenden FTTH-Glasfasern der Swisscom bzw. der städt. EWs können. Dies ist soweit ich weiss ziemlich klar reguliert und dort, wo es FTTH gibt, klappt das ja auch mit den versch. Anbietern.

      Das Problem ist, dass die Swisscom entgegen dem eigenen Marketingbullshit beim FTTH-Ausbau gezielt auf die Bremse tritt, um den Marktzugang für andere Anbieter zu erschweren. Und das noch grössere Problem ist, dass sie in diesem Tun – Lobbying sei Dank! – von Bundesbern auch noch gedeckt wird.
    • Oliver Wietlisbach 19.05.2020 20:22
      Highlight Highlight So bauen dort, wo es noch kein anderes Netz gibt.
    • Antinatalist ⚠ Lockdown-Fan-Club 19.05.2020 22:01
      Highlight Highlight Es wird wohl dort gebaut, wo es Umsatz generiert. Ein Dorf in Hinterpfupfigen, vorwiegend mit Eigentumshäusern bebaut, das heute nicht erschlossen ist, wird dann wohl immer noch nicht erschlossen sein. Der Kosten-Nutzen-Faktor wird da nach wie vor einer Rolle spielen.
      Möglicherweise spielen auch die bereits bestehenden Kunden eine Rolle. Wo Sunrise und Salt viele treue Kunden haben, steht die Chance auf ein Upgrade wahrscheinlich besser. Es werden angesichts dieser Überlegungen bestimmt sowohl in von Swisscom noch sauberen Gebieten, als auch parallel in Konkurrenzzonen "Glasfasern" eingezogen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • What’s Up, Doc? 19.05.2020 19:18
    Highlight Highlight "Einen schnellen Glasfaseranschluss bis in die Wohnung haben aber heute nur gut ein Drittel der Haushalte."

    Auf gar keinen Fall haben ein Drittel aller Haushalte eine Glasfaserleitung bis in die Wohnung, auch wenn die Swisscom diesen Marketingblödsinn immer gern verzapft. Zählt man FTTB und FTTS auch mit dürfte das hinkommen, aber das ist eben nicht FTTH bis in die Wohnung.
    Hier mal die Infobox bei Glasfaser öffnen: https://map.geo.admin.ch/?topic=nga&mobile=false&lang=de&bgLayer=ch.swisstopo.pixelkarte-grau&catalogNodes=15066,15041,334&E=2750273.62&N=1198898.54&zoom=4
    • haegipesche 19.05.2020 20:11
      Highlight Highlight Swisscom ist bei ca. 75% FTTS/B/H zur Zeit. Davon sind ca. 30% FTTH.
    • Oliver Wietlisbach 19.05.2020 20:16
      Highlight Highlight Bei gut 30 Prozent der Haushalte geht das Glasfaserkabel effektiv bis in die Wohnung (FTTH). Bei den restlichen 70 Prozent sind die letzten Meter Leitungen mit geringerer Kapazität wie Kupfer- oder Koaxialkabel. 

      Laut Bakom gab es 2018 2.82 Mio. Glasfaser-Anschlüsse. Davon waren 1.34 Mio. FTTH-Anschlüsse. Inzwischen sind es 1.57 Mio FTTH-Anschlüsse.

      https://www.bakom.admin.ch/bakom/de/home/telekommunikation/zahlen-und-fakten/sammlung-statisticher-daten/breitband/breitbandinfrastruktur.html
    • What’s Up, Doc? 20.05.2020 12:17
      Highlight Highlight Stimmt eben genau nich. Weil die Swisscom seit 2018 FTTB- eifach zu den FTTH-Anschlüssen rechnet. Steht in der Infobox und erklärt a) in deinem Link.
    Weitere Antworten anzeigen

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