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Reed Hastings, co-founder and CEO of Netflix, speaks during a keynote address at the 2016 CES trade show in Las Vegas, Nevada January 6, 2016.  REUTERS/Steve Marcus

Reed Hastings, Mitgründer und CEO von Netflix vor einer Karte der globalen Kundenbasis (06.01.2016).
Bild: STEVE MARCUS/REUTERS

Macht Netflix Ernst mit der Länder-Sperre? Experten (und Netflix) glauben nicht so recht daran



Die Nachricht schreckte viele Netflix-Benutzer in der Schweiz auf: Der Streaming-Anbieter will gegen die Nutzung von Proxy-Servern, Virtual Private Networks (VPNs) und DNS-Changer vorgehen. Damit täuschen Zuschauer vor, sich in anderen Ländern zu befinden, was das Angebot bedeutend an Filmen und Serien bedeutend erweitert.

Wie Netflix dem Fremdschauen ein Ende setzen will, ist nicht im Detail bekannt. Der Streaming-Anbieter sprach in besagtem Blogpost von «den selben oder ähnlichen Massnahmen, wie sie auch andere Unternehmen einsetzen». Etwas konkreter hatte sich Neil Hunt, Chief Product Manager bei Netflix, im Januar zu dem Thema geäussert

«Wir setzen auf Standard-Technologie, um den Gebrauch von Proxy-Servern einzuschränken. Das ist nicht einfach, denn das Ziel der Proxy-Anbieter ist es ja gerade, die Quelle zu verschleiern. Es wird wohl immer ein Katz-und-Maus-Spiel bleiben. Wir verlassen uns auf Blacklists von VPN-Zugangspunkten. Sobald die Betreiber merken, dass sie auf der Blacklist sind, können sie einfach die IP-Adresse ändern.»

Ein solcher VPN-Anbieter gibt in diesem Sinn explizit Entwarnung:

«Diejenigen unter euch, die über TorGuard VPN die Ländersperre umgehen, brauchen sich keine Sorgen zu machen. Wenn Netflix mit der Umsetzung beginnt, werden wir sofort auf neue IP-Adresse umstellen.»

TorGuard
quelle: torguard.net

Angesichts solch geringer Erfolgsaussichten glauben manche Experten an eine Alibi-Übung seitens Netflix, um die Lizenzinhaber der Filme und Serien zu beruhigen:

«Den Lizenzinhabern zeigen, dass man ihre Restriktionen ernst nimmt und gleichzeitig den Kunden das geben, was sie wollen, ist eine Gratwanderung für Netflix. Die Ankündigung, VPNs blockieren zu wollen, ist mehr Schein als Sein.

David Glance, University of Western Australia
quelle: the conversation

Netflix-Chef Reed Hastings erklärte schon häufiger, das internationale Rechte-Geflecht sei sehr verworren und das sei auch einer der Gründe dafür, dass der Dienst verstärkt auf die Produktion eigener Filme und Serien setze. Diese Inhalte könne Netflix dann überall gleichzeitig zeigen.

Das stimmt allerdings auch nur bedingt: So hat Netflix die Rechte für die Erstausstrahlung seiner Erfolgsserie «House of Cards» im deutschsprachigen Raum an den Pay-TV-Sender Sky verkauft. Während die 4. Staffel in den USA am 27. Februar herauskommt, zieht Netflix Schweiz erst einige Monate später nach.

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Trailer zur 4. Staffel von «House of Cards»
YouTube/Netflix US & Canada

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