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Waymo-Robotaxis machen 150'000 Fahrten pro Woche

A Waymo minivan arrives to pick up passengers for an autonomous vehicle ride, Wednesday, April 7, 2021, in Mesa, Ariz. Waymo, a unit of Google parent Alphabet Inc., is one of several companies testing ...
Ein Waymo-Minivan: Im Gegensatz zu Tesla setzt die Google-Tochter auf dreidimensionales Laserscanning (LIDAR) Bild: keystone

Waymo-Robotaxis machen 150'000 Fahrten pro Woche – und lassen Elon Musk alt aussehen

30.10.2024, 07:5930.10.2024, 14:14

Die Google-Schwesterfirma Waymo baut den Vorsprung bei selbstfahrenden Autos aus: Ihre Robotaxis machen inzwischen wöchentlich mehr als 150'000 Fahrten mit Passagieren ohne einen Menschen am Steuer.

Dabei legten sie jede Woche über eine Million Meilen autonom zurück, teilte Waymo mit. Die Firma ist bisher in San Francisco, Los Angeles, Phoenix und Austin aktiv.

Der Chef des Mutterkonzerns Alphabet, Sundar Pichai, verwies darauf, dass die Waymo-Robotaxis durch die vereinbarte Kooperation mit dem Fahrdienst-Vermittler Uber in Austin und Atlanta als fünfter Stadt schneller in den Alltag kämen. Waymo werde autonomes Fahren an mehr Orte bringen.

Musk will Tesla zum Konkurrenten machen

Mit dem neuen Meilenstein sendet Waymo ein deutliches Zeichen an die Konkurrenz. Vor wenigen Wochen hatte Tesla-Chef Elon Musk einen Robotaxi-Prototypen des Elektroauto-Herstellers vorgestellt. Er kündigte an, die Wagen voraussichtlich ab 2026 zu bauen und stellte eine jährliche Produktion von rund zwei Millionen Fahrzeugen in Aussicht.

Musk verspricht schon seit Jahren selbstfahrende Teslas – sie haben bisher aber nach wie vor nur ein Fahrassistenz-System, bei dem der Mensch am Steuer in der Verantwortung bleiben und jederzeit bereit sein muss, die Kontrolle zu übernehmen. Bei Waymo sitzt hingegen niemand hinter dem Lenkrad.

Waymo setzt auf teure Technik

Die Wagen der Google-Schwesterfirma sind jedoch deutlich teurer, weil sie für Sicherheit beim Fahren mit zusätzlichen Sensoren wie Laser-Radaren sorgen, die die Umgebung abtasten. Dieses dreidimensionale Laserscanning, eine dem Radar verwandte Methode zur optischen Abstands- und Geschwindigkeitsmessung, wird als «LiDAR» bezeichnet. Die Technologie kostet und macht es schwieriger, Geld zu verdienen. Allerdings spricht Waymo davon, dass neuere Systeme günstiger werden.

Musk will sich hingegen nur auf Kameras verlassen, was die Kosten drücken würde. Viele Branchenexperten bezweifeln jedoch, dass verlässliches autonomes Fahren nur mithilfe von Videobildern machbar ist.

Quelle: Nachrichtenagenturen SDA/AWP/DPA

(dsc)

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