Digital
Technik

Tesla setzt angeblich humanoide Fabrik-Roboter ein

BEIJING, CHINA - SEPTEMBER 02: A visitor takes photos of Tesla s Optimus humanoid robot during the 2023 China International Fair for Trade Services CIFTIS at China National Convention Center on Septem ...
So wurde der «Optimus» letztes Jahr in China ausgestellt. Von echten Arbeitseinsätzen in der Tesla-Fabrik liegen uns keine Bilder vor.Bild: imago-images.de

Tesla setzt angeblich humanoide Fabrik-Roboter ein – der Zeitpunkt ist verdächtig

Elon Musk lässt offensichtlich nichts unversucht, um doch noch an seinen umstrittenen Multimilliarden-Bonus zu kommen.
12.06.2024, 13:36
Mehr «Digital»

Kurz bevor Tesla-Aktionäre erneut über ein Milliarden-Aktienpaket für Firmenchef Elon Musk abstimmen, heisst es, dass jetzt humanoide Roboter in einem Werk arbeiten. Was sie machen, bleibt jedoch unklar.

Tesla lässt nach eigenen Angaben zwei seiner humanoiden «Optimus»-Roboter autonom Aufgaben in der Fabrik erledigen. Um welche Aufgaben genau es dabei geht, liess der Elektroauto-Hersteller in seinem Beitrag auf der Online-Plattform X allerdings offen.

Was ist bei Tesla los?

Die Neuigkeit war ohnehin nur ein Punkt in einer langen Auflistung von Tesla-Meilensteinen, die Aktionäre überzeugen sollen, erneut für ein milliardenschweres Vergütungspaket von Firmenchef Elon Musk zu stimmen.

Im April sagte Musk noch, Teslas humanoider Roboter könne einfache Fertigungsaufgaben im Labor ausführen. Man wolle die Maschinen bis Ende des Jahres für einen eingeschränkten Einsatz in die Fertigungshallen bringen.

Bis Ende 2025 sollen sie auch anderen Unternehmen zum Kauf angeboten werden. Musk bekräftigte damals, dass nach seiner Meinung «Optimus» auf lange Sicht wertvoller als alles andere bei Tesla sein werde.

Gericht lehnte Bonus ab

Teslas Aktionäre werden am Donnerstag erneut über ein Dutzende Milliarden Dollar schweres Aktienpaket für Firmenchef Elon Musk abstimmen, das von einem Gericht torpediert wurde. Zugleich sollen sie nach dem Willen des Elektroauto-Herstellers über eine Verlegung des offiziellen Firmensitzes von Delaware nach Texas entscheiden.

Das 2018 von Aktionären gebilligte Aktienpaket, dessen Wert damals mit 56 Milliarden Dollar angegeben wurde, war von einer Richterin in Delaware nach einer Anlegerklage gekippt worden.

Sie kam zu dem Schluss, dass Musk bei der Vereinbarung der grosszügigen Vergütung im Tesla-Verwaltungsrat zu viel Einfluss im Hintergrund gehabt habe, als dass man von einem fairen Verfahren sprechen könne. Und die Aktionäre seien darüber im Dunkeln gelassen worden, wodurch sie keine Möglichkeit gehabt hätten, eine gut überlegte Entscheidung zu treffen.

(dsc/sda/awp/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Aktuelle Gefahren und zukünftige Risiken von KI
1 / 13
Aktuelle Gefahren und zukünftige Risiken von KI
Das ist der britisch-kanadische Informatiker und Psychologe Geoffrey Hinton, er gilt als «Pate» der künstlichen Intelligenz. Der renommierte Wissenschaftler warnt aber auch eindringlich vor den aktuellen und zukünftigen Gefahren der neuen Technologie ...
quelle: keystone / noah berger
Auf Facebook teilenAuf X teilen
Tesla-Roboter Optimus faltet ein T-Shirt
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
20 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die beliebtesten Kommentare
avatar
Chalbsbratwurst
12.06.2024 16:52registriert Juli 2020
Zitat: "Um welche Aufgaben genau es dabei geht, liess der Elektroauto-Hersteller in seinem Beitrag auf der Online-Plattform X allerdings offen."

Wahrscheinlich stehen die Roboter nur in einer Ecke und feuern die Belegschaft an schneller zu arbeiten...
206
Melden
Zum Kommentar
20
Bosch bringt Künstliche Intelligenz ins E-Bike

E-Bike-Fahrer machen sich gelegentlich Gedanken um die Akkureichweite. Künftig passt Künstliche Intelligenz die Unterstützung so an, dass es bis zum Ziel reicht. KI hilft aber auch an anderer Stelle.

Zur Story