Wirtschaft
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Sunrise und Salt spannen zusammen: 1.5 Millionen Haushalte sollen Glasfaser erhalten

Überraschende Kooperation auf dem Schweizer Telekommarkt: Die beiden Unternehmen Sunrise und Salt spannen beim Ausbau des Glasfasernetzes zusammen.



Sie sind erbitterte Konkurrenten. Doch im Bereich Glasfaserausbau wollen Sunrise und Salt in Zukunft zusammenarbeiten und damit einen Gegenpart zum Branchenprimus Swisscom bilden.

Man habe sich auf eine strategische Partnerschaft verständigt, um eine führende Plattform im Bereich «Fiber to the home» (FTTH) zu schaffen, teilten die beiden Gesellschaften am Dienstag mit. FTTH bedeutet, dass die Glasfaser bis ins Haus gelegt wird.

26.03.2018, Mecklenburg-Vorpommern, Klein Kedingshagen: Timotheus Hoettges, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Telekom, zeigt beim offiziellen Start fuer den Breitbandausbau
mehrfarbige Kunststoffrohre, in die spaeter Lichtleiterkabel eingezogen werden. In dem Dorf bei Stralsund hat die Telekom ihr bislang groesstes Projekt zum Glasfaserausbau in Deutschland gestartet. (KEYSTONE/DPA/Stefan Sauer)

Glasfaser für 1.5 Millionen Haushalte: Sunrise und Salt arbeiten zusammen. Bild: dpa

Es sei das Ziel, mit einer Gesamtinvestition von bis zu 3 Milliarden Franken über die nächsten fünf bis sieben Jahre 1,5 Millionen Haushalte zu erreichen, so die Mitteilung weiter.

Prominenter Präsident

Laut den Angaben soll der Ausbau in den Gebieten erfolgen, die heute nicht ausreichend mit Breitband versorgt seien. Die Digitalisierung solle damit auch in nichtstädtischen Gebieten vorangetrieben werden.

Für ihre Pläne gründen Sunrise und Salt die Gemeinschaftsfirma Swiss Open Fiber, welche sie künftig mit einem Kapitalpartner halten wollen. Es seien bereits Gespräche mit potenziellen Partnern und Banken aufgenommen worden. Der Netzbau soll dann bereits im vierten Quartal des laufenden Jahres starten, wie es weiter heisst.

Marc Furrer, Praesident Swiss Ice Hockey, anlaesslich der Vorsaison-Medienkonferenz Swiss Ice Hockey Federation am PostFinance-Hauptsitz in Bern am Freitag 5. August 2016. (PPR/Ben Zurbriggen)

Marc Furrer, ehemaliger Präsident der Comcom. Bild: PPR

Verwaltungsratspräsident der neuen Firma soll Marc Furrer werden, der ehemalige Präsident der Eidgenössischen Kommunikationskommission Comcom.

Offene Plattform

In der Mitteilung ist von einer «offenen und für alle Anbieter zugänglichen Plattform» die Rede. Sunrise und Salt wollen die Hauptmieter der Plattform sein, sie stehe jedoch sämtlichen Wettbewerbern zur Verfügung, wird betont.

Konkret will Swiss Open Fiber etwa mit Swiss Fibre Net, dem Gemeinschaftsunternehmen von regionalen Energieversorgern, zusammenarbeiten. Dieses unterstütze die neue Firma im Rahmen einer strategischen Partnerschaft.

Die Initiative werde die Verbreitung hochmodernster Breitbandangebote beschleunigen und «die Versorgung der Schweiz mit Glasfaserinfrastrukturen im Vergleich zu anderen europäischen Ländern deutlich verbessern», lässt sich Sunrise-CEO André Krause in der Mitteilung zitieren.

Salt-CEO Pascal Grieder spricht von einem «einzigartigen Projekt». Er ermutigt ausserdem Gemeinden und Versorgungsunternehmen, die sich mit der Bereitstellung eines FTTH-Netzes befassen, «sich an uns zu wenden». Man sei für Geschäfte offen. (awp/sda)

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13Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Hüendli 19.05.2020 12:45
    Highlight Highlight Ein guter, mutiger und wichtiger Schritt, die Animositäten beiseite zu lassen und gemeinsam das Land vorwärts zu bringen! Nur das mit der Konkurrenz zur Swisscom stimmt hier so nicht: Die macht ausser in Ausnahmefällen gar kein FTTH, sondern setzt darauf, ihren ein Jahrhundert alten Klingeldraht weiter auszupressen.
  • ARoq 19.05.2020 10:48
    Highlight Highlight Wäre schön wenn das realisiert werden kann. Dank Swisscoms Kupfer-Strategie ist die Schweiz im internationalen Vergleich beim FTTH-Ausbau weit abgeschlagen.
    https://www.oecd.org/internet/broadband/broadband-statistics-update.htm
  • -V- 19.05.2020 10:13
    Highlight Highlight Super!

    nur bis zum Haus reicht jedoch nicht ... da muss man selbst noch etwas tun (oder der Vermieter ...) viel glück damit.

    wenn Ihr am Schluss der Leitung Kupfer habt bringt das ganze genau nichts .. weil der Flaschenhals das Kupfer ist ...
    • Michael Heldner 19.05.2020 10:21
      Highlight Highlight Habe kürzlich in einem Artikel gelesen dass der Vermieter verpflichtet sei den Abschluss bis in die Wohnung ziehen zu lassen wenn der Mieter es verlangt, kosten würde das angeblich zumindest den Mieter nichts (😅 wie weit das stimmt sehe ich dann im Juli, wenn bei uns bet Ausbau stattfindet)
    • Mojoking164 19.05.2020 10:34
      Highlight Highlight Bei allem Respekt aber Sie haben sehr wahrscheinlich keine Ahnung von was Sie sprechen.
      1. FIber to the home geht bis in die Wohnung
      2. Werden heutzutage in jeder neuen Wohnung KupferKabel der Kategorie 5/5e oder sogar höher verlegt, diese garantieren eine Gigabit-Ethernet und übetragen mindestens 1 Gbit/s!
      Klar bei Salt gibt es das Abo mit 10 Gbit/s aber seien wir mal ehrlich, für das sind unsere aktuellen Geräte nicht einmal ausgestattet.
    • Miimiip! aka Roadrunn_er 19.05.2020 12:41
      Highlight Highlight Denke wenn der Glasanschluss bis zum Haus recht und intern mit Kupfer verkabelt ist, reicht es alleweil. Das Gbits bringst du auch mit Kupfer bis ca 120 Meter. Danach ist eh der PC der Engpass mit der 1Gbits LAN Karte. Und zudem bezweifle ich ob zuhause mehr Dampf brauchst als in der Firma die mit einem Gbits LAN ausgestattet ist.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Victor Paulsen 19.05.2020 09:54
    Highlight Highlight Damit könnten sie eine starke konkurrenz für die von pannen geplagte Swisscom werden
  • Smeyers 19.05.2020 08:15
    Highlight Highlight Ein guter und wichtiger Schritt. Die Swisscom über Jahrzehnte von Steuergeldern finanziert ist nach wie vor der teuerste Anbieter und macht keinen Schritt auf die Bürger zu geht.
    • Nick nolte 20.05.2020 08:07
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