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In this picture taken on Sunday, Sept. 21, 2008, Iranian Revolutionary Guards members march during a parade ceremony, marking the 28th anniversary of the onset of the Iran-Iraq war (1980-1988), in front of the mausoleum of the late revolutionary founder Ayatollah Ruhollah Khomeini, just outside Tehran, Iran. Speaking to Arab students at Carnegie Mellon's Doha campus, US Secretary of State Hillary Rodham Clinton said Monday, Iran's Revolutionary Guard Corps appears to have gained so much power that it effectively is supplanting the Iranian government. (AP Photo/Vahid Salemi)

Die iranischen Revolutionsgarden: Im Krieg gegen Amerika braucht das Land keine Sturmgewehre, sondern Computer. Bild: AP

Hillary Clinton und der Dritte Weltkrieg: Stuxnet war nur der Anfang

Mit einer streng geheimen Cyberwaffe versuchten die USA das iranische Atomprogramm zu sabotieren. Der Angriff lief aus dem Ruder – und beeinflusst nun auch die US-Präsidentenwahl.

05.11.16, 14:29 06.11.16, 10:42


Die viel zitierte Büchse der Pandora.

Hillary Clinton hat sie nicht eigenhändig geöffnet. Aber sie ist mitschuldig.

Das ist die Geschichte der brandgefährlichen Cyber-Waffe, die das Atomprogramm des Iran sabotiert und ausser Kontrolle gerät. Die Nachwehen sind bis heute spürbar ...

«Die NSA und Israel haben Stuxnet zusammen geschrieben.»

Edward Snowden  quelle: spiegel.de

Rückblende

20. Januar 2009. Washington DC.

In der Hauptstadt leistet der 44. US-Präsident den Amtseid. Millionen Landsleute verfolgen vor dem Fernseher, wie Barack Obama schwört, die Verfassung der Vereinigten Staaten zu bewahren, zu schützen und zu verteidigen.

epa02669458 (FILES) A file photo dated 20 January 2009 showing  President Barack Obama taking the oath as the 44th U.S. President with his wife, Michelle, by his side at the U.S. Capitol in Washington, D.C., USA 20 January 2009.  Obama announced 4 April 2011 his intention to stand for a second term in office in 2012.  The announcement was widely expected and his campaign team are expected to file election papers this week  EPA/CHUCK KENNEDY/POOL

Der erste schwarze Präsident. Ein hoffnungsvoller Moment. Bild: EPA/MCT POOL

Ob Obama an dem historischen Tag bereits von der streng geheimen Cyberwaffe weiss, die sein Land anderthalb Jahre später beinahe ins Verderben stürzt?

Die Geheimdienst-Chefs müssen Obama bei einem ihrer ersten Treffen von Operation Olympic Games berichtet haben. Eingeweiht wird auch die von ihm berufene neue US-Aussenministerin: Hillary Clinton.

Der Name der Geheimoperation mag harmlos klingen. Doch es geht um eine besonders toxische «Erbschaft» von
George W. Bush.

Former President George W. Bush, right, hugs President Barack Obama after Obama was sworn in at the U.S. Capitol in Washington, Tuesday, Jan. 20, 2009.  (AP Photo/Ron Edmonds)

George W. Bush gratuliert seinem Nachfolger. Bild: AP

Unter Obamas Vorgänger hat die National Security Agency (NSA) einen brandgefährlichen Computerwurm entwickelt. Und zwar in einem bis heute streng geheimen Joint-Venture mit dem israelischen Auslands-Geheimdienst Mossad und der militärischen Informatik-Spezialeinheit Unit 8200.

Die hohen Entwicklungskosten von geschätzten 50 Millionen Dollar sind mit der Komplexität und Durchschlagskraft der Cyberwaffe zu erklären. Sie als Malware zu bezeichnen ist die Untertreibung des Jahrhunderts. Es ist eine Software, die Hardware zerstören kann. Ein Novum.

Der Wurm manipuliert die Steuerungssysteme von Industrieanlagen, die der Uran-Anreicherung dienen. Dies tut er dermassen raffiniert, dass die sensiblen Apparaturen auf scheinbar unerklärliche Weise kaputt gehen.

Der Wurm hat nur ein Ziel: eine Bunkeranlage in der Wüste Irans.

Blick auf die Atomanlage in Natanz

This Aug. 12, 2006 IKONOS satellite image provided by GeoEye on Tuesday, Aug. 22, 2006 purports to show the Natanz nuclear facility in Iran. Iran's unprecedented refusal to allow access to its underground facility at Natanz could seriously hamper U.N. attempts to ensure Tehran is not trying to produce nuclear weapons, and might violate the Nuclear Nonproliferation Treaty, diplomats and U.N. officials told The Associated Press.  (AP Photo/IKONOS satellite image ourtesy of GeoEye/WIA) ** MANDATORY CREDIT **

Die Bunker mit den Zentrifugen zur Uran-Anreicherung liegen tief unter dem Wüstensand. Bild: AP GEOEYE

Seit der islamischen Revolution sieht sich Israel durch das iranische Atomprogramm bedroht. Zwar bestreitet Irans Führung vehement, dass es nicht nur um die Produktion von Atomstrom gehe, sondern auch um die Entwicklung einer Atombombe. Doch die Realität sieht anders aus.

Mahmud Ahmadinedschad hat wiederholt und öffentlich mit der Vernichtung des «zionistischen Regimes» gedroht. Die Israeli erhöhen den Druck auf ihren wichtigsten Bündnispartner und beginnen damit, die Bombardierung zu trainieren.

Die USA entscheiden sich schliesslich für eine raffinierte Sabotage-Aktion, die israelischen Kampfjets bleiben am Boden.

Dass es der Wurm tatsächlich in die streng bewachte, völlig abgeschottete Bunker-Anlage schafft und dort während langer Zeit unentdeckt bleibt, spricht für die Entwickler.

epa02482591 (FILE) A handout picture released by presidential official website shows Iranian President Mahmoud Ahmadinejad inspecting the Natanz nuclear plant in central Iran, 08 March 2007. Media reports on 06 December 2010 state that on 05 December 2010 Iran announced that it had delivered its first domestically produced raw uranium to a plant that can make it ready for enrichment. Iran is set to meet six world powers in the Swiss city of Geneva, on 06 December 2010, to discuss its nuclear programme.  EPA/IRAN'S PRESIDENCY OFFICE / HANDOUT  EDITORIAL USE ONLY

Mahmud Ahmadinedschad besichtigt die Zentrifugen, die zur Uran-Anreicherung dienen. Irgendwann spielen die Motoren verrückt – und die Ingenieure verzweifeln ...  Bild: EPA

Die Stuxnet-Programmierer machen sich vier bis dato völlig unbekannte Schwachstellen in Microsoft-Software zunutze. Dank dieser «Zero Day»-Lücken und gestohlener digitaler Zertifikate steht dem Wurm jeder Windows-Computer weltweit offen.

Nicht auszumalen, was eine Schadsoftware anrichten würde, deren vorgegebenes Ziel x-beliebige Industrie-Steuerungen wären: Kraftwerke, Wasserversorgung, Staudämme ...

Die Entdeckung

Juni 2010. Ukraine.

400 Autokilometer von Kiew entfernt, feiert der Computer-Sicherheitsexperte Sergej Ulasen mit Freunden. Es ist ein ausgelassenes Hochzeitsfest, der Alkohol fliesst in Strömen. Da erreicht den jungen Mann ein geschäftlicher Anruf aus dem Iran, der sein Leben auf den Kopf stellt. Der Weissrusse wird als Stuxnet-Entdecker in die Geschichte eingehen.

Sergej sagt, er habe Stuxnet eher zufällig entdeckt.  bild: eugene.kaspersky.com

Samstagnachmittag – ein gewöhnlicher Arbeitstag in der Islamischen Republik Iran. Ein guter Bekannter von Sergej, der als IT-Supporter arbeitet, sucht seinen Rat. Bei einer Firma in Teheran stürzen Rechner aus unerfindlichen Gründen ab. Beunruhigend ist, dass die Probleme auch auf neu installierten, also «sauberen» Windows-Systemen auftreten.

Sergej beginnt mit der Spurensuche und ihm gelingt, den Code der Schadsoftware zu sichern. Wie in der Branche üblich, reicht er ihn an andere Sicherheitsexperten weiter. Die Kollegen von Symantec, Kaspersky und Co. sind fasziniert und entsetzt zugleich, als sie Stuxnet unter die Lupe nehmen.

«Es übertraf unsere schlimmsten Albträume»

Der deutsche IT-Sicherheitsexperte Ralph Langner hat sich intensiv mit Stuxnet befasst

In unermüdlicher Detektivarbeit gelingt es mehreren Malware-Spezialisten, das Ziel der Cyberwaffe zu bestimmen. Das ist nicht einfach: Stuxnet hat die Steuerungssysteme von zahlreichen Industrieanlagen befallen. Allein im Iran sind um die 30'000 Computer von der Schadsoftware infiziert.

Die technischen und politischen Hintergründe der Stuxet-Attacke zeigt der Dokumentarfilm «Zero Days» (2016). Das Werk des Oscar-gekrönten Regisseurs Alex Gibney ist spannender als jeder Tech-Thriller. «Zero Days» zeigt auch, was eine Cyberwaffe ungewollt anrichten könnte. Gänsehaut garantiert!

Der Trailer

Video: YouTube/Madman Films

Bis heute hat niemand für Stuxnet die Verantwortung übernommen. Die Beteiligten schweigen eisern, und die US-Regierung geht mit unerbittlicher Härte gegen Whistleblower vor. Selbst unabhängige IT-Sicherheitsexperten haben offenbar Angst, sich öffentlich zu den Urhebern zu äussern.

Dabei gäbe es viel zu diskutieren: Der Angriff lief nach anfänglichem Erfolg aus dem Ruder. Laut NSA-Mitarbeitern änderten die Israelis während der laufenden Geheimoperation den Programm-Code. Sie wollten eine neue Malware-Version noch schneller in die Bunker-Anlage schleusen.

Der Plan ging schief: Der Computerwurm verbreitete sich aggressiv und unkontrolliert weiter und infizierte Millionen von Windows-Computern rund um den Globus.

«Stuxnet ist eine Bedrohung, wie wir sie hoffentlich nie wieder sehen werden.»

Wunschdenken im Abschlussbericht der IT-Sicherheitsfirma Symantec zu Stuxnet quelle: stuxnet dossier (pdf)

Ironie der Geschichte: Auch im Ursprungsland sorgte Stuxnet für Aufruhr. Das Ministerium für Innere Sicherheit (Homeland Security) war nicht vorgewarnt und befürchtete einen Angriff ausländischer Kräfte. Wie sollte man auch ahnen, dass die eigenen Geheimdienste dahinter steckten?

Eine von den Amerikanern sicher nicht gewollte Konsequenz war auch, dass der Iran eine der grössten Cyber-Armeen der Welt aufbaute. Gut ausgebildete junge Männer und Frauen meldeten sich freiwillig, um aus ihrer Sicht ungerechtfertigte Angriffe auf ihr Heimatland abzuwehren und zu erwidern.

Stuxnet veranlasste diverse Staaten, digital aufzurüsten, um sich gegen Amerika zu wappnen.

Die Vergeltung

März 2016.

Die «Washington Post» berichtet, dass die USA verschärft gegen ausländische Hacker vorgehen wollen. Konkret klagt das Justizministerium sieben iranische Hacker an.

The sluice gate of the Boman Avenue Dam is pictured in Rye, New York, December 23, 2015. Iranian hackers breached the control system of a dam near New York City in 2013, an infiltration that raised concerns about the security of the country's infrastructure, the Wall Street Journal reported on Monday (December 21), citing former and current U.S. officials. REUTERS/Adrees Latif

Das Schleusen-Steuerungssystem für diesen Damm im Bundesstaat New York wurde angeblich gehackt. Weiter passierte nichts. Bild: ADREES LATIF/REUTERS

Die steckbrieflich Gesuchten sollen seit 2011 für viele Server-Überlastungsangriffe auf US-Finanzinstitute verantwortlich sein. Gemäss Anklage haben sie Banken zeitweise wöchentlich attackiert und das Online-Banking beeinträchtigt. Einer der Männer soll auch einen Anschlag auf einen Staudamm im Bundesstaat New York versucht haben – ohne Erfolg.

«Es ist das erste Mal, dass die USA Hacker öffentlich anklagen, die einer Regierung nahestehen und Angriffe auf wichtige amerikanische Infrastrukturen verübt haben sollen. Lange Zeit hielten die USA Cyberangriffe feindlicher Regime geheim. Doch angesichts der Häufung und Schwere der Angriffe haben sie diese Strategie geändert hin zu einer öffentlichen Schuldzuweisung.»

So berichtete die «Neue Zürcher Zeitung».  quelle: nzz.ch

Brisant: Die Iraner erhielten angeblich technische Unterstützung von russischen Hackern mit Verbindungen zum Kreml, wie die «Washington Post» berichtete.

Die Russen sollen auch hinter den Hackerangriffen auf die US-Demokraten stecken. Oder war alles ganz anders?

Die Enthüllungsplattform Wikileaks nahm das erbeutete Material jedenfalls gerne entgegen und publizierte es – Julian Assange hatte Hillary Clinton schon öffentlich attackiert, als sie noch US-Aussenministerin war.

Was nun?

Kritische Stimmen werden einwenden, dass sich die USA die iranischen Vergeltungsaktionen, wie auch andere politisch motivierte Hackerangriffe selbst zuzuschreiben haben.

Hätte man auf den Einsatz der Cyberwaffe gegen den souveränen Staat verzichtet, wäre der Code nicht in falsche Hände geraten. Genau dies ist laut Fachleuten passiert. Die Geheimdienste bedienten sich, andere Akteure wohl auch.

U.S. Sen. Hillary Clinton, D-N.Y., speaks as she delivers a policy address Wednesday, Jan, 18, 2006, at Princeton University in Princeton, N.J. Clinton called for United Nations sanctions against Iran as it resumes its nuclear program and faulted the Bush administration for

Hillary Clinton im Jahr 2006. Als Senatorin forderte sie, Iran wegen des Atomprogramms zu sanktionieren. Bild: AP

Ziehen die Verantwortlichen die richtigen Lehren aus dem Schlamassel? Es sieht nicht so aus! Die Stuxnet-Erfahrungen halten Hillary Clinton nicht davon ab, mit mahnendem Finger auf ausländische Bösewichte zu zeigen.

In einer öffentlichen Fernsehdebatte mit ihrem Konkurrenten Donald Trump drohte die Präsidentschaftskandidatin anderen Staaten unverhohlen mit Vergeltung, falls es weitere Hackerangriffe geben sollte.

«Ob Russland, China, Iran oder jemand anders: Die Vereinigten Staaten werden nicht untätig zusehen, wenn staatliche Akteure unsere Daten stehlen.»

Hillary Clinton im September 2016. quelle: inverse.com

Gleichzeitig scheint Clinton nicht gewillt, den Einsatz von Cyberwaffen auf die politische Agenda zu setzen. Wie soll man aber öffentlich über etwas verhandeln, das geheim ist?

Braucht es für das längst angebrochene Zeitalter der Cyberwaffen ebenfalls ein Gleichgewicht des Schreckens?

Laut der Schweizer Sicherheitsforscherin Myriam Dunn Cavelty verfolgen die USA eine neue Strategie der Abschreckung. Die ETH-Dozentin erinnert in einem aktuellen Gastbeitrag in der NZZ an vergangen geglaubte Zeiten: 

«Abschreckungsstrategien spielten vor allem während des Kalten Kriegs eine zentrale Rolle, um die Wahrscheinlichkeit eines (nuklearen) Angriffs zu reduzieren.»

Myriam Dunn Cavelty quelle: nzz.ch

Bei Atombomben kennen wir die verheerenden Folgen, bei Cyberwaffen sind die Auswirkungen nicht absehbar. Das hängt mit dem hohen Vernetzungsgrad der heutigen Welt zusammen. Malware verbreitet sich rasant und global. Nicht auszudenken, was bei einem längeren «Black Out» passiert.

Dank der Enthüllungen von Edward Snowden wissen wir, dass die USA das Arsenal an Cyber-Angriffswaffen unter Obama massiv ausgebaut haben. Das Elektrizitätsnetz eines ganzen Landes ausschalten? Kein Problem.

Tatsächlich wäre man dazu schon 2010 in der Lage gewesen. Der Name der Geheimoperation: Nitro Zeus.

Dazu passt, dass diese Woche auch Grossbritannien mit dem digitalen Säbel gerasselt hat. Die britische Regierung droht ausländischen Angreifern und steckt viel Geld in die Entwicklung neuer Cyberwaffen. Erklärtes Ziel: «Vergeltung».

Pandora lässt uns nicht mehr los.

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Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!

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54
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54Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Joe-B 08.11.2016 09:38
    Highlight jetzt freue ich mich noch mehr auf watchdogs 2 :D
    2 1 Melden
  • Froggr 06.11.2016 09:50
    Highlight Zeigt schön, wie uninformiert zu Beginn alle über Trump waren. Von wegen er würde den 3. Weltkrieg anzetteln und er wolle alle Mexikaner und Muslime deportieren. Stimmt ja alles nicht.
    Clinton ist die Schlimme, wenn man bedenkt, was sie alles getan hat und wieviele Menschenleben sie auf ihrem Gewissen hat. Wo hingegen Trump ein paar böse Sachen gesagt hat und zu wenig Steuern bezahlt hat. That's it!
    Wacht auf.
    56 19 Melden
    • PuRpLE_KusH 07.11.2016 14:23
      Highlight Ich mag mich noch an Zeiten erinnern, als meine "lieber trump als clinton"-Kommentare immer schön geblitzt wurden und jetzt einfach nur lol rofl lol rofl lol rofl.
      8 7 Melden
  • Therealmonti 06.11.2016 03:51
    Highlight Diesen Kommentar an Hillary Clinton aufzumachen ist doch ziemlich weit her geholt. Am Ursprung der ganzen Geschichte steht nämlich Israel.
    34 33 Melden
    • Zeit_Genosse 06.11.2016 08:58
      Highlight Helft mir wenn ich falsch liege.

      Israel wollte die Anlagen militärisch aus der Luft unschädlich machen. Das hätte einen neuen Krieg mit Flächenwirkung bedeutet. Die USA wollten Israel zurückhalten und fanden mit Israel einen alternativen Plan. Im ersten Moment vernünftig, doch Stuxnet geriet ausser Kontrolle. Das jetzt an Hillary festzumachen und die Bedeutung umzukehren, finde ich zu einseitig interpretiert.
      15 17 Melden
    • @schurt3r 06.11.2016 11:38
      Highlight Wir wissen, dass:
      - Clinton bereits beim ersten (bekannten) Einsatz einer mächtigen Cyberwaffe in der Regierungs-Verantwortung (als Aussenministerin) stand.
      - Sie nun im Wahlkampf bzw. als angehende Präsidentin damit droht, die USA würden Cyberwaffen gegen andere Staaten einsetzen.
      - Sie offenbar nicht einsehen will, oder bewusst in Kauf nimmt, dass Cyberwaffen verheerenden Kollateralschaden anrichten können.
      - Die NSA die technischen und finanziellen Mittel hat, solche Waffen zu entwickeln.
      48 6 Melden
    • Zeit_Genosse 06.11.2016 19:53
      Highlight Grazie, Herr Schurter.
      Was wäre damals die bessere Lösung gewesen, dass man Israel hätte gewähren lassen? Eine weitere militärische Eskalation hätte den Eiterherd weiter aufbrechen lassen. Dass Clinton bereits bei E-Mails ansteht, zeigt, dass die Digital Immigrants oder in die Jahre gekommenen Politiker ihre Entscheidung bezüglich Cyberwar nicht einschätzen können und da wird der 71-jährige Trump keine Ausnahme machen. Selbst in der Schweiz werden Informatikprojekte versiebt, weil die Politik etwas kontrollieren und verantworten muss, das es nicht versteht. Da bleibt ihr von watson ja dran ;)
      14 1 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Einfache Meinung 05.11.2016 22:32
    Highlight Hoffe Trump als Präsident stellt wieder Frieden her.
    57 34 Melden
    • Ton 06.11.2016 01:14
      Highlight Stimmt. Im Moment führt die USA in sieben Ländern Krieg und Hillary würde diese Politik fortführen.
      38 7 Melden
    • rodolofo 06.11.2016 10:25
      Highlight Nur etwas scheint gesichert:
      Mit einem Präsidenten Trump würde das Maurer-Gewerbe einen noch nie da gewesenen Aufschwung erleben...
      31 5 Melden
  • goschi 05.11.2016 19:44
    Highlight Welch erschreckend schlechter Artikel.

    Da werden Zusammenhänge aufgestellt, die maximal vage sind
    Ich verstehe also richtig, das Programm wurde vor der Amtszeit Obama gestartet, betraf via Geheimdienste nur minimal das Aussenministerium und dass es auF H. Clinton zurückfällt ist auf eine Aussage an einer TV-Debatte zurückzuführen?
    zusätzlich wird eine These zusammengebastelt, die so nicht haltbar ist
    "die sein Land anderthalb Jahre später beinahe ins Verderben stürzt?"
    Inwiefern? im Artikel wird nicht darauf eingegangen, von Beinah-Verderben keine Spur.

    wirklich gehaltloser Artikel...
    62 37 Melden
    • Therealmonti 06.11.2016 03:54
      Highlight Gehe mit Ihrer Einschätzung einig, goschi. Im besten Fall ist dieser Kommentar total unausgewogen.
      7 6 Melden
    • @schurt3r 06.11.2016 11:47
      Highlight @Goschi:
      Welch erschreckend schlechter Kommentar.

      - Clinton befürwortet den Einsatz von Cyberwaffen und unterstützt gleichzeitig Obamas Kampf gegen Whistleblower, so dass nicht öffentlich über die Gefahren diskutiert werden kann.
      - Du hast schon gelesen, dass Stuxnet völlig ausser Kontrolle geriet und weltweit unzählige Windows-Maschinen infizierte?
      - Die Sicherheitsexperten sprachen von einem Albtraum (Software zerstört Hardware).
      - Der Programm-Code, um die Steuerungssysteme von Industrieanlagen zu sabotieren, geriet in falsche Hände.

      PS: Wirklich gehaltloser Kommentar...
      30 9 Melden
    • goschi 06.11.2016 12:02
      Highlight Cyberkriegsführung NICHT zu unterstützen wäre auch schlicht fahrlässig für eine Weltmacht wie es die USA sind, daraus kann ich aber noch nicht implizieren, dass deswegen Stuxnet Hillary auf die Füsse fällt, was sie aber getan haben.

      Das Problem (für den Nutzer) an entdeckter offen gelegter Malware ist gleichzeitig, dass damit jeder die Vorgehensweise erkennen kann und sich dagegen schützen kann, die taktisch sehr wertvollen Sicherheitslücken sind mittlerweile gestopft sowohl in Windows, als auch in SPS3, insofern ist jetzt noch Panik schieben unsachlich.
      6 9 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Stefanie16 05.11.2016 18:44
    Highlight Spannender und gut recherchierter Beitrag, Herr Schurter. Da kann der Löpfe noch was lernen.
    60 31 Melden
  • Wuschelhäschen 05.11.2016 18:19
    Highlight Wann merkt ihr es? Trump ist ein Ablenkungsmanöver um Hilary zur Präsidentin zu machen. Bei einem durchschnittlichen Kandidaten mit weißer Weste hätte sie keine Chance.
    70 36 Melden
    • FrancoL 05.11.2016 19:08
      Highlight Ja und die Erde ist eine Scheibe auf dem Plattenspieler der Clintons.
      45 45 Melden
    • rodolofo 05.11.2016 20:42
      Highlight Der Gedanke ist mir auch schon gekommen:
      Hillary Clinton sind wie die zwei (gegensätzlichen) Seiten der selben Medaille.
      Im Grunde spielt es keine Rolle, wen Du wählst, den der scheinbar so mächtige US-Amerikanische Präsident ist in Tat und Wahrheit ein Hampelmann des Globalen Geldadels.
      Wer bezahlt denn all diese enorm teuren Wahlkämpfe und erwartet dafür natürlich Gegenleistungen im Sinne von "Wer zahlt, befielt!" oder von "Der Kunde ist König!"?
      Wahlkämpfe sind Investitionen, die sich lohnen, in Form von Steuererleichterungen und Steuerschlupflöchern, und in Form von "Förderprogrammen"...
      45 6 Melden
    • Froggr 05.11.2016 21:40
      Highlight Blöd nur, dass Trump gewinnen wird...
      10 12 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • _kokolorix 05.11.2016 17:12
    Highlight Diese Cyberattacken werden krass überbewertet. Das Stromnetz eines ganzen Landes auszuschalten dürfte kaum gelingen, zu dezentral und heterogen ist die Umgebung. Jedes Kraftwerk, jedes Umspannwerk, hat seine eigene IT Infrastruktur.
    Das ist wie mit konventionellen Waffen ein ständiger Wettstreit zwischen den Akteuren, den niemand mittelfristig gewinnen wird. Der ständige Wandel von Hard und Software tut ein übriges um wirkungsvolle Cyberwaffen zu verhindern. Da wird nur ein haufen Geld verbrannt und die Ahnungslosigkeit der Politiker ausgenutzt
    12 45 Melden
    • aye 05.11.2016 18:37
      Highlight Ich glaube da könntest du dich irren. Stuxnet beispielsweise hat Steuerungssoftware von Siemens angegriffen, die in Industrieanlagen an verschiedensten Orten eingesetzt wird.
      Ich gehe davon aus, dass es zur Steuerung von Kraftwerken, Umspannungswerken usw. nicht so viele verschiedene Softwareangebote gibt. So kann man relativ einfach eine Vielzahl von Zielen angreifen.

      Ausserdem ist es gar nicht nötig, alle einzelnen Bestandteile des Netzes auszuschalten. Wenn einige wenige kritische Knoten ausfallen, dürfte zumindest regional der Rest des Netzes durch Überlastung ebenfalls zusammenbrechen.
      47 0 Melden
    • _kokolorix 05.11.2016 20:12
      Highlight Natürlich kann ich mich irren, ich bin nicht der liebe Gott.
      Ich habe einiges im industriellen Umfeld gesehen. Es gibt dutzende verschiedener Steuerungssoftwaren von verschiedensten Herstellern. Alle haben gemeinsam, dass sie völlig unsicher sind. Aber jede auf ihre eigene Art. Eine zu knacken ist kein Problem, jeder Schüler könnte das. Aber es gibt deren unzählige und sie werden nicht auf Windows ausgeführt. Einmal neugestartet, läuft alles wieder wie vor 10Jahren bei der Inbetriebnahme. Wäre das so einfach, hätten längst die verschiedenen Terroristengrupen und Geheimdienste sowas angerichtet
      4 10 Melden
    • Alnothur 05.11.2016 22:19
      Highlight Lies mal "Blackout" von Marc Elsberg - es braucht nicht einmal eine Cyberwaffe! (Für das Buch wurden viele technische Recherchen durchgeführt, so ein Ausfall ist auf diese Weise tatsächlich provozierbar).
      11 0 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Herbi 05.11.2016 16:51
    Highlight Warum berichtet WATSON nicht darüber, dass das FBI, CIA und fünfzehn andere Geheimdienste inklusive Militär dabei sind die Clinton Familie zu stoppen!?
    Es ist ein Putsch im gang! Wollt ihr nicht oder dürft ihr nicht darüber berichten???
    Die WATSON P ro Clinton Propaganda geht voll in die Hose!
    55 62 Melden
    • FrancoL 05.11.2016 17:47
      Highlight ich frage mich ernsthaft; wie ist es möglich dass Du über diese Aktion auf dem Laufenden bist und Dutzende von Clinton kritischen Journis dies nicht auf eine vernünftige Plattform kriegen? Bis Du wirklich der Meinung dass man so eine brisante Tatsache durch den Clinton-Clan verhindern kann?
      Sry aber dass kann ich nicht als annähert möglich halten.
      23 28 Melden
    • Eljham 05.11.2016 17:56
      Highlight Haha, willkommen im postfaktischen Zeitalter. Wo ist bloss mein Aluthut?
      49 9 Melden
    • lilas 05.11.2016 18:26
      Highlight Aber Herbi, Sie dürfen und Watson darfs hier stehen lassen? Ich bin keine Freundin von Mainstreammedien, ich bin überzeugt, dass viel gelogen und verdreht, ja, auch verschwört wird aber das was Sie hier behaupten bedarf mehr an Informationen/ Beweisen ..wenn die ausbleiben brauchts einen grossen Aluhut. oder abe sie schwimmen bereits mit Beton an den Füssen am Grunde eines Sees was ich natüröich nicht hoffe 😲
      21 9 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Lowend 05.11.2016 14:55
    Highlight Und was zur Hölle hat Stuxnet jetzt mit Hillary Clinton zu tun, ausser dass sie als Aussenministerin hoffentlich gewusst hat, dass es solche Waffen gibt, obwohl man sogar zweifeln könnte, ob sie deren Macht begriffen hat, wenn man sieht, wie sie mit ihren Mail-Servern umging.
    Oder will und Schurter hier insinuieren, dass Trump nicht auch die ganzen modernen Angriffstechnologien benutzen würde? Der würde ja nach eigenen Angaben sogar auf Atomwaffen zurückgreifen?
    Echt man kann nur noch froh sein, wenn dieser elendeste Wahlkrampf aller Zeiten endlich vorbei ist, denn langsam drehen alle durch!
    90 96 Melden
    • Marco Rohr 05.11.2016 15:22
      Highlight Ich glaube hier geht es eher um Propaganda für die Doku 'Zero Days' ;)
      48 8 Melden
    • The Destiny // Team Telegram 05.11.2016 15:42
      Highlight @Marco Rohr, du meinst schleichwerbung gell ?
      33 3 Melden
    • hamurabi 05.11.2016 16:59
      Highlight "Mimimi lass meine Mami Hillary in Ruhe!"

      Lächerlich. Was sie damit zu tun hat, steht im Artikel.
      49 19 Melden
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