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epa06335606 A handout photo made available by Tesla 16 November 2017, showing Tesla founder Elon Musk presenting the new Roadster electric sports vehicle (on background), presented to media 16 November 2017 at Tesla's Los Angeles design centre, Los Angeles, USA. Tesla says the Roadster will accelerate from 0-60 mph (or 0-96 km/h) in less than two seconds. Tesla says the new Roadster will cost 200,000 USD and will be released in some three years time. Tesla has began to take in orders for the new Roadster, and says new buyers will have to pay a 45,000 USD deposit. However, clients interested in buying one of the first 1,000 vehicles of the limited edition 'Founders Series' will have to pay 250,000 USD for the car.  EPA/TESLA HANDOUT  HANDOUT EDITORIAL USE ONLY/NO SALES

Bild: EPA/TESLA

Tesla-Streit eskaliert: Musk startet Produktion in Kalifornien entgegen Behördenanweisung

Tesla-Chef Elon Musk will das Hauptwerk in Kalifornien umgehend wieder hochfahren. Damit eskaliert er seinen Streit mit den Behörden um die Coronavirus-Einschränkungen.



Er werde selbst an der Produktionslinie sein, schrieb Musk am Montag (Ortszeit) bei Twitter. «Wenn jemand festgenommen wird, werde ich darum bitten, dass es nur ich bin.»

«Wir freuen uns, wieder an die Arbeit zu gehen und haben sehr detaillierte Pläne implementiert, um eine sichere Rückkehr an den Arbeitsplatz zu ermöglichen», hiess es in einer E-Mail des Konzerns am Montag weiter. Musk verwies zudem auf eine Anordnung des kalifornischen Gouverneurs vom Donnerstag, die es Herstellern erlaube, den Betrieb in Fremont wieder aufzunehmen. Er kündigte an, dass die zuvor beurlaubten Mitarbeiter wieder regulär ihre Arbeit aufnehmen würden.

Im Alameda County, in dem sich das Tesla-Werk in Fremont befindet, gelten weiterhin Ausgehbeschränkungen, die eine Ausbreitung des Coronavirus verhindern sollen. Tesla hatte am Wochenende eine Klage dagegen eingereicht - und Musk hatte gedroht, den Firmensitz des Elektroauto-Herstellers von Kalifornien zum Beispiel nach Texas oder Nevada zu verlegen.

Kaliforniens Gouverneur Gavon Newsom hatte kurz vor Musks Tweet eine Wiederaufnahme der Produktion möglicherweise in der kommenden Woche in Aussicht gestellt. Das Gesundheitsamt in dem County versuchte, die Wogen zu glätten. Man gehe davon aus, dass Tesla im Laufe des Tages – wie rechtlich gefordert – einen Vorschlag zur Wiederaufnahme der Produktion vorlegen werde und man sich über Ablauf und Zeitplan einigen könne. Regionalen Medien zufolge war bereits vor der Ankündigung der volle Parkplatz vor dem Tesla-Werk aufgefallen.

Tech-Milliardär Musk hatte die Coronavirus-Gefahr von Anfang an heruntergespielt und vergangene Woche die Ausgehbeschränkungen im Alameda County als «faschistisch» beschimpft. Mitte März schrieb Musk in einer E-Mail an die Belegschaft: «Meine ehrliche Meinung ist, dass die Panik mehr Schaden anrichtet als das Virus selbst.» Und weiter: «Es gibt etwa 36'000 tödliche Autounfälle im Vergleich zu bislang 36 tödlichen Covid19-Fällen.» Rund acht Wochen später zählen die USA rund 80'000 Covid19-Tote. Mitte März twitterte Musk auch, dass es seiner Meinung bis Ende April in den USA wahrscheinlich fast keine neuen Covid19-Fälle geben werde. Inzwischen sind die USA weltweit das Land mit den höchsten Infektionszahlen.

Bereits bei der Einführung der Ausgehbeschränkungen hatte Musk zunächst versucht, eine Ausnahmeerlaubnis für den Weiterbetrieb der Tesla-Fabrik in Fremont bei San Francisco zu bekommen. Tesla weigerte sich zunächst, die Fabrik auf Anweisung der lokalen Behörden zu schliessen. Musk machte geltend, dass Autohersteller als kritische Infrastruktur zählen würden. Die Bürger bräuchten «Zugang zu Transport und Infrastruktur, und wir sind essenziell dafür, ihn bereitzustellen», argumentierte Tesla damals – scheiterte aber damit an den Behörden.

In Fremont werden mit Abstand meisten Fahrzeuge von Tesla gebaut, während die Produktion im neuen Werk in China gerade erst hochgefahren wird. Eine weitere E-Auto-Fabrik für den europäischen Markt, die Gigafactory 4, lässt Tesla derzeit in Grünheide bei Berlin bauen. (oli/sda/dpa/reu/afp)

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25Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • AfterEightZuHauseUmViertelVorAchtEsser____________ 12.05.2020 15:42
    Highlight Highlight Da schaut man auf Amerika, und denkt sich - alles Idioten.

    Dann schaut man zurück in die Schweiz, und merkt, bei uns haben sich die Covidioten auch breit gemacht. 🤦‍♀️

    https://www.watson.ch/schweiz/international/414458426-coronavirus-die-proteste-gegen-den-lockdown-sind-erst-der-anfang
  • fireboltfrog 12.05.2020 12:18
    Highlight Highlight In der USA wird gerade die Demokratie demoliert und alle machen mit oder schauen interessiert zu. Wir brauchen jetzt ein starkes Europa, auf die USA können wir uns nicht mehr verlassen.
    • THEOne 12.05.2020 12:22
      Highlight Highlight konnten wir das je...?
  • FabianK 12.05.2020 12:17
    Highlight Highlight Komisch, dass hier nicht erwähnt wurde, dass alle anderen Autohersteller die Produktion wieder aufnehmen dürfen und es nur genau im dem County in dem Tesla ist, weiterhin strengere Massnahmen gibt.
    • Heidi Weston 12.05.2020 12:33
      Highlight Highlight Die anderen Autobauer haben ihre Werke in Bundesstaaten die von den Republikanern regiert werden. Die Öffnung erfolgt obwohl die Neuerkrankungen in diesen Bundesstaaten noch zunehmen! In zwei bis drei Wochen stehen garantiert diese Werke wieder still.
    • Victor Paulsen 12.05.2020 13:41
      Highlight Highlight Oder sie sind auf Arbeitersuche, was man sich in diesen Staaten auch noch vorstellen könnte
    • Kuckuk 12.05.2020 22:02
      Highlight Highlight Heidi Weston 2bis3 Wochen? Werden die Werke wieder stillstehen? Garantiert nicht! Nicht wegen Covid-19. Wetten?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Score 12.05.2020 12:01
    Highlight Highlight Genie und Wahnsinn liegen oft sehr nah bei einander. Da ist Musk keine Ausnahme.
    • Victor Paulsen 12.05.2020 13:41
      Highlight Highlight Da fehlt nur noch Egoismus, dann sollte die Liste komplett sein
  • Stirling 12.05.2020 09:54
    Highlight Highlight Eigentlich hat er recht, die Panik und alle daraus resultierenden übetriebenen Handlungen sind schlimmer als das Virus selbst.
  • Rellik 12.05.2020 09:34
    Highlight Highlight da ist einem wohl der Internethype um seine Person ganz schön zu Kopf gestiegen. Hoffe er kriegt die volle Härte der amerikanischen Gesetze zu spüren.
    • HabbyHab 12.05.2020 11:07
      Highlight Highlight Als reicher weisser Mann? Nein.
  • Joseph Quimby 12.05.2020 09:19
    Highlight Highlight Schreibt was ihr wollt. Ich mag den Typen.
    • ursus3000 12.05.2020 10:44
      Highlight Highlight Gebraten oder Grilliert ?
    • aglio e olio 12.05.2020 12:36
      Highlight Highlight Immer diese festgenagelten Ansichten.
      Versuchs mal mit Ambivalenz.
      Sobleibt es spannend. 😉
      Mir ist der typ ebenso sympathisch wie unsympathisch. 😀
    • Victor Paulsen 12.05.2020 13:39
      Highlight Highlight @Joseph Quimby
      Er kann jetzt sicher noch Arbeitskräfte für sein Werk in Kalifornien gebrauchen. Das ist deine Chance. Kannst uns ja demonstrieren, dass er recht hat und die Regierung falsch lag, oder du begreifst, dass es vieleicht doch nicht so super ist, bei solchen Umständen zu arbeiten
  • Victor Paulsen 12.05.2020 08:46
    Highlight Highlight #Kapitalismus
    • Gubbe 12.05.2020 09:59
      Highlight Highlight Kapitalismus hat mit Egoismus und Narzissmus nichts zu tun. Musk agiert wie Trump. Dem ist sein bescheidenes Vermögen auch in den Schoss gefallen.
    • HabbyHab 12.05.2020 11:07
      Highlight Highlight Kapitalismus basiert auf Egoismus, Gubbe.
    • fireboltfrog 12.05.2020 12:02
      Highlight Highlight Schweinesystem
    Weitere Antworten anzeigen
  • Scaros_2 12.05.2020 08:42
    Highlight Highlight Achtung Durchsage:

    Der kleine Elon Musk möchte bitte dringend vom Demokratiespielplatz "Produktion" abgeholt werden.

    Bitte nicht verwechseln mit der Durchsage, dass der kleine Donal vom Demokratiespielplatz "Pressekonferenz" abgeholt weden will.

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