Digital
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Bild

Das Model 3 gibt es neu ab rund 50'000 Franken. screenshot: tesla

Teslas Model 3 wird massiv günstiger, aber die Sache hat einen Haken

Tesla stellt sein Produktportfolio beim Model 3 erneut um: Das E-Auto kann neu ab 48'200 Franken bestellt werden. Dafür rückt die versprochene Budget-Version für Schweizer Kunden wohl in weite Ferne.



Die wichtigste Änderung für Schweizer Kunden: Das Model 3 kann ab sofort in einer Standard-Version ab 48'200 Franken bestellt werden. Bislang war der Kompakt-Tesla – allerdings auch mit besserer Ausstattung – ab rund 60'000 Franken erhältlich.

Beim nun günstigsten «Standard Range Plus»-Modell für knapp 50'000 Franken gibt Tesla die Reichweite mit 415 Kilometern an. Zum Vergleich: Die beiden teureren Versionen mit Allradantrieb und Dualmotor sollen 560 bzw. 530 Kilometer schaffen.

Das neue «Standard Range Plus»-Modell hat einen partiellen Premium-Innenraum.

Die schlechte Nachricht: Die Einsteiger-Version des Model 3 wird de facto eingestellt. Tesla hat die in den USA gut 35'000 Dollar teure Basisversion schon nach kurzer Zeit wieder aus dem Online-Store genommen. Interessenten können sie nur per Telefon oder in Tesla-Shops bestellen. Wie lange sie noch angeboten wird, sagt Tesla nicht. Erst vor wenigen Wochen hatte der E-Autobauer diese Budget-Variante in den USA-verfügbar gemacht. Bei uns wurde die Basisversion gar nie angeboten.

Es ist die nächste Kehrtwende von Tesla-Chef Elon Musk: Vor kurzem hatte er angekündigt, Elektroautos der Firma sollen grundsätzlich nur noch online bestellbar sein. Zugleich hatte er damals auch die Schliessung vieler Tesla-Läden in Aussicht gestellt - doch schon wenig später hiess es, es sollen doch mehr Geschäfte bleiben als zunächst geplant.

«Autopilot» nun Standard

Tesla integriert neu zudem das Fahrassistenz-System namens Autopilot standardmässig, was den Einstiegspreis erhöht. Der günstigste Tesla, den man in den USA per Online-Konfigurator kaufen kann, ist somit das Model 3 in der Version «Standard Plus» für 39'500 Dollar vor Steuern und Elektroauto-Vergünstigungen. Bisher hatte die Variante 37'500 Dollar gekostet, und beim Buchen auch der Autopilot-Funktion wären noch einmal 3000 Dollar fällig geworden.

Tesla erklärt die Umstellung mit der Notwendigkeit, die Kosten zu optimieren und das Geschäft zu verschlanken. Deshalb werde auch die Standard-Version baugleich mit dem Standard-Plus-Modell sein – nur dass bei ihr die Reichweite per Software eingeschränkt sei. Käufer könnten deshalb nachträglich auch die Software-Sperre entfernen lassen.

Tesla hatte ursprünglich das Model 3 als Volks-Elektroauto zum Preis ab 35'000 Dollar angekündigt. Zunächst wurden aber besser ausgerüstete teurere Versionen verkauft, um die hohen Kosten des langwierigen Produktionsanlaufs schneller einzuspielen.

Teslas neuer Elektrowagen hat im März in der Schweiz aus dem Stand die Spitze der Verkaufscharts erklommen. Zum ersten Mal ist somit ein reines E-Auto im Monatsvergleich das meistverkaufte Auto der Schweiz.

(oli/sda/awp/dpa)

Tesla präsentiert E-Brummi auf Steroiden

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com (umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

China ist der Marktführer für Elektroautos

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

47 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die beliebtesten Kommentare
Be3
12.04.2019 18:03registriert June 2015
Reichweite per Software einschränken?
Wow, das ist ja richtig innovativ!
14624
Melden
Zum Kommentar
Kenfus
12.04.2019 18:29registriert March 2019
Ich liebe Tesla, aber so ein Range DLC ist schon lustig irgendwie. Das versuche ich Morgen meiner Oma zu erklären
9210
Melden
Zum Kommentar
Karnüsel
12.04.2019 18:28registriert April 2019
Die Einstiegsvariante enthält nun den Autopilot, der vorher CHF 3500.- extra kostete. So gross ist der Haken nun auch wieder nicht.
8515
Melden
Zum Kommentar
47

Tesla schaut neidisch zu diesem Schweizer Elektro-Pionier (wegen des Akku-Recyclings)

Die Schweizer E-Mobilitätsfirma Kyburz und der Umwelt-Ingenieur Olivier Groux haben eine innovative Batterie-Recyling-Anlage vorgestellt.

Jeder kennt sie, die lautlosen, abgasfreien Dreirad-Roller der Schweizer Post. Der Hersteller Kyburz ist nun der erste seiner Art, der Akkus im eigenem Betrieb recycelt und zwar nach einem neuen, umweltschonenden und nachhaltigen Verfahren. Die Empa stand bei der Anlage Pate.

Elektromobile sind ein Segen für die Umwelt. Allerdings haben sie oft einen Tolggen im Reinheft ihrer Ökobilanz, nämlich die ressourcenintensiven Lithium-Ionen-Batterien, die mangelhaft recycelt werden.

Manche Hersteller …

Artikel lesen
Link zum Artikel