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Blick zur Berliner Siegessäule: Die deutsche Hauptstadt hat ein Elektroauto-Problem.
Blick zur Berliner Siegessäule: Die deutsche Hauptstadt hat ein Elektroauto-Problem.bild: watson

Darum kapituliert der einzige Tesla-Taxifahrer von Berlin (und sattelt auf Hybrid um)

25.11.2019, 20:0326.11.2019, 08:39

Wenn das Elon Musk wüsste! Zum Jahresende wechselt Berlins einziger Tesla-Taxifahrer angeblich auf ein Hybrid-Fahrzeug. Gegenüber deutschen Medien nannte er zwei Gründe:

  • Passagiertransporte mit dem Tesla lohnten sich für ihn nicht mehr, weil die Strompreise bei einem grossen Betreiber von Ladestationen erhöht wurden.
  • Vor allem aber sei es zunehmend schwierig bis unmöglich geworden, eine freie Ladestation zu finden – und dies bei 3000 Anlagen auf Berliner Stadtgebiet. Das Problem: Es stünden viele Elektroautos an den Ladesäulen und blockierten sie, ohne aufgeladen zu werden.
«Die vielen Carsharer parken die öffentlichen Ladesäulen zu.»
Martin Doll, Taxifahrer

Laut dem Berliner Taxifahrer verschärfte sich die Ladesituation, nachdem Volkswagen seinen Carsharing-Dienst We Share auf die Berliner Strassen gebracht hatte.

Er müsse jeden Abend nach einer Ladesäule suchen und die Polizei rufen, wenn sie belegt sei, ohne, dass geladen werde, sagte der Taxifahrer gegenüber der «Bild»-Zeitung. Nicht zu reden von Falschparkierern mit Verbrennermotor ...

Dieses Foto twitterte die Polizei Anfang November.
Dieses Foto twitterte die Polizei Anfang November.bild: polizei berlin

Laut Medienberichten war Doll seit 2016 mit einem gemieteten Tesla als Taxifahrer unterwegs. Nachdem ein anderer Kollege seinen Tesla wieder abgegeben hatte, sei er der einzige Berliner Taxifahrer mit Elektroauto gewesen.

So titelte das grösste deutsche Boulevard-Blatt.
So titelte das grösste deutsche Boulevard-Blatt.screenshot: bild.de

Der zweite Grund für das Aus seien die gestiegenen Ladekosten, die auf eine Tarifänderung zurückzuführen sind. Anfangs habe er pauschal sechs Euro für eine Akku-Ladung gezahlt und sei damit 300 Kilometer weit gekommen. Seit diesem Sommer seien die Preise jedoch stark angestiegen, nun würden für den vollen Akku 33 Euro fällig.

Hilft die Blockiergebühr?

Das Techportal Golem ging der Frage nach, wie Berlin mit Elektrofahrzeugen umgehen will, die zwar ein Ladekabel eingesteckt haben, jedoch gar keinen Strom beziehen.

Auf diese Weise lasse sich bislang ohne jede Gefahr einer Parkbusse eine Ladesäule blockieren, weil die Kontrolleure des ruhenden Verkehrs machtlos sind.

Abhilfe verspreche nur eine Blockiergebühr durch den Ladenetzbetreiber. Eine solche Gebühr erhebe Tesla beispielsweise bei der Nutzung seiner Schnellladestationen. Sie beträgt 40 Cent pro Minute, bei mindestens 50 Prozent Auslastung der Station, oder gar 80 Cent, wenn alle Plätze der Supercharger-Station belegt sind.

In der Schweiz müssen Tesla-Besitzer mit Mehrkosten von 50 Rappen pro Minute rechnen. Und wenn ein vollgeladener Tesla an einem komplett belegten Supercharger eine Ladesäule blockiert, kostet das 1 Franken pro Minute.

«Blockierungsgebühren werden erst erhoben, nachdem der Supercharger-Ladevorgang abgeschlossen ist. Sobald der Supercharger-Ladevorgang beendet ist, sollte der Platz an der Ladesäule umgehend für den nächsten Fahrer geräumt werden.»
quelle: tesla.com

Dazu muss man wissen, dass die Tesla-App dem Fahrer meldet, wenn der Ladevorgang zu Ende geht. Daraufhin wird automatisch eine Blockiergebühr erhoben für jede zusätzliche Minute, die das Fahrzeug am Ladekabel hängt. Wenn man es aber in den nächsten fünf Minuten entfernt und den Platz freigibt, werden einem die Extrakosten erlassen.

(dsc)

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Taxifahrer demolieren Uber-Autos in Paris

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Taxifahrer demolieren Uber-Autos in Paris
quelle: x00217 / charles platiau
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