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Northvolt, Batteriefabrik

Northvolt stellt diese Visualisierung zur Verfügung. visualisierung: Northvolt

Europas Antwort auf Tesla – grösste Batteriefabrik für E-Autos geplant

Elon Musk baut die Gigafactory in der Wüste Nevadas, Northvolt zieht in Schweden nach – mit Schweizer Beteiligung.



Die nach Angaben des Herstellers grösste Batteriefabrik für Elektroautos in Europa wird in Schweden gebaut. Das schwedische Start-Up Northvolt entschied sich für zwei Standorte in seiner Heimat, wie es am Donnerstag mitteilte.

Demnach sollen in dem eigentlichen Werk im nordöstlichen Skelleftea bis zu 2500 Menschen arbeiten, ausserdem soll ein dazugehöriges Forschungszentrum in Västeras westlich von Stockholm für bis zu 400 weitere Beschäftigte entstehen.

Mit von der Partie bei dem Northvolt-Projekt ist auch der Schweizer Konzern ABB: Er hat unlängst mit Northvolt eine Grundsatzvereinbarung für eine weitreichende Liefer- und Technologiepartnerschaft abgeschlossen, wie die NZZ berichtete.

Im Nordosten Schwedens

Skelleftea liegt im industriell geprägten Nordosten von Schweden unweit der Nickel-, Kobalt-, Lithium- und Graphit-Vorkommen des Landes. In den Bau der Fabrik sollen in den kommenden sechs Jahren vier Milliarden Euro investiert werden. Mit der Errichtung soll in der zweiten Hälfte des kommenden Jahres begonnen werden, die Produktion könnte dann allmählich ab 2020 starten.

Schwedens Wirtschaftsminister Mikael Damberg sprach von einem «grossartigen Tag» nicht nur für die beiden ausgewählten Städte, sondern auch für sein Land und Europa. Die Batteriefabrik in Schweden gilt auch als Gegengewicht für eine riesige Batteriefabrik des US-Elektroautobauers Tesla im Bundesstaat Nevada.

(dsc/sda/afp)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Freddie Quecksilber 19.10.2017 23:39
    Highlight Highlight Wieso machen wir mit unseren riesigen Autobatterien die Umwelt kaputt? Reichen die jetzigen und können wir nicht auf Brennstoffzellen setzen, die haben wenn überhaupt nur eine kleine Batterie und wären viel umweltfreundlicher. Und zukunftsicherer. Denn wenn wir alle Elektroautos haben wird es unmöglich ohne Atomstrom diese Menge an Energie hervorzubringen. Ein Tesla-Akku hat eine Kappazität von 70KWh zum Vergleich ein 4-köpfiger Haushalt verbraucht pro Tag 10KWh.
    • HansDampf_CH 20.10.2017 07:12
      Highlight Highlight Wenn man keine Ahnung hat sollte man sich nicht so weit aus dem Fenster lehnen... Wasserstoff muss auch hergestellt werden und wird wie Treibstoff verbraucht. Es muss extrem komprimiert werden zum verflüssigen. Dieser Prozess ist sehr ineffektiv. Die Batterie kann 10'000 bis 15'0000 Zyklen fahren und zu 99% recycelt werden....
    • mryanik 20.10.2017 09:17
      Highlight Highlight Hans Dampf_CH informiere dich doch einmal über die "Power to Gas" Technologie. Stromspitzen aus erneuerbaren Energiequellen werden zur Produktion von Wasserstoff oder Methan (zusätzliches binden von CO2) verwendet. Vielleicht ändert es deine Einstellung zu Brennstoffzellen ein wenig.
    • Posersalami 20.10.2017 15:36
      Highlight Highlight Das Problem an der Brennstoffzelle ist der Speicher. Evtl. liesse sich da tatsächlich was machen für Kraftwerke, für Autos scheint die Technologie aber noch viel zu teuer zu sein.
  • AdvocatusDiaboli 19.10.2017 21:27
    Highlight Highlight Ist das auch schon "die Antwort" bzw. "das Gegengewicht" für Teslas zukünftige Batteriefabrik in Europa? Oder kann man dann mal auch ohne diese unnötig polarisierenden Kontexten berichten?
  • Zeit_Genosse 19.10.2017 19:39
    Highlight Highlight So schafft man Arbeitsplätze. Auch wenn nahe an einigen Rohstoffen ist, wäre ein Europazentrierter Standort nahe des Marktes sicher besser gewesen als im hohen Norden, wo man mehr Energie braucht (wenig Sonne durchs Jahr) und lange Transportwege den CO2-Verbrauch anheizt. So geht halt Standortpolitik.
    • Posersalami 19.10.2017 21:49
      Highlight Highlight Grundsätzlich würde es Sinn machen, energieintensive Produktion dahin zu stellen, wo es viel EE und Infrastruktur (Bahn, Häfen, Strassen usw.) gibt. Es spräche im Prinzip nichts dagegen, ein paar riesige Fabriken in Nordafrika zu bauen, Marokko würde sich da zum Starten anbieten. Die Rohstoffe wären auch viel näher, was man da an Transport spart kann man ins verschicken der fertigen Produkte investieren. So könnte man Zehntausende gut bezahlter Arbeitsplätze schaffen und eine ganze Region stabilisieren helfen, weil mit deren Kaufkraft die lokale Wirtschaft wiederum angekurbelt werden würde..
    • Halb Wissen 19.10.2017 23:40
      Highlight Highlight Schöner Gedanke.
      Leider fehlt es in ärmeren Ländern an bereits qualifiziertem Personal.
      Die Infrastruktur dazu wird auch kaum vorhanden sein.
      Ausserdem ist die wirtschaftliche Sicherheit nicht gegeben.
    • Posersalami 20.10.2017 07:33
      Highlight Highlight Ach es gibt bzw. gab in Nordafrika Länder mit durchwegs guter Bildung, zB Lybien. Aber das musste ja ins Chaos gebombt werden. In Marokko würde man aber sicher auch genügend vernünftig ausgebildte finden, die Jugendarbeitslosigkeit ist ja leider sehr hoch.

      Aber das wird sowieso alles nie passieren. Das müsste ja Teil einer Art Marschallplan für Afrika sein und das darf nicht sein, weil wir dann Afrika nicht mehr in dieser Form ausbeuten könnten. Man würde damit ja tatsächlich Probleme lösen anstatt sie zu bewirtschaften! Wo kämen wir denn hin..
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