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In this courtroom drawing, defendant Ross William Ulbricht listens to proceedings from the defense table during opening arguments in his criminal trial in New York, Tuesday, Jan. 13, 2015. Assistant U.S. Attorney Timothy Howard described Ulbricht as a kingpin who created a website where

Diese Skizze zeigt Ross Ulbricht, den Betreiber von Silk Road vor Gericht. Bild: AP/FR142054 AP

Die Geschichte der Drogenhandel-Plattform Silk Road wird jetzt noch irrer – US-Agenten sollen Schutzgeld gefordert haben



Die Saga um den ehemaligen Internet-Schwarzmarkt Silk Road wird um ein bizarres Kapitel erweitert: Nach einem Zeitungsbericht stehen zwei Ex-Agenten im Verdacht, sich bei den Ermittlungen in den USA die Taschen mit der Digitalwährung Bitcoin gefüllt zu haben.

Den damaligen Mitarbeitern der US-Drogenpolizei DEA und des Geheimdienstes Secret Service werde Geldwäsche und Betrug vorgeworfen, berichtete die New York Times am Montag.

Aus Ermittlungsakten gehe hervor, dass der DEA-Agent zudem wegen Diebstahls von Regierungseigentum und Interessenkonflikten bei seinem Einsatz beschuldigt werde.

Der 46-Jährige, der etwa 15 Jahre als Sonderermittler der DEA angestellt gewesen sei, habe sich an Bitcoins persönlich bereichert, anstatt sie an die Regierung zu übergeben. Die digitale Währung war bei Geschäften auf Silk Road das Hauptzahlungsmittel. Der Mann sei am Freitag in Baltimore verhaftet worden.

Der andere Verdächtigte, ein 32-Jähriger, der sechs Jahre für den Secret Service ermittelt haben soll, habe sich in San Francisco gestellt. Beide hätten gekündigt, nachdem sie von den Ermittlungen gegen sich erfuhren. Beide sollten am Montag vor Gericht erscheinen.

Ein Agent forderte Schutzgeld

Einer der beiden Ermittler habe über eine verschlüsselte Verbindung Kontakt zum Gründer der Website aufgenommen und diesem gegen die Zahlung von 250'000 Dollar in Bitcoins Schutz vor der Strafverfolgung durch die Bundespolizei FBI versprochen. Weiterhin habe er für 100'000 Dollar Informationen über den Stand der Ermittlungen angeboten, heisst es in der Erklärung des Ministeriums.

Geldwäscherei und Betrug zählen auch zu den Verbrechen, wegen derer der mutmassliche Betreiber von Silk Road, Ross Ulbricht, Anfang Februar vor einem New Yorker Gericht verurteilt wurde. Ulbricht soll Kopf einer Verschwörung zum Drogenhandel im Internet gewesen sein, ihm droht eine lebenslange Haftstrafe.

NEW YORK, NY - JANUARY 13: Max Dickstein stands with other upporters of Ross Ulbricht, the alleged creator and operator of the Silk Road underground market, in front of a Manhattan federal court house on the first day of jury selection for his trial on January 13, 2015 in New York City. Ulbricht, who has pleaded not guilty, is accused by the US government of making millions of dollars from the Silk Road website which sold drugs and other illegal commodities anonymously.   Spencer Platt/Getty Images/AFP
== FOR NEWSPAPERS, INTERNET, TELCOS & TELEVISION USE ONLY ==

Fans von Ross Ulbricht fordern seine Freilassung. Bild: GETTY IMAGES NORTH AMERICA

Silk Road war im Oktober 2013 ausgehoben worden – zumindest die Ursprungsversion, danach gingen wiederholt Nachahmerseiten online. Über mehr als zweieinhalb Jahre lang sollen tausende Drogendealer insgesamt 213 Millionen Dollar an Umsatz auf der Plattform gemacht haben. (feb/sda/dpa/afp)

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